Kabarettensemble „Meden us dem Levve“ verzauberte die Gäste im Foyer der Rheinhalle
Kölsch-Kabarett zur Weihnachtzeit
Geschichten, Gedichte und Lieder voller Humor und Situationskomik
Remagen. Sie gehören schon fast zu Remagen und fühlen sich hier schon zuhause: die Mitglieder des Kölner Kabarettensembles „Medden us dem Levve“. Bereits zum 13. Mal begeisterten sie in dieser Formation in der Adventszeit das Remagener Publikum mit Gedichten, Liedern und Geschichten zur Vor- und Weihnachtszeit. Mit dem Chef des am Sonntag siebenköpfigen Ensembles, Wolfgang Nagel, der das kölsche Weihnachtsspektakel moderierte, wurde es mit Andreas Münzel, Dirk Schnelle sowie Jörg Paul, Horst und Mariam Weber zwischendrin auch musikalisch. So unter anderem mit dem Lied „Ich bin en aal Chrissbaumkugel“.
Mit dabei natürlich auch Elfie Steickmann, die mit ihren köstlichen Geschichten nicht fehlen darf, sowie Horst Engel, der einen kleinen Jahresrückblick hielt. Schon im Juni sei es bei der Fußballweltmeisterschaft fürchterlich gewesen. Das sei Jogi Löw schuld. Der habe seinen Jungs gesagt: „Wir müssen als erster nach Hause kommen“. Natürlich musste auch wieder Kanzlerin Angela Merkel herhalten: „Der einzige, der noch geschlossen hinter ihr steht, ist der Berliner Flughafen“. Und über den Fuss (Rothaarige) in der Familie hatte Weber ein kleines Gedicht: „Kütt der Fuss nach Hause, dann is de Mutter froh. Dann määt se all de Lampe us, der Fuss, der leucht uch so“.
Sprüche über Sprüche ließen das Publikum immer wieder hellauf lachen. Doch auch die Besinnlichkeit und Menschlichkeit fehlten nicht. So erzählte Weber einige Schicksale und betonte, dass am Heiligen Abend niemand alleine sein dürfte. So bot „Medden us dem Levve“ eine sehr schöne Bandbreite vom „Laache bis zum Kriesche“. Mit viel kölscher Lebensart und jeder Menge Komik erlebten die Zuschauer einen herrlich vorweihnachtlichen Mittag, manchmal besinnlich mit vielen Erinnerungen, aber auch mit viel Komik erheiternd.
AB
Horst Weber mit Geschichten aus seinem Jahresrückblick.
