Klänge und Märchen für den Frieden
Ahrweiler. Am 24. Januar, dem Samstag vor dem Internationalen Holocaustgedenktag am 26.Januar, gestalten der Pianist Thomas Lambrich (Hamburg/Suvereto) und die Märchenerzählerin Anke Stentzel (Osnabrück) in der Ehemaligen Synagoge Ahrweiler um 19:30 Uhr einen musikalischen Märchenabend für Erwachsene. In ihren Erzählungen aus aller Welt geht es zu diesem besonderen Anlass vor allem um das Thema Frieden. Thomas Lambrich wird die Märchen mit Musikstücken seines Albums „fæden“ untermalen.
Die Klänge und Märchen sind getragen von dem Geist, dass alle Menschen, alle Orte und Dinge auf der Welt und darüberhinaus durch unsichtbare Fäden miteinander verbunden sind. Manche Fäden sind dünner, manche sind dicker, manche Fäden bleiben ewig im Verborgenen, andere treten irgendwann zu Tage. Sie existieren auch dann weiter, sollten sie irgendwann einmal abgeschnitten werden. Durch dieses unendliche Netz von Fäden ist alles mit allem zu einem großen Ganzen verbunden, wird alles eins.
Anke Stentzel, verheiratet und Mutter einer Tochter und zweier Söhne sowie Oma einer kleinen Enkeltochter, ist leidenschaftliche Märchenerzählerin. Nach Tätigkeiten in verschiedenen Berufsfeldern, unter anderem fast 20 Jahre als Grundschullehrerin, hat sie eine Ausbildung zur Märchenerzählerin und eine zweite Qualifikation „Heilsames Erzählen“ abgeschlossen. Mit ihrem Märchenkoffer besucht sie Märchenbegeisterte in Schulen, Kindertagesstätten, Krankenhäusern und anderen Einrichtungen. Insbesondere bietet sie spezielle Märchenprogramme für Erwachsene dar. „Märchen für Erwachsene sind eine Gelegenheit, sich in die Welt der Fantasie zurückzuziehen, zur inneren Reflexion angeregt zu werden und sich von den zeitlosen Weisheiten der Geschichten berühren zu lassen“, verspricht Anke Stentzel.
Thomas Lambrich ist Komponist und Pianist aus Hamburg und Suvereto (Toskana). Er lernte bereits als Kind neben Klavier auch Cembalo und Kirchenorgel. Es waren die Kompositionen Johann Sebastian Bachs, die ihn besonders faszinierten. Obwohl die Musik die erste große Liebe seines Lebens war, fehlte ihm der Mut, sie zu seinem beruflichen Mittelpunkt zu machen. Zwischenzeitlich verlor er sie ganz aus dem Blick. Durch eine wundervolle Fügung hat er dem Klavier vor einigen Jahren wieder den zentralen Platz in seinem Leben gegeben. Sein Debut-Album „Suoni di colore“ hat er am 3. Mai 2024 in der Ehemaligen Synagoge Ahrweiler präsentiert. Nach weiteren Single-Veröffentlichungen erschien im Juni dieses Jahres sein zweites Album „fæden“, aus dem er an diesem Abend spielen wird. Er erklärt: „Ich möchte die Menschen mit meiner gefühlvollen Klaviermusik zu einer Klangreise einladen, die sie für einige Momente in die Stille und damit zu sich selbst führt.“
