Jugendfeuerwehr probt großen Einsatz in Pech
Kläranlage Pech als Übungsobjekt
Jugend arbeitet gut abgestimmt zusammen
Wachtberg. Samstagmittag in der Feuerwehrwache Niederbachem. Die Jugendgruppen der Feuerwehren aus Adendorf, Arzdorf, Berkum, Fritzdorf, Niederbachem und Pech haben sich in der Niederbachemer Wache zu einer Großübung versammelt.
Um 13:35 Uhr wird der Alarm ausgelöst. Ab jetzt wird es spannend für die rund 40 Nachwuchsfeuerwehrleute. Nur 10 Minuten brauchen sie, bis sie mit Ihren Betreuern in den Feuerwehrfahrzeugen am Einsatzort sind. Kurz nach ihnen trifft das DRK ein, das sich an der Übung beteiligt.
Wie im echten Einsatz haben die Feuerwehrleute unterwegs nur wenige Informationen erhalten. Vor Ort erklärt der Löschgruppenführer aus Niederbachem, Rainer Kirchner, das Szenario: „Wir haben einen Brand nach einer Explosion. Unbekannte Flüssigkeiten laufen aus, es gibt starke Rauchentwicklung und eine vermisste Person im Gebäude.“
Es dauert nicht lange, bis die Kinder und Jugendlichen sich untereinander abgestimmt haben. Wie im echten Einsatz arbeiten sie zusammen, gleichgültig, ob sie sich kennen oder nicht.
Die Organisatoren sind zuversichtlich, die Nachwuchskräfte arbeiten weitestgehend selbstständig.
„In der Stresssituation zu entscheiden, was jetzt zuerst gemacht werden muss, sich richtig einzuteilen, die Trupps aufeinander abzustimmen, das ist gar nicht so einfach“, erklärte Michael Ruck, Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Wachtberg. Schon schlüpfen die einen in Chemieschutzanzüge, die anderen in Schutzanzüge mit Atemschutzgeräten.
Während ein Trupp die unbekannte auslaufende Flüssigkeit löscht, macht sich der andere für den Zugang in die Halle bereit.
Kurze Zeit später hat eine Gruppe aus Leitern eine Auffangwanne für die gefährliche Flüssigkeit gebaut. Eine andere Gruppe hat das Feuer bereits gelöscht.
Der junge Feuerwehrmann an der Atemschutzüberwachung kontrolliert regelmäßig, wie viel Luft seine Kameraden in der Halle noch haben. „Eigensicherung geht immer vor“, erklärt Michael Ruck. Deshalb bekommt der Suchtrupp von außen Bescheid, wenn die Luft knapp wird.
Dazu kommt es jedoch nicht, die Tür öffnet sich kurz und der Dummy, der ersatzweise für die vermisste Person in der Halle gelegen hatte, wird fachgerecht aus der Gefahrenzone gerettet. Kurz darauf hört man den Funkspruch des DRK: „Patient ist aufgenommen.
Wir fahren mit ihm ins Krankenhaus.“ Die Organisatoren sind mit dem Ablauf zufrieden.
Wie ein echter Patient wird der Dummy vom DRK in Empfang genommen.
Der Atemschutztrupp dringt zum Brandherd vor. Foto: Petra Reuter
Der Dummy wird fachgerecht gerettet. Foto: Petra Reuter