Seltenes Konzert im Köllenhof
Klassische Stücke im neuen Tonkleid
SpiegelBild kombiniert ungewöhnliche Instrumente
Wachtberg. Akkordeon, Klavier und Saxofon? Wie kann das zusammenpassen? Das zeigte das Trio SpiegelBild erneut in einem der seltenen Konzerte der drei Musiker im Köllenhof. Rund 40 Besucher freuten sich auf die bereits im Vorjahr mit viel Applaus gefeierten aufstrebenden Künstler. Abwechselnd moderierten Xavier Larsson, Vadim Baev und Konstantin Zvyagin den Abend.
Der erste Teil des Konzerts war voll und ganz den „Jahreszeiten“ von Tschaikowsky gewidmet. Alle zwölf Stücke des Originals erklangen mit frischer Interpretation in der ungewöhnlichen Besetzung. Außerdem hörte das Publikum nach der Pause „Milonga del Angel“, „La Muerte del Angel“ und „La Resurrecciòn del Angel“ von Piazolla. Aus der Feder von Martin Brenne stammte das eigens für diese Besetzung geschriebene Stück „Arabeske“. Zusätzlich hatten die jungen Musiker zeitgenössische Stücke im Gepäck.
Das Trio begeistert bereits seit zwei Jahren sein Publikum mit der ungewöhnlichen Instrumentalkombination. Im Jahr zuvor hatten die Konzertbesucher in Wachtberg eine Suite aus „Bilder einer Ausstellung“ von Mussorgsky gehört. Die meisten Stücke schreiben sie selbst um, weil die Klassiker im Original in der Regel nicht für diese Besetzung vorgesehen waren, erklärte Zvyagin. Bald geht es wieder auf Konzertreise, dieses Mal nach Vologda in Russland. Das nächste Konzert in Deutschland wird am 13. Oktober in der Kunigunde Kirche in Köln Nippes zu hören sein.
Konstantin Zvyagin intoniert am Piano Nuancen der Klassiker. Foto: Petra Reuter