Allgemeine Berichte | 08.12.2020

Amnesty International

Koblenzer Gruppe setzt sich für Menschenrechte ein

Unterstützer herzlich willkommen

Aktuell setzt sich die Koblenzer Gruppe von amnesty international besonders für den zum Tode verurteilten Nigerianer Sulaimon Olufemi ein. Foto: amnesty international

Koblenz. Der Internationale Tag der Menschenrechte, ist der Tag, der an die Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte erinnert, die an besagtem Tag durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet wurde. Amnesty International nimmt diesen Tag jedes Jahr zum Anlass, die Menschenrechtssituation weltweit kritisch zu betrachten und sich mit einer Briefkampagne für Opfer von Menschenrechtsverletzungen einzusetzen. Im letzten Jahr wurden aus Deutschland über 300.000 Briefe verschickt, insbesondere durch Schülerinnen und Schüler.

Amnesty International ist eine nichtstaatliche und Non-Profit-Organisation, die sich weltweit für Menschenrechte einsetzt. Sie wurde im Juli 1961 von dem Briten Peter Benenson in London gegründet. Amnesty International hat ca. 7.000.000 Mitglieder und Unterstützer in über 150 Ländern dieser Erde. Die Vision von Amnesty International ist eine Welt, in der jeder Mensch alle Menschenrechte genießt, die in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der UN und anderen internationalen Menschenrechtspakten verankert sind. Die Verwirklichung dieser Vision ist unser Ziel.

In Koblenz setzen sich 20 Mitglieder und viele Unterstützer aller Altersklassen mit Mahnwachen, Infoständen und vielen anderen Aktionen für die Menschenrechte ein. Zum Tag der Menschenrechte hat die Gruppe mit Unterstützung der Stadt weiterführende Schulen angesprochen, sich an dem „Briefmarathon“ für Menschen in Not und Gefahr zu beteiligen. Auch im Umkreis von Koblenz arbeiten mehrere Schulen an der Kampagne mit.

Seit Kurzem setzt sich die Gruppen insbesondere für den zum Tode verurteilten Nigerianer Sulaimon Olufemi ein, der im Jahre 2002 als Gastarbeiter nach Saudi-Arabien kam. Noch im selben Jahr wurde der 42-jährige Olufemi gemeinsam mit mehreren Landsleuten bei der Arbeit von einer Gruppe Saudis, unter ihnen ein Polizist, überfallen. Bei der daraus resultierenden Auseinandersetzung ist der Polizist ums Leben gekommen. Sulaimon Olufemi wurde hierfür in einem nicht rechtsstaatlichen Prozess zum Tode verurteilt und sitzt seit 2005 nach Ausschöpfung aller Rechtsmittel in der Todeszelle. Eine Mitwirkung an der Tötung hat er immer abgestritten. Der Prozess war nicht rechtsstaatlich. Die Verurteilung beruhte wesentlich auf einem Geständnis in Arabisch, das er unterschreiben musste, ohne dass er die Sprache spricht. Die Hinrichtung wurde nur deshalb aufgeschoben, weil die Familie des toten Polizisten nach der Sharia das Recht hat, den Schuldigen zu begnadigen, damit er den Schaden wieder gut machen kann. Die Familie will die Volljährigkeit des Sohnes des toten Polizisten abwarten, um eine Entscheidung zu treffen.

In einem ersten Schritt setzt sich die Gruppe gemeinsam mit Vertretern politischer Parteien und Kirchen in unserer Region in Briefappellen an die saudischen Behörden für eine Begnadigung von Sulaimon Olufemi ein.

Amnesty Koblenz freut sich über alle Menschen, die sie beim Einsatz für die Menschenrechte weltweit unterstützen. Wer Interesse daran hat, die Koblenzer Gruppe zu unterstützen, kann sich gerne erst einmal über Facebook und Instagram informieren oder direkt eine E-Mail an info@amnesty-koblenz.de schreiben.

Aktuell setzt sich die Koblenzer Gruppe von amnesty international besonders für den zum Tode verurteilten Nigerianer Sulaimon Olufemi ein. Foto: amnesty international

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