Allgemeine Berichte | 08.07.2024

9. Internationale Mosel Firefighter Combat Challenge in Eller

Knallharter Wettkampf lockte 280 Wehrleute aus 16 Nationen

An der „Keiser Force Machine“ galt es für die Wehrleute ein 72,5 k-Rollgewicht mit einem 4-Kilo-Hammer zu bewegen. Fotos: TE

Ediger-Eller. Mittlerweile zum 9. Mal fand das Wettbewerbsspektakel der Internationalen Mosel Firefighter Combat Challenge im OT Eller an bewährter Örtlichkeit statt. Dabei gingen heuer 280 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 16 Nationen an den Start. Hier galt es auf dem schwierigsten Wettkampfparcours für aktive Feuerwehrleute, die angeblich härtesten zwei Minuten eines simulierten Notfalleinsatzes zu absolvieren. Dem vorgegebenen Reglement entsprechend, rekrutierte sich das bereits überwiegend wettkampferprobte Starterfeld aus Aktiven von Einheiten der Berufsfeuerwehren, der Freiwilligen Feuerwehren sowie Betriebs- und Werksfeuerwehren. So zeigten sich die äußeren Bedingungen für den schweißtreibenden Wettkampf, bedingt durch zum Teil heftige Windböen, nicht gerade als ideal, um den Wettkampfparcours schnell und erfolgreich zu absolvieren.

Im Gegensatz dazu kamen die Temperaturen von knapp 23 Grad den Akteuren in der Einsatzarena allerdings gelegen. Dick in feuerfeste Schutzkleidung eingepackt, waren sie schließlich dazu aufgerufen, Rettungsaufgaben an fünf aufeinanderfolgenden Wettkampfstationen ohne Pause zu erfüllen. Und dies binnen kürzester Zeit. Dabei vervollständigte sich das Aktiven-Outfit noch um Sicherheitshelm, Atemschutzgerät, Atemschutzmaske und Einsatzhandschuhe. Mit Letztgenannten nahmen sie beim Startschuss an der 1. Wertungsstation ein 19 kg schweres Schlauchpaket auf um dieses über die Treppen von drei Etagen auf einen 12 Meter hohen Stahlturm zu tragen. Hier musste es zunächst in einer Metallbox abgelegt werden, bevor man ein weiteres am Turm befestigtes 19 kg-Schlauchpaket nach oben zog. Danach ging es abermals im Laufschritt nach unten, wo eine „Keiser Force Machine“ auf die Wehrleute wartete. Die entpuppte sich als Metallschlitten mit einem 72,5 kg Rollgewicht, das mit einem 4-Kilo-Hammer über eine Distanz von 1,50 m getrieben werden musste. Bereits zu diesem Zeitpunkt zeichneten sich bei einigen Akteuren die Grenzen ihrer Möglichkeiten ab. Trotzdem biss man sich weiter durch und absolvierte einen 42 m langen Slalomlauf bei dem bis zum Zielband zahlreiche Pylonen zu umrunden waren. Am Ende des Slalomkurses war dann ein geschlossenes C-Strahlrohr aufzunehmen, hinter dem ein bereits unter Wasserdruck stehender Schlauch über eine Distanz von annähernd 23 m gezogen werden musste. Nach dem Passieren einer Schwingtür war das Strahlrohr zu öffnen und mit dem Wasserstrahl eine Metallklappe zu treffen. Für den Wettkämpfer offensichtlich eine Tortur, während sich die zahlreichen Zaungäste an dem feuchten Vergnügen erfreuten. Die ließen dabei auch immer wieder lautstark Anfeuerungsrufe für ihre jeweiligen Favoriten hören und wurden dann Zeugen der Rettungsaktion einer verunfallten Person. Die offenbarte sich als rund 80 kg schwerer Dummy, der als finale Aufgabe des Wettkampfspektakels über eine Strecke von 30 m zu transportieren war. Allerdings schrieben auch hier die Regeln eine bestimmte Vorgehensweise vor. Demnach waren die Parcoursabsolventen dazu verpflichtet, diese Rettungspuppe ausschließlich im „Rautekgriff“ zu ziehen. Mit Argusaugen verfolgten dabei die eingesetzten Schiedsrichter die korrekte Ausführung der Wettkampfübungen und vermerkten in ihren mitgeführten Listen jede Unregelmäßigkeit, die vielleicht zu einem Punktabzug hätte führen können.

Wenn am Veranstaltungsende auch nur einige Einzelkämpfer, Tandem- und Staffelläufer sowie Teamwettbewerber als Sieger hervorgingen, so fühlten sich doch alle angetretenen Akteure irgendwie als Gewinner. Schließlich waren sie bei der knallharten Challenge oft bis an die Grenzen ihrer Möglichkeiten gegangen. Sehr zufrieden mit dem neuerlichen Eventablauf zeigte sich auch das Organisationsteam um Daniela Follmann (Kaffee Klatsch), die das Vorzeigespektakel einmal mehr hervorragend geplant und in Szene gesetzt hatte. TE

Mit dem Wasserstrahl aus dem geschleppten C-Rohr musste eine aufgestellte Zielklappe zu Fall gebracht werden.

