Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK

Neuer Bildband über Gotteshäuser in der Verbandsgemeinde Brohltal erschienen

Kirchen, Kapellen, Kreuze

Walter Müller fesselte bei der Vorstellung seines neuen Buches das Publikum

Kirchen, Kapellen, Kreuze

Walter Müller bei der Buchvorstellung im Wappensaal des Rathauses Niederzissen.Foto: HG

22.11.2013 - 09:00

Niederzissen. „Vor Jahren hätte ich mit dem Thema nichts anfangen können“, sagte Walter Müller. Als Kenner der Vulkanologie und Geologie, heimischer Flora und Fauna sowie der Burgen in der Eifel hat sich der pensionierte Bundeswehroffizier durch zahlreiche Vorträge, Führungen und Veröffentlichungen hervorgetan. Aber im vollen Wappensaal des Niederzissener Rathauses wurde er nicht müde zu betonen, welch spannendes Feld ihm zuletzt „Kirchen, Kapellen und Kreuze in der Verbandsgemeinde Brohltal und Nachbarorten“ eröffnet haben. Unter diesem Titel präsentiert er in seiner jüngsten Veröffentlichung auf 344 Seiten 72 Kirchen und Kapellen in 39 Orten. Neben den Gotteshäusern kommen auch Kreuze ins Visier und werden religiöse Hintergründe beleuchtet.


Vielfältige religiöse Zeugnisse


Anschaulich gestaltet ist der gewichtige Band durch die ungewöhnlich hohe Anzahl von 1343 Abbildungen. Da Müller nicht nur die Texte verfasste, sondern auch die meisten Fotos selbst aufnahm, konnte er bei der Buchvorstellung aus dem Vollen schöpfen und das Publikum mit stetig neuen An- und Einsichten zu einer ebenso aufschlussreichen wie kurzweiligen Reise durch die vielfältige Kirchen- und Kapellenlandschaft der Region mitnehmen. Dabei galt sein Dank „unzähligen Pfarrern, Küstern und hochbetagten Bürgern“, die ihm mit wertvollen Auskünften halfen, Wissen, das sonst verloren gegangen wäre. Dankbar ist er zudem der Verbandsgemeinde, die das Werk herausgegeben hat, außerdem den Sponsoren Kreissparkasse Ahrweiler, Volksbank RheinAhrEifel und den Energieunternehmen EVM und RWE. Ohne sie wäre das Buch nicht zum niedrigen Preis von 16,90 Euro unter die Leser gekommen.


„Lassaulxscher Zahnstocher“


Reich ausgestattet mit Gotteshäusern ist Burgbrohl mit der neuen Pfarrkirche St. Johannes der Täufer, dem alten profanierten Gotteshaus, der Evangelischen Apostelkirche und der Kapelle des Krankenhauses St. Josef. Die neogotische Pfarrkirche und die neoromanische Apostelkirche sind die einzigen Kirchen in der Umgebung, die aus den beiden vulkanischem Gesteinen Lavakrotzen und Tuff erbaut worden sind. Bei der St. Martinskirche im Ortsteil Oberlützingen, die Johann Claudius von Lassaulx entwarf, macht Müller auf den sehr spitzen Turmhelm aufmerksam, den sogenannten „Lassaulxschen Zahnstocher“. Natürlich würdigt er die kostbare Barockausstattung der Pfarrkirche St. Potentinus in Wehr sowie Kloster und Abteikirche in Maria Laach, auch informiert er über die Nikolauskapelle und die Johanneskapelle.


St. Ottilie half gegen Erblindung


Der Autor hat kein Dorf übergangen. So widmet er sich der schmucken St. Sylvester-Kapelle und der Friedhofskapelle in Brenk, der kleinsten Ortsgemeinde in der VG Brohltal. Er nimmt die Gleeser St.-Brictius-Kapelle von 1753 in den Blick, St. Rochus in Galenerg von 1729 mit dem denkmalgeschütztem Zwiebelturm, die Kapelle der 14 Nothelfer im Kempenicher Ortsteil Engeln wie das dortige St. Ottilienkapellchen, welches der Schmied Peter Porz, der zu erblinden drohte, zum Dank für Verschonung 1857 erbaute. Die Architektur findet Beachtung, aber auch das Innenleben mit Altären, Bodenbelägen, Heiligenfiguren, Glasfenstern, Kreuzwegen, Taufsteinen, Glocken und liturgischen Gewändern. Daneben sind Grabsteine und immer wieder Kreuze in den unterschiedlichsten Ausführungen aufgeführt. Vieles ist heute nicht mehr, wie es einmal war. Altäre wanderten in andere Gotteshäuser, Gemälde wurden ersetzt und manche künstlerische Ausstattung hat man zerpflückt und die Teile anders wiederverwendet. So erging es den Darstellungen der Evangelisten auf der Kanzel von St. Germanus, Niederzissen. Sie schmücken heute eine Wand im alten Chor. Als „Geschenk an die Region“ versteht Walter Müller seinen Bildband. Zu Recht, denn er bietet einen umfassenden farbigen Überblick über die Kirchen und Kapellen des Brohltals. Das Buch, das in der Tourist-Information Brohltal erhältlich ist, lädt ein zu eigenen Erkundungen und Vertiefungen und zum Besuch der Gotteshäuser, „sei es“, so der Autor, „um einem Gottesdienst beizuwohnen, oder auch nur, um eine Weile Ruhe zu finden, sich zu entspannen und wieder gestärkt den Forderungen des Alltags zu begegnen“.

