Projekt „Klasse 2000“ an der Gemeinschaftsgrundschule in Merl
Kinder waren zusammen stark
In der Gruppe kann immer mehr erreichen, als wenn man nur allein für sich „kämpft“
Merl. Die Gemeinschaftsgrundschule Meckenheim-Merl nimmt nun bereits im dritten Jahr am Projekt „Klasse 2000“ teil. Das vielseitige Programm zur Gesundheitsförderung und Gewaltvorbeugung findet großen Anklang bei den Schülern. „Stark und gesund in der Grundschule“, so lautet der Leitsatz des gemeinnützigen Vereins „Programm Klasse 2000 e.V.“, der sich zum Ziel gemacht hat, Schülern das Einmaleins des gesunden Lebens zu vermitteln. Das Programm, das über Spenden und Fördergelder finanziert wird, sieht pro Schuljahr 15 Unterrichtsstunden vor, in denen die Kinder unter anderem anschaulich erklärt bekommen, wie man sich gesund ernährt und warum dies so wichtig ist. Ein weiterer Fokus liegt darauf, dass die Schüler Handlungsmöglichkeiten kennenlernen, wie sie mit starken Gefühlen – wie Stress, Angst oder Wut – vernünftig umgehen können. Kurz vor den Pfingstferien war es für die dritten Klassen der Merler Grundschule dann wieder soweit: Eine „Klasse 2000“-Stunde stand auf dem Programm. „Zusammen sind wir stark“ war das Motto der kurzweiligen Stunde, die praktischerweise auf dem Schulhof stattfand. Wie es sich anfühlt, mit geschlossenen Augen durch einen hindernisreichen Parcours geführt zu werden, erlebten die Schüler beim sogenannten „Roboter-Spiel“. Dabei wurde allen Kindern schnell klar, dass das Vertrauen in die andere Person, die einen führt, von entscheidender Bedeutung ist. In weiteren kooperativen Spielformen lernten die Drittklässler, dass man als Gruppe immer mehr erreichen kann, als wenn man nur allein für sich „kämpft“. Dieser Gedanke spiegelte sich auch bei der Abschlussübung wider, die zweifellos als Highlight des Tages angesehen werden kann. Dabei stellten sich alle Schüler in einem Kreis auf und hielten dabei ein Seil vor ihrem Körper fest. Auf ein Kommando hin sollten sich alle Kinder, ohne den sicheren Stand zu lösen, langsam nach hinten „fallen lassen“. Das ursprünglich unbehagliche Gefühl, sich nach hinten fallen zu lassen, wich schnell der Erleichterung. Denn die Kinder stellten fest, dass das Seil durch die gemeinsame Bewegung nach hinten so unter Spannung gesetzt wurde, dass die Gruppe sich gegenseitig festhielt. Niemand fiel hin, jeder hielt jeden fest. Alle zogen, im wahrsten Sinne des Wortes, an einem Strang – ein tolles Gefühl. Die Botschaft ist angekommen: „Zusammen sind wir stark!“.