Mit dem Wasserstrahl aus dem geschleppten C-Rohr musste eine aufgestellte Zielklappe zu Fall gebracht werden.

Auf dem zwölf Meter hohen Stahlturm waren für die Akteure zwei Wettkampfaufgaben mit Schlauchpaketen zu lösen.

Auf dem zwölf Meter hohen Stahlturm waren für die Akteure zwei Wettkampfaufgaben mit Schlauchpaketen zu lösen.

In Eller fand heuer die 9. Internationale Mosel Firefighter Combat Challenge mit 280 Aktiven aus 16 Nationen statt.

In Eller fand heuer die 9. Internationale Mosel Firefighter Combat Challenge mit 280 Aktiven aus 16 Nationen statt.

An der „Keiser Force Machine“ galt es für die Wehrleute ein 72,5 k-Rollgewicht mit einem 4-Kilo-Hammer zu bewegen. Fotos: TE

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Joschi Hund: Leider kann man nicht mehr von einem Antik und Trödelmarkt sprechen, warum ? Wenn über die Hälfte der Händler Neuware anbieten und Ihre Waren mit Festpreisen ausgezeichnet haben. Man kann sagen über 80 % der Aussteller waren Händler.

BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 3

  • Carmen Busch: Das Foto wurde am Linzer Fähranleger aufgenommen. Die Fähre liegt gerade in Kripp
  • Claus Wiest: Das Foto zeigt die Rheinfähre Linz-Remagen, aufgenommen von der Anfahrt auf der Linzer Seite mit Blick auf den Ort Kripp.
  • Julia Doll : Lieber Roman, ja absolut, sehe ich ganz genauso
  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
Rund ums Haus
Anzeige Uhren Vintage
Minijob
10 Jahre NoWi
10 Jahre NoWi
Gebrauchtwagenanzeige
125 jähriges Jubiläum Moses - Aktionsanzeige
Nachruf Karl-Heinz Knops
Stellenanzeige Bauingenieur Trinkwasserversorgung/Abwasserbeseitigung
Empfohlene Artikel
Die alte Linde in Ockenfels.  Foto: privat
15

Ockenfels. Fragt man die älteren Ockenfelser, so stand diese Linde schon zur Zeit des Zweiten Weltkriegs. Damals war die heutige Bergstraße kaum mehr als ein schmaler Fußweg, gesäumt von Streuobstwiesen. Erst in den 1960er Jahren wurde der Weg verbreitert und mit Schotter befestigt – und schon damals achtete man im Ort darauf, den Baum zu bewahren.

Weiterlesen

Pfarrer Dr. Arno-Lutz Henkel.  Foto:privat
8

Nur wenigen ist bewusst, dass am 6. Mai der Tag der Pflege(berufe) begangen wird. Wie bedeutsam die Pflege ist, wird uns angesichts des Mangels derselben immer wieder bewusst. Viele Familien sehen sich sehr herausgefordert, angesichts ihrer alternden und schwer kranken Familienangehörigen, für eine angemessene Pflege zu sorgen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Zum 33. Mal durfte das Organisationsteam von St. Peter zusammen mit Diakon Andreas Schlösser zahlreiche Bikerinnen und Biker bei strahlendem Sonnenschein willkommen heißen. Foto: privat
9

Andernach. Zum 33. Mal durfte das Organisationsteam von St. Peter zusammen mit Diakon Andreas Schlösser zahlreiche Bikerinnen und Biker bei strahlendem Sonnenschein willkommen heißen. Bereits ab 9:00 Uhr morgens füllte sich der Platz rund um die Kirche St. Peter mit einer beeindruckenden Vielzahl an Motorrädern und ihren Fahrerinnen und Fahrern.

Weiterlesen

5

Allgemeine Berichte

Ökumenischer Pfingstmontag

Andernach. Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Andernach feiert wie in jedem Jahr am Pfingstmontag, dem 25. Mai 2026, um 11 Uhr einen gemeinsamen Gottesdienst in der Christuskirche. „Fremd sein, Freund sein, einig sein“ ist das Thema. Wie werden sich die Beziehungen unter den Kirchen verändern, wenn sie anerkennen, dass die Verschiedenheit der Gaben nicht ein Grund der Gegensätze und...

Weiterlesen

Rund um´s Haus
Dauerauftrag
Kreishandwerkerschaft
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Kreishandwerkerschaft
Innovatives rund um Andernach
Berufskraftfahrer gesucht
Media-Auftrag 2026/27
Zukunft trifft Tradition KW 18
Zukunft trifft Tradition KW 18
Zukunft trifft Tradition KW 18
Door To Door Anzeige
Betriebsferien Mai 2026
Image
Anzeige neuer Mitarbeiter Jürgen Paaß