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Kommentare

Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
Weitere Artikel

KG Blau-Weiß Neuenahrer Schinnebröder

Senatoris op Jöck

Bad Neuenahr. Die Senatoris um Präsident Dr. Rainer Böhm, Engelbert Felk, Jochen Hülsmann, Josef Rosenstein und Rainer Jakobs bestiegen die „Senatoris-Kutsche“. Ziel der Bildungsreise war die Region Steigerwald, Unterkunft in Oberscheinfeld-Prühl. mehr...

Fußball Bezirksliga Ost – Saison 2016/17

Deutliche Heimpleite der SG Elbert

Elbert. Die SG Elbert wartet weiter auf seinen ersten Torerfolg in der Bezirksliga Ost. Beim Besuch des Spitzenreiters aus Wissen bezahlten die Kombinierten reichlich Lehrgeld und unterlagen am Ende deutlich mit 0:5. „Wir haben in der ersten Stunde die Partie deutlich dominiert und daher auch in der Höhe verdient gewonnen“, war Wissens Coach Dennis Reder mit dem Auftritt seiner Mannschaft hochzufrieden. mehr...

Kulturverein Mittelahr

Kunst im Rathaus

Altenahr. Das Rathaus der Verbandsgemeinde Altenahr entwickelt sich immer mehr zum Kunsttempel. Seit über zwei Jahrzehnten lädt der Kulturverein Mittelahr immer wieder bildende Künstler aus der Region und darüber hinaus an die Ahr ein, um ihre Werke im Altenahrer Rathaus zu präsentieren. Am Samstag, 17. September um 18.30 Uhr ist es Alexander Steffes aus Bergisch Gladbach, der seine Literaturbilder persönlich vorstellt. mehr...

Bendorfer Tennisverein 81 lädt zum Ortsvereins- und Firmencup ein

Tennis für alle

Bendorf. Der Bendorfer Tennisverein BTV81 lädt alle tennisspielenden Mitarbeiter bzw. Mitglieder von Firmen und Vereinen aus Bendorf und Umgebung zum Ortsvereins- und Firmencup ein. Dafür können sich Mannschaften aus Hobbyspielern melden, die aus zwei bis vier Spielern besteht. Natürlich kann jeder Verein /Firma auch mehrere Mannschaften melden. Das Turnier findet am Samstag, 17. September ab 10.30 Uhr auf der Vereinsanlage in der Brauereistraße in Bendorf statt. mehr...

Pfarrei St. Quirinus Langenfeld

Ehrenamtlicher Einsatz gewürdigt

Langenfeld.Vor Kurzem hatte der Pfarrgemeinderat zur öffentlichen Sitzung in den Sitzungssaal der Gemeinde Langenfeld geladen. Erfreulich war wieder der Zuspruch der Gemeindemitglieder, die der Einladung gefolgt waren. Das ausführliche Protokoll der Sitzung kann auf der Internet-Seite der Pfarrgemeinde www.Pfarrei-Langenfeld.de unter dem Punkt Gremien/Pfarrgemeinderat Langenfeld/Protokolle gelesen werden. mehr...

Fußball-Bezirksliga Ost – Saison 2016/17

Montabaur punktet in Weitefeld

Weitefeld. Eine Partie ohne Höhepunkte sahen knapp 150 Zuschauer beim Bezirksligaspiel zwischen der SG Weitefeld-Friedewald und dem TuS Montabaur. Am Ende konnten dann alle Beteiligten damit auch gut leben. „Bei solchen Temperaturen kann man keinen offenen Schlagabtausch erwarten“, gab sich Weitefelds Jörg Mockenhaupt diplomatisch bei der Analyse der Leistungsdaten. Auch sein Gegenüber Benedikt Lauer hielt sich mit großer Kritik an der Vorstellung zurück. mehr...

DJK-Bendorf

Heiß, heißer - viertes Basketball Sommercamp

Bendorf. Am heißesten Wochendende des Jahres kamen zwölf Jungen und Mädchen der DJK-Bendorf zwei Tage lang in der Sporthalle der Karl-Fries-Schule zusammen, um ihr Können im Basketball zu verbessern. Nach dem Verteilen der schon zur Tradition gewordenen Camp T-Shirts, wurden die Kinder in Gruppen eingeteilt und schon ging es los. Durch die Trainer Mike Staudt, Oliver Beschow, Stefan Suderland, Markus... mehr...

