Allgemeine Berichte | 07.06.2021

Klimaschutz – was die Stadt Sinzig unternimmt

Bürgermeister Andreas Geron. Foto: Martin Gausmann

In seinem epochalen Beschluss zum Klimaschutz hat das Bundesverfassungsgericht intergenerationelle Gerechtigkeit angemahnt. Wir dürfen die Bewältigung der Folgen unseres Handelns nicht der künftigen Generation überlassen. An dieser Aufgabe arbeitet die Stadt Sinzig sehr intensiv. Hierfür wurde eigens eine Klimaschutzmanagerin eingestellt.

Eine wesentliche Aufgabe unseres Klimaschutzmanagements stellt die Beratung der interessierten SinzigerInnen dar. Themen wie Sanierung der eigenen Heizungsanlage, Errichtung von privaten PV-Anlagen, energetische Sanierung oder Elektromobilität sind nur einige Beispiele rund um die städtische Beratungsleistung. Nutzen Sie dieses umfangreiche Beratungsangebot. Nur wenn wir alle mithelfen, können die klimapolitischen Ziele erreicht werden.

Auch die Stadt selbst unternimmt vieles, um dem Klimaschutz gerecht zu werden. Zentraler Aspekt bei allen Neubauten wie Kindertagesstätten, Feuerwehrgerätehaus oder Thermalbad Bad Bodendorf ist die Frage der Energetik. Auf jedem Neubau wird eine PV-Anlage zur Eigenversorgung errichtet, so auch auf der Schulsporthalle in Bad Bodendorf. Die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LEDs, die Umsetzung der Fahrradstraße im Dreifaltigkeitsweg, die Renaturierung der Hellenbachmündung, die energetische Sanierung städtischer Gebäude, ein virtuelles Kraftwerk und die große PV-Anlage der Stadtwerke sind bedeutsame Bausteine in diesem Zusammenhang.

Einen sehr großen Beitrag zur nachhaltigen Energiegewinnung könnte die Nutzung von Windkraft im Harterscheid leisten. Chancen und Risiken werden derzeit geprüft. Nach Abschluss umfangreicher Untersuchungen sollten wir in der Lage sein, eine Entscheidung für oder gegen die dortige Nutzung von Windkraft zu treffen. Über die Einleitung solcher Untersuchungen wird demnächst der Stadtrat beraten.

E-Bikes für MitarbeiterInnen, die Aufwertung der Naherholungsmöglichkeiten, die Entwicklung eines Konzepts für die gemeinsame Energieversorgung aller öffentlichen Gebäude im Schulzentrum sind weitere Beispiele für die städtischen Aktivitäten. Eine neue E-Lade-Station wird voraussichtlich in den nächsten Monaten mit Hilfe eines regionalen Partners umgesetzt. Der Ausbau der Radwege wurde durch Förderanträge in die Wege geleitet – eine Entscheidung über die Anträge steht noch aus. Im Rahmen des Projekts „Starke Kommunen – Starkes Land“ spielt die alternative Mobilität eine große Rolle. Schnellradwege sollen unsere Region insbesondere mit dem Bonner Raum verbinden.

Unser städtischer Förster bewirtschaftet nachhaltig nach Maßgabe der Beschlüsse der Gremien unseren Stadtwald und arbeitet aktuell auch am Projekt Waldrefugien. Hinzuweisen ist weiterhin auf Aktionen wie z.B. RhineCleanUp, Stadtradeln und Earth Hour, die von der Stadt unterstützt werden.

Klimaschützende Anforderungen in neuen Bebauungsplänen werden von der Stadt erarbeitet. Hier obliegt es dann dem Stadtrat zu entscheiden, welche umweltschutzrechtlichen und klimapolitischen Vorgaben künftig in Sinzig zu beachten sind.

Der Erlass einer Baumschutzsatzung für Sinzig war mir ein weiteres wichtiges Anliegen. Dieses Projekt konnte jedoch leider nicht umgesetzt werden, da es im Stadtrat keine Mehrheit fand.

Ich habe zusammen mit 33 weiteren BürgermeisterInnen eine Erklärung zum Lieferkettengesetz unterzeichnet. Klima- und Umweltschutz ist nur global möglich. Transnational agierende Unternehmen sind deshalb einzubinden.

Als Bürgermeister trage ich ganz persönlich einen kleinen Teil zum Klimaschutz bei, da ich keinen eigenen Dienstwagen nutze. Strecken innerhalb unserer Stadt lege ich in der Regel mit meinem Fahrrad zurück. Für Termine außerhalb Sinzigs nutze ich meinen Privatwagen oder eines unserer städtischen E-Fahrzeuge. Privat nutzen wir u.a. seit über zehn Jahren Strom durch auf unserem Dach installierte Fotovoltaikanlagen.

Wir alle wissen um die Dringlichkeit des Klimaschutzes und ich appelliere an jeden Einzelnen, persönliche Beiträge dazu zu leisten. Klimaschutz geht uns alle an!

Herzlichst

Ihr Bürgermeister

Andreas Geron

Bürgermeister Andreas Geron. Foto: Martin Gausmann

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