Kläppern in Arft: Gemeinschaft erleben
Arft. In Arft wird dieser alte Brauch lebendig gehalten und ist ein fester Bestandteil insbesondere in der Karwoche aber auch im Gemeindeleben.
In diesem Jahr traf sich die Kläpper-Community am Karfreitag erstmalig an der Arfter Dorfkapelle „Heilige Dreifaltigkeit“ und erhielt dort den Segen von Herrn Diakon Martin Nober. Anschließend zogen die Kinder, Jugendli¬chen und Erwachsenen an diesem Tag und an Karsamstag jeweils mittags und abends durch die Straßen des Ortes und riefen hierbei zu den entsprechenden Zeiten ihre Sprüche. Das laute Kläppern und Ratschen erzeugten einen weithin hörbaren „Lärm“, um das Schweigen der Kirchenglocken (von Gründonnerstag bis zur Osternacht schweigen die Kirchenglocken, da sie „nach Rom fliegen, um dort gesegnet zu werden“) zu überbrücken.
Zu einem festen Ritus ist auch das Mittagessen an beiden Tagen geworden. Nach dem Mittagskläppern wurde sich im Arfter Bürgerhaus getroffen und sowohl das Essen (es gab vom Heimat- und Kulturverein gespendete Pizzen, Kalt- und Warmgetränke und es wurde Kuchen spendiert) als auch die Ge¬meinschaft genossen.
Als Dank für ihren Dienst und ihr Engagement revanchierte sich die Arfter Dorfbevölkerung bei der Kläpper-Gemeinschaft mit großzügigen Süßigkeiten- und Geldspenden.
Es ist etwas Besonderes, mit den Kläppern und Ratschen durch die Straßen von Arft zu ziehen; es fördert den Zusammenhalt sowie das Wir-Gefühl, und die Tradition wird trotz moderner Zeiten in unserer Gemeinde von den Mitwirkenden hochgehalten und weitergetragen. Es wird von allen Beteiligten als eindrucksvolles und positiv besetztes Ereignis empfunden, trotz des ernsten Hindergrundes der Karwoche.
