Allgemeine Berichte | 06.02.2017

Änderungen in der Evangelischen Kirchengemeinde wurden in der Gemeindeversammlung verkündet

Kirche rückt noch mehr in den Mittelpunkt der Gemeinde

Bauliche Planungen an Kirche und Pfarrhaus, Finanzsituation und geänderte Gottesdienstzeiten - all das wurde in der Gemeindeversammlung der Ev. Kirchengemeinde Oberwinter verkündet. AB

Oberwinter. Die Planungen zum Umbau und der Renovierung des alten Pfarrhauses und der Kirche, die Finanzsituation, personelle Veränderungen und geänderte Gottesdienstzeiten waren Themen der Gemeindeversammlung der Evangelischen Kirchengemeinde Oberwinter in der Pfarrkirche. Allerseits gab es Lob von den Gemeindemitgliedern. Nur die geänderten Gottesdienstzeiten wurden nicht so gut aufgenommen. Dazu betonte Pfarrer Michael Schankweiler, dass die Evangelische Kirche im Rheinland den Ortsgemeinden trotz steigender Einnahmen einen rigiden Sparkurs verordnet habe. Immobilien seien verkauft und Pfarrstellen reduziert worden. In den Gemeinden Oberwinter und Remagen-Sinzig sei faktische eine halbe Pfarrstelle gestrichen worden. Oberwinter mit nur 1200 Gemeindemitgliedern sei nach neuen Bemessungsgrundlagen überbesetzt, Remagen-Sinzig strukturell unterbesetzt. Das solle laut Schankweiler durch die Änderung ein dauerhafter Ausgleich geschaffen werden. Da aber „Abgeben“ und „Neuordnen“ nun einmal schwere Geschäfte seien, hätten sich die Presbyterien als Entscheidungsgremium für eine Beratung durch die Fachleute der Landeskirche entschieden. Das Ergebnis könne sich laut Schankweiler sehen lassen, denn es garantiere den beiden Gemeinden mit ihren drei Kirchen „eine dem Personalspiegel ausgeglichene optimale Versorgung“. Jedes Wochenende kann weiterhin in allen drei Kirchen Gottesdienst gefeiert werden, allerdings zu dem Preis, dass der Beginn der Sonntagsgottesdienste im jährlichen Wechsel von 9.30 Uhr und 11 Uhr variieren kann. Jeder müsse verstehen, so Schankweiler, dass die jahrelange Mehrbelastung der Remagen-Sinziger Pfarrerinnen mal ein Ende haben muss und man endlich den Mut fast, gute Beratungsergebnisse auch umzusetzen. „Nicht Unmut, sondern Mut, Fantasie und Rückenwind durch die Gemeinden sind jetzt gefragt“, so der Oberwinterer Pfarrer.

Geänderte Gottesdienstzeiten ab April

Die geänderten Gottesdienstzeiten gelten ab April. Für Oberwinter bedeutet das, dass jeden ersten Sonntag im Monat ein Vorabendgottesdienst um 18 Uhr sowie jeden zweiten, dritten und vierten Sonntag ein Gottesdienst um 9.30 Uhr beginnt. Jeden fünften Sonntag soll es um 10 Uhr an wechselnden Orten einen zentralen Gottesdienst geben. Das Presbyterium will im Sommer bewerten, ob die neue Regelung funktioniert oder eine erneute Änderung erfolgen soll.

Eingangs der Versammlung stellte Pfarrer Schankweiler die neue Leiterin der Kindertagesstätte „Unter dem Regenbogen“, Anne Kathrin Bodag, offiziell der Gemeinde vor. Kirchenmeisterin Bahia Mourad-Assenmacher gab einen Überblick über die Finanzen der Gemeinde. Da nach Einführung der kaufmännischen Buchführung die Prüfungen noch andauerten, lägen noch keine Bilanzen vor. Nach dem Stand von 2013 verfüge die Gemeinde über Rücklagen von 552 000 Euro. Hinzu komme der Erlös aus dem Verkauf des Gemeindehauses von 220 000 Euro. Der Gesamthaushalt für das Jahr 2017 liege bei 973 639 Euro. Die geplanten Einnahmen belaufen sich auf etwa 913 000 Euro. Bei den Ausgaben liegen die Personalkosten bei 503 000 Euro.

Umbau- und Renovierungsmaßnahmen

Thomas Dackweiler informierte als Kirchbaumeister im Presbyterium über die geplanten Umbau- und Renovierungsmaßnahmen. Die Außenfassade und die Wände in der Kirche sollen einen neuen Anstrich erhalten und die Kirchenfenster an den Stirnseiten restauriert werden. Die Beleuchtung und die elektrische Steuerungsanlage sollen erneuert werden. Die Orgel soll gesäubert, gestimmt und die Lautstärke angepasst werden. Laut Gutachten seien dafür zwischen 50 000 und 60 000 Euro zu veranschlagen. Insgesamt soll die Kirche zu einer zentralen Versammlungsstätte ausgebaut werden. Auch das alte Pfarrhaus soll barrierefrei umgebaut werden. Unter anderem sollen die Küche und das Pfarrbüro verlegt werden. Desweiteren soll ein Durchbruch zum Kindergottesdienstraum erfolgen und die Außenfassade gestrichen werden. Für Renovierungs- und Umbauarbeiten sind im aktuellen Haushalt 84 000 Euro vorgesehen. Die Höhe der Gesamtkosten steht noch nicht fest. Mit dem Ausbau der Kirche zu einer zentralen Versammlungsstätte rückt das Gotteshaus noch mehr in den Mittelpunkt in der Gemeinde.

AB

Bauliche Planungen an Kirche und Pfarrhaus, Finanzsituation und geänderte Gottesdienstzeiten - all das wurde in der Gemeindeversammlung der Ev. Kirchengemeinde Oberwinter verkündet. Foto: AB

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