Allgemeine Berichte | 29.06.2016, 09:40 Uhr

Burg Adendorf hieß junge Musiker und Gäste Willkommen

Kinder- und Jugendkonzert verwöhnte die Ohren

Klassiker und jüngere Stücke virtuos gespielt

Vor vollen Rängen und bei bester Akustik spielte das Vororchester auf der Burg Adendorf.-CEW-
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Wachtberg-Adendorf. Musizierende Kinder und Jugendliche aus Wachtberg und Umgebung kamen auf der Burg Adendorf in Wachtberg mit ihren Instrumenten zusammen, um musikverwöhnten Ohren ihre Stücke zu präsentieren. Gabriela Baronin von Loë hieß die Gäste und Musiker willkommen und kündigte das Wachtberger Vororchester an. Das Ensemble spielte unter der Leitung von Regula Sager mit den jungen Musikern vier Stücke zu Beginn des Konzerts. Zu hören waren bekannte klassische Volkslieder wie „Kein schöner Land in dieser Zeit“ über österreichische Walzer, das Traditional „My Bonnie“ bis zum feierlichen Marsch von Händel. Danach spielten und sangen Kinder und Jugendliche verschiedener Altersklassen Solo oder im Duett. Vor kritischem Publikum schenkte die gute Akustik des Innenhofs der historischen Wasserburg den vorgetragenen Stücken einen besonderen Klang. So kamen die Töne von Philippa und Julius Bauß, Vera und Andreas Merziger, Sebastian und Katja Naß, Henricus und Martinus Conradi, Diana Schnirch, Vincent Rau, Veronica und Anna Eßer, Lina Förster, Anny Franke und Karsten Belkot angemessen zur vollen Geltung.

Henricus Conradi zeigte als jüngster Musiker bei einem seiner ersten Auftritte, dass das Lummerlandlied mit der Violine gespielt eine angenehm klassische Note haben kann. Die Moses-Variationen, die Vera Merziger mit der Violine, begleitet am Klavier von Andreas Merziger, präsentierte, erklangen in besonderer Harmonie in den geschichtsträchtigen Mauern. Einen Höhepunkt boten der jugendliche Komponist Karsten Belkot mit der Sängerin Anny Franke. Mit einer für ihr jugendliches Alter erstaunlich ausgereiften Stimme boten die beiden eine Aufführungspremiere des Stücks Memory von Karsten Belkot.

Alfred Schneider sprach zum Abschluss des Konzerts im Namen des Kunst & Kulturvereins Wachtberg e. V (kurz: KuKiWa). Als Initiator des Konzerts bedankte er sich im Namen des Vereins und der Musiker bei der Familie von Loë für die Gastfreundschaft auf der Burg. Angesichts des wechselhaften Wetters hatte man dort nicht nur für die Vorbereitung des Innenhofs, sondern auch für eine Ausweichunterkunft im Falle von Gewittern gesorgt. Hätte Regen versucht, den Darbietungen einen Strich durch die Rechnung zu machen, wäre man kurzerhand in den Rittersaal umgezogen. Herr Schneider betonte die Wichtigkeit von Konzerten dieser Art im Rahmen der Jugendförderung. Insbesondere wies er darauf hin, dass die Musik und das Musizieren miteinander von außerordentlicher Bedeutung sei. Man erwarte keine perfekten Musiker, sondern Kinder und Jugendliche, die ihr Können vorstellen und bereit sind, sich einem größeren Publikum zu stellen. Dabei sei es unerheblich, wenn – wie an diesem Tag nur selten geschehen – eine Panne den Ablauf oder ein Musikstück zu stören scheint. Wichtiger sei der Umgang der Musiker mit solchen Pannen. Besonders bei Duetten oder im Ensemble sei es eine ungewöhnlich gute Leistung, technische oder musikalische Missgeschicke gemeinsam zu meistern, wie man auch manche Probleme im Leben nur gemeinsam meistern könne. Es sei auch das Zustandekommen eines solchen Konzertes nur in der Gemeinsamkeit möglich, die in diesem Falle die Gastgeberfamilie von Loë, der KuKiWa, die Eltern der jungen Musiker und viele Vereinsmitglieder, darunter auch Frau von Düsterlho, sinnvoll gelebt haben.

Kinder- und Jugendkonzert verwöhnte die Ohren

Kinder- und Jugendkonzert verwöhnte die Ohren

Vor vollen Rängen und bei bester Akustik spielte das Vororchester auf der Burg Adendorf.Fotos: -CEW-

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