Beim 5. Dekanatsball ließen in der Münstermaifelder Stadthalle die wilden Zwanziger grüßen
Knapp 200 Gäste erlebten eine rauschende Ballnacht
Münstermaifeld. Die Dame mit Stirnband und Fransenkleid, die Zigarettenspitze kess in der Hand, der Herr mit Fliege und Strohhut – die wilden Zwanziger lassen grüßen. Beim 5. Dekanatsball in der ausverkauften Münstermaifelder Stadthalle gab die 20er Jahre-Tanzgruppe des Tanzsportclubs Neuwied eine gelungene Einlage der damaligen Modetänze Charleston und Foxtrott.
Wippende Hüften, abwechselnd nach innen wie außen gedrehte Knie, rudernde Arm- und Beinbewegungen bei dem einen, schwungvolle schnelle Schritte und kleine Sprünge bei dem anderen Tanz brachten Leben aufs Parkett, das praktisch den ganzen Abend von begeisterten Tänzern gefüllt war. Statt mit Charleston und Foxtrott vergnügten sie sich beim Quickstepp und Discofox, Slowfox, Cha-Cha-Cha, Rumba, Samba, Tango, Jive, Wiener und Langsamen Walzer, sogar beim Paso Doble. Praktisch für alle Standard- und Lateintänze spielte die Live-Band Rusty Bones die passende Musik. Ein Angebot, das es nur bei Tanzbällen gibt.
Wenn die Tanzfläche dann groß genug, der Saal schön dekoriert, für Programm gesorgt, ein kleiner Gaumenschmaus für den Hunger zwischendurch vorbereitet ist – dann können die festlich gekleideten Gäste kommen und eine rauschende Ballnacht genießen. Knapp 200 begeisterte Tänzer nutzten das Angebot des Dekanats Maifeld-Untermosel, das bereits zum fünften Mal zum Benefizball einlud. Alle Akteure stellten sich in den Dienst der guten Sache. Sogar das Geburtstagskind Katrin Link verzichtete auf eine private Feier, sondern präsentierte zusammen mit Ehemann René das „Spiel des Lebens“. So manch einem häufig auf seine shoppende bessere Hälfte wartenden Mann werden diese Szenen bekannt vorgekommen sein. Die kurzweilige gelungene Discofox-Performance gab sicher auch einigen Gästen Anregungen für neue Figuren. Bereits seit vielen Jahren sind die Links erfolgreich als Tänzer und Trainer in der Tanzabteilung des Turnvereins Bad Salzig aktiv. Dechant Jörg Schuh dankte den Akteuren der Show-Einlagen ebenso wie den Helfern hinter der Theke und dem Orgateam um Gemeindereferentin Hildegard Becker für ihren ehrenamtlichen Einsatz und berichtete allen Gästen, wie der Erlös des vergangenen Balls eingesetzt wurde. Je ein Fünftel ging an die drei Pfarreiengemeinschaften Maifeld, Kobern-Gondorf und Untermosel-Hunsrück und half in Not geratenen Menschen vor Ort. Mit einem weiteren Fünftel ermöglichte das Dekanat jungen Leuten die Teilnahme an Jugendfreizeiten und unterstützte die Flüchtlingshilfe. Das letzte Fünftel half einer Gruppe von Frauen in Münstermaifeld, die sich mit Flüchtlingsfrauen zum Nähen und Flicken trifft, nötige Materialien anzuschaffen. Auch der Erlös des diesjährigen Dekanatsballs soll wieder aufgeteilt werden. Schon jetzt ist sicher: Das Geld wird in Not geratenen Menschen aus dem Dekanatsgebiet helfen.
Die Live-Band Rusty Bones spielte für alle gängigen Tänze die passende Musik.
Das Parkett war praktisch den ganzen Abend lang mit begeisterten Tänzern gefüllt.
Geburtstagskind Katrin Link präsentierte zusammen mit Ehemann René das „Spiel des Lebens“.
