Konzertorchester Koblenz
Klangfestival begeisterte
Koblenz. Das Konzertorchester Koblenz lud zum „Klangfestival“ ein und hatte gleich zweifachen Grund zum Feiern. Zum einen war es nach zwei Jahren Coronapause das große Comeback des Orchesters in der Rhein-Mosel-Halle Koblenz und zum anderen ein feierlicher Rahmen, dort das 50-jährige Bestehen zu feiern.
Mit dem tiefen Klang der Kemper-Saalorgel wurde das Konzert mit „Also sprach Zarathustra“ von Richard Strauss eröffnet. Nach dieser kurzen, aber voluminösen Eröffnung ging es mit „Japanese Tune“ auf eine kurze Reise nach Japan. Bei diesem etwas „speziellen“ Werk, konnte das Orchester zeigen, wie facettenreich und nuanciert ein sinfonisches Blasorchester klingen kann. Als eines der vielen Glanzlichter des Abends überzeugte Carina Diefenthal als erste Solistin mit „Gabriel’s Oboe“ von Ennio Morricone (das Hauptthema des Films „The Mission“). Kaum waren die gefühlvollen Klänge der Oboe verklungen, ging es direkt weiter den bekanntesten Liedern aus „Das Dschungelbuch“. Mit dem Klassiker „What a Wonderful World“ von Louis Armstrong, sorgte Fabian Sayn mit seinem Flügelhorn für bewegte Momente und stellte ein weiteres Highlight des Abends dar. Auch der musikalische Leiter des Orchester Christoph Engers, brillierte technisch filigran auf der Saalorgel der Rhein-Mosel-Halle die Toccata aus der 5. Sinfonie von Charles-Marie Widor. Begleitet wurde er mit einem, aus eigenen Reihen angefertigten, explizit auf das Orchester zugeschnittenen Arrangements. Die zweite Hälfte des Konzertes eröffnete das Orchester mit einer rasanten Zugfahrt von London nach Venedig mit Philip Sparkes „Orient Express“. Mit „You Raise Me Up“ schloss sich die vorletzte solistische Darbietung des Abends an, in welchem Julia Weinmann mit sanften und ausdrucksstarken Klängen auf ihrem Sopransaxophon für weitere Gänsehautmomente sorgte. Bei „Generation Golf“, einem Medley aus den 1980er Jahren, zeigte das Orchester, dass es durchaus auch rockig kann. Verstärkt durch den Klang einer E-Gitarre (gespielt von Jannik Hischke) wurden u.a. die Hits „The Final Countdown“ und „Wake me up before you go-go“ dargeboten. Abgerundet wurde dieser letzte Teil des Konzertes durch Queens „Bohemian Rhapsody“, gefolgt von den größten Hits von Udo Lindenberg im Medley „Panik“. Dabei gaben die Musiker mit „Hinterm Horizont“ einen Hoffnungsschimmer auf bessere Zeiten. Natürlich lies das Publikum das Konzertorchester Koblenz nicht ohne Zugaben von der Bühne. Nach der gefühlvollen Ballade „Amazing Grace“ schloss sich „Das große Tor von Kiew“ an, bei dem Marco Leicher als Solist an der Orgel zu hören war und dem Jubiläumskonzert ein klangvolles Finale bereitete. Moderiert wurde das Programm durch Bernhard Meffert, der gekonnt mit Charme, Witz und Finesse einzelne Stationen der Vereinsgeschichte beleuchtete und mit den dargebotenen Werken verband. Es war ein toller Konzertabend, der sicher bei allen ZuhörerInnen noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Pressemitteilung des
Konzertorchesters Koblenz
