Mendiger "Kultour": "Hochleistungsquasselstrippe" Mirja Boes brachte fabelhafte Comedy in die Laacher-See-Halle
Kluge Blondine, die die Dinge beim Namen nennt
Mendig. Sie war so richtig gut drauf, die Mirja Boes, in der Mendiger Laacher–See–Halle. Mit ihrem Programm „Für Geld tun wir alles“, einer Mischung aus Comedy und Stand Up, in Begleitung der Band „Honkey Donkeys“ rockte die Hochleistungsquasselstrippe den Abend. Insbesondere die Herren der Schöpfung hatte sie permanent im Visier, doch die nahmen`s sportlich, mischten fleißig mit und waren nie um eine Antwort verlegen: Was die deutsche Frau ausmache, fragte Boes die Männer im Publikum und bekam zur Antwort: „Ihre Zuverlässigkeit“. Was eine Brasilianerin ausmache, erfuhr sie gleich darauf: „Ihre Unzuverlässigkeit.“ So spielten sich Deutschland`s wohl bekannteste „Comediane“ und ein äußerst lebendiges Publikum die Bälle zu, ein Gag folgte dem nächsten; zwischendurch gab es immer wieder was Musikalisches. Was die Texte angeht, haben es die Songs der Künstlerin natürlich ebenfalls „in sich“. Doch auch stimmlich überzeugte Mirja Boes, die es allerdings von den sechs hervorragenden Musikern äußerst leicht gemacht bekam. Und das, obwohl die Jungs nicht viel zu lachen hatten unter ihrer blonden Chefin: Sie hatten zu tun, was sie ihnen auftrug: Frauenklamotten tragen, „My heart will go on“ im Barock-style, Heavy als Rap oder Chinesische Oper vortragen; auch den außergewöhnlichen Wünschen des Publikums hatten die Jungs zu folgen und taten das erstaunlich willig. Wurden sie nicht gebraucht, ließen sie sich von Boes in die Ecke zum Kartenspielen abstellen, waren dann aber gleich wieder zur Stelle, um die Künstlerin musikalisch zu begleiten.
Sicherlich war der Abend mit der klugen Blondine, die die Dinge beim Namen nennt - egal um welches Thema es sich handelt - ein Highlight der Mendiger „Kultour“.
Gitarrist Simon verwandelte sich in Conchita Wurst...
Die schwoofende Banane belustigte das Publikum.
