Der 14. Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr Remagen stand unter dem Motto:
„Kleine Helden große Ziele“
Bei zahlreichen Einsätzen erlebten die Jugendfeuerwehrleute in 24 Stunden, was es heißt Berufsfeuerwehrmann oder -frau zu sein
Remagen. Wie sieht ein klassischer Arbeitstag bei der Berufsfeuerwehr aus? Das konnten die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Remagen am dritten Wochenende im Oktober hautnah erleben.
Unter Leitung von Jugendfeuerwehrwart Dirk Schorn und seinem Stellvertreter Kai Bandt, Betreuer Janis Goeckler, Thomas Monschau, Yannic Moser und Sören Frank fand bereits zum 14. Mal der 24-stündige Berufsfeuerwehrtag statt, bei dem neben zahlreichen Einsätzen aller Art auch Dienstsport, Ausbildung und natürlich der Spaß nicht zu kurz kamen.
Samstagmorgen, 10:30 Uhr: Zunächst erhalten die Jugendfeuerwehrmitglieder den Dienstplan und erfahren die Einteilung in zwei Gruppen.
Gruppenführer, Angriffstrupp, Wassertrupp, alle Positionen werden fest vergeben, anschließend überprüfen die jungen Wehrleute die Ausrüstung und Fahrzeuge.
Die ersten Einsätze gehen bereits vor dem Mittagessen ein. Ein Rohrbruch mit viel Wasser im Keller muss beseitigt werden. Nach einer gemeinsamen Stärkung im Gerätehaus auch mit den aktiven Feuerwehrmitgliedern zur Mittagszeit und weiteren Einsätzen, wurde dann mit den aktiven Kameraden geübt. Hier wurde gezeigt, wie ein Sprungretter eingesetzt und verwendet wird beim Einsatz und was zu beachten ist, es wurde die Drehleiter und der HLF mit ihren vielseitigen Aufgaben den Kids erklärt und gezeigt. Auch wurden die Brandklassen und das Vorgehen mit einem Feuerlöscher gezeigt und geübt. Nach dieser tollen Übung mit Jung und alt und dem Kennenlernen untereinander wurden dann weitere Einsätze wie Containerbrand, Person hinter verschlossener Tür und ein Verkehrsunfall mit Verletzten von den Kids abgearbeitet.
Einsatz im Toom Baumarkt
Nun folgte um circa 19:16 Uhr der umfangreichste Einsatz des Wochenendes. Bei dem Toom Baumarkt wurde eine Qualmentwicklung im Außenlager gemeldet. Die Jugendlichen rücken mit einem Tanklöschfahrzeug, einem Mannschaftstransportfahrzeug und dem Kommandowagen aus. Der Staffelführer Maurice Kensbock und Gruppenführer Kevin Rollheiser hatten nach der Erkundung, die Lage mit ihren Mannschaften voll im Griff, es war ein Palettenstapel in Brand geraten mit zwei Verletzen Personen. Zur Versorgung von den Verletzten forderte der Einsatzleiter das DRK an. Mit Atemschutzgeräten, speziellen Attrappen für die Jugendlichen, gingen zwei Trupps zur Menschenrettung und Brandbekämpfung vor. Schnell fanden sie die verletzten Personen, dargestellt durch ehemalige Mitglieder der Jugendfeuerwehr Remagen und retteten diese aus dem Gefahrenbereich. Anschließend mussten die Verletzten versorgt werden. Brandwunden hat die Schminkgruppe der DLRG realistisch dargestellt. Auch der stellvertretende Einheitsführer Guido Lenz schaute sich die Übung der Nachwuchskräfte an.
Nun gab es nach getaner Arbeit ein deftiges Abendessen, was durch die Karnevalsgruppe Schorn zubereitet worden war.
Bis in die späten Abendstunden rücken die Jugendfeuerwehrleute noch mehrmals zu Einsatzübungen aus. Mülleimerbrand, ausgelöster Heimrauchmelder oder ein Wasserrohrbruch sind nur einige der Einsatzanlässe. Sonntags wurde gemeinsam gefrühstückt, für die letzten zwei Einsätze waren alle wieder bei Kräften. Zuletzt wurden die Fahrzeuge überprüft und aufgerüstet.
Positive Bilanz
Nach 24 Stunden zog Dirk Schorn zufrieden Bilanz: „Nach 14 Jahren hat ein Generationswechsel stattgefunden, Jugendfeuerwehrmitglieder von damals sind nun in der Einsatzabteilung aktiv. Der Berufsfeuerwehrtag ist stets einer der Höhepunkte im Kalender der Jugendfeuerwehr und die Durchführung ist nur möglich, weil uns zahlreiche Helfer unterstützen.“
Mitglied in der Jugendfeuerwehr können alle Jugendlichen zwischen 10 bis 16 Jahre werden. Interessierte melden sich bitte bei Dirk Schorn Tel. (01 71) 26 60 136. Infos auch unter www.feuerwehr-remagen.de.
AB
Die verletzte Person wurde fachmännisch versorgt.
Die Jugendfeuerwehr übte auch einen Einsatz mit Atemschutzmasken.