Anzeige
Kommentare
Helmut Gelhardt:
Sehr geehrter Herr Mueller, ja Sie haben recht: Der rheinland-pfälzische Zustand ist nicht ideal. Zur Vollkommenheit fehlt sicher noch vieles! Aber haben Sie sich einmal gefragt, welche politischen Gruppen seit 1982 - seit der 'Geistig-moralischen Wende' von Ex-Bundeskanzler Kohl, Ex-Bundeswirtschaftsmini- ster Otto Graf Lambsdorff, Ex-Bundesbankpräsident Tietmeyer in Anlehnung und Fortsetzung des Thatcherismus und Reaganismus am allermeisten bundesweit den schlanken Staat gefordert und es zu einer Skelettierung des Staates gebracht haben? Heute rufen genau diese Gruppen wieder am allermeisten nach mehr Polizei, mehr Sicherheit und Ordnung, mehr Lehrer - alles richtig! Finden Sie das aber nicht sehr heuchlerisch?! Schwarze Nullen werden gefordert - koste es was es wolle. Schuldenbremsen werden rigoros durchgesetzt - aber nur über die Ausgabenseite! Sinnvolle, angemessene, sozial gerechte Steuererhöhungen werden verteufelt. Marktkonforme Demokratien gefordert! Helmut Gelhardt, Neuwied
juergen mueller:
Ampel nach Rot wieder auf Grün? Nach der Rotphase wäre das auch zu wünschen. Was die innere Sicherheit betrifft, so sollte man sich hier mit zuviel Eigenlob zurückhalten, denn Eigenlob stinkt bekanntlich. Und was heisst hier überhaupt "vorausschauend" gehandelt und "Rekord-Niveau"? Nachdem man den Polizeibestand rigoros und sträflich herunter bis auf ein die Sicherheit gefährdendes Niveau reduziert hat, jetzt von einem neuen Rekord-Niveau zu sprechen, ist reine Polemik in Sachen Wiedergutmachung. Was man dem verbleibenden Polizeibestand ohne Rücksicht auf die Vielfalt der steigenden polizeilichen Aufgaben damals zugemutet hat, war (und ist noch) unverantwortlich. Herr Lewentz (er kann froh sein noch im Amt zu sein) sollte wissen, dass diese angestrebten 500 nach dem vorangegangenen Abbau "tausender" Stellen nur ein Tropfen auf dem heissen Stein ist und es "JAHRE" dauert, wieder den "alten" Sicherheitsstandard zu erreichen, einen Standard, den es weiter auszubauen, Pflicht ist.

Wenn Gaffer nur zusehen, statt zu helfen

Dirk Both:
Ihr habt nicht unrecht, ich haette auch am liebsten alle Gaffer fotografiert, aber dann waer wieder einer gekommen vonwegen persoenlichkeitsrechte. zeit war eh keine dazu. also bliebs nur bei meinem bitten wenigstens nen krankenwagen zu rufen wo nichtmal jemand faehig zu war. und bei der fluktuation menschen hab ich fast gedacht das halb mayen vorbeiging. auf meiner chronik hab ich mir natuerlich luft verschafft weil sowas nicht sein darf. is aber nicht meine art so zu reden. in der regel nicht zumindest mal nicht ;)
Nico:
Es wäre vielleicht auch ein Statement den Gaffer wegen unterlassener Hilfeleistung anzuzeigen, anstatt seine Bilder für einen interessanten Artikel zu verwenden.
juergen mueller:
Super Herr Both und beispielhaft. Aber ärgern bringt nichts. Eines hilft sicher. Von denjenigen, die mit ihren Handy`s Fotos machten und denjenigen, die man nur als GAFFER bezeichnet, ebenfalls Fotos machen und in`s Netz stellen.

Gedächnis- führung

juergen mueller:
Gedächtnis-führung - ganzheitliches Gedächtnistraining. Finde ich gut und ausbaufähig. Könnte man auch einigen Stadtpolitikern der beiden großen Parteien anbieten, d.h., eine Tour an örtliche Gegebenheiten (können auf Wunsch gerne genannt werden), die sie "vor Jahren" zum Anlass genommen haben, wieder einmal großmundige Versprechungen zur Behebung der anstehenden Probleme abzugeben, deren Einlösung allerdings einfach vergessen haben. Taten sind Früchte - Worte nur Blätter. Ich finde, entweder hält man sein Wort oder einfach seinen Mund. Ich gehe auch mal davon aus, dass eine solche "Führung" kostenlos ist/wäre, was den Betroffenen doch auch entgegenkommen würde. .
Regionale Kompetenzen
 
Lesetipps
GelesenBewertet