Allgemeine Berichte | 11.02.2020

Der Sänger und Schlagzeuger Steven Alan mischt den regionalen Karneval auf

Kölsche Tön auf Sinziger Art

Steven Alan ist ein Party-Garant: Das Equipment bringt der Entertainer selbst mit.

Sinzig-Westum. Rosenmontag ist nicht mehr weit und das bedeutet bei Steven Alan vor allem eines: Ein rappelvoller Terminkalender. Denn der Sänger und Schlagzeuger ist längst eine feste Größe in der jecken Zeit. Spätestens mit seinem Hit „Magdalena“ aus dem Jahr 2015 schaffte Steven Alan den Sprung auf die überregionalen Bühnen. Mittlerweile füllt der Entertainer die Festhallen in der Region: Auftritte in Bonn, Köln und dem gesamten Rheinland sind an der Tagesordnung. Nun feilt der 33-jährige Musiker eifrig an seiner Karriere. Dabei hat Steven Alan auch schon im Hintergrund der Partyszene mitgemischt, sich als Songwriter ausgezeichnet und als Designer innovativer Schlagzeugtechnik einige Preise abgeräumt.

Erster Schritte im heimischen Keller

Mit der Musik fing Steven schon ganz früh an. Denn im Keller des Elternhauses stand ein Schlagzeug. Und das gehörte seinem Vater Rudolf Schuld, der ebenfalls begeisterter Musiker ist. Schuld spielt damals Schlagzeug in einer Coverband namens „The Starlights“ bevor er als eine der beiden Hälften des Duos „Rudi & Tünn“ selbst in die kölsche Karnevalsszene abgetauchte. Schon im Kindesalter war Steven Alan von den Drums begeistert. „Das Trommeln hat mich einfach nicht mehr losgelassen“, so Steven. „Auch wenn es meinem Vater lieber gewesen wäre, wenn ich ein Melodieinstrument gelernt hätte,“ fügt er hinzu. Doch aus Gitarre oder Keyboard wurde nichts; Steven saß stattdessen bereits mit zwölf Jahren rund acht Stunden täglich hinter Snare und Base Drum. Nicht die Musik allein faszinierte ihn. Die Technik, die dahinter steckte, löste bei ihm echter Forscherdrang aus. So entwickelte Steven ein Drumpad mit austauschbarer Beschichtung, dass sich praktischerweise im Bühneneinsatz am Oberschenkel fixieren lässt. Im Jahre der Erfindung, das war 2006, war das ein echtes Novum und bescherte ihm den begehrten „Erfinderpreis Rheinland-Pfalz“. Das Pad präsentiere er auch auf einer Fachmesse in Frankfurt und außerdem ließ sich seine Erfindung patentieren.

Ein Nachwuchstalent sammelt Bühnenerfahrung

Natürlich war die Theorie nicht alles. „Ich habe eigentlich schon immer in den unterschiedlichsten Bands gespielt um Bühnenerfahrung zu sammeln“, erklärt er. Zunächst bediente er die Drums in Coverbands und musste sich dort aufgrund seines jungen Alters – Steven Alan war damals gerade zwölf Jahre alt – erst einmal entsprechenden Respekt verdienen. Doch das ging angesichts seines Talents recht schnell. So tourte Steven mit insgesamt fünf Bands durch das Land und konnte sich recht zügig einen großen Freundeskreis und ein breites Netzwerk aus Kontakten in der Musikszene aufbauen. Damals waren jedoch „Kölsche Tön“ noch weit weg. Stattdessen stand Steven mit Pop-Größen wie Blondie auf der Bühne oder arbeitete als Studiomusiker bei diversen CD-Produktionen mit. Ein Stück weit lebte Steven schon damals seinen Traum, Illusionen gab er sich jedoch nicht hin. „Das Musikbusiness ist ein echt verrücktes Geschäft“, sagt er lachend. „In Sachen Stress kann da wohl nur die Politik mithalten“, fasst er seinen Erfahrungen zusammen. Der zwischenmenschliche Umgang in der Szene kann auch durchaus unangenehme Formen annehmen. „Es gibt eine Menge Neid und Missgunst, die nicht jeder übersteht“, sagt er. Das sei auch der Grund weshalb einige „richtig gute Musiker auf der Strecke bleiben“, so Steven.

Mit „Magdalena“ in die Charts

Übrigens: Der Westumer nahm 2007 an der Casting-Show „Das Supertalent“ teil. Richtig erfolgreich war dieser Ausflug auf die TV-Bühne aber nicht. Stattdessen beschritt Steven ab dem Jahr 2010 seinen eigenen Weg. Denn Steven machte sich auch als Songwriter einen Namen. Für das Duo „Rudi & Tünn“ schrieb er den Song „Afrika wir sind da“, der thematisch an die damalige Fußball-WM angelegt war. „Das war schon der Wahnsinn, wie oft der Song bei Youtube angeklickt wurde“, blickt er zurück. Nicht nur die Fans waren von Stevens Songs begeistert. Sondern auch Tim Toupet, ein recht bekannter Partysänger aus der Mallorca-Szene. Der Ballermann-Star sah nämlich die Show von „Rudi & Tünn“ mit Stevens Songs in Löhndorf bei einer Fete im Festzelt. „Rudi & Tünn“ traten in Toupets Vorprogramm auf und so wurde Steven von Tim Toupet angesprochen. Der coverte gleich einen Song des Westumers: „Ein Diamant“ stieg in die Deutschen Singlecharts ein. Weitere eigene Songs folgten. Seit 2016 hat sich Steven auch mehr ins Rampenlicht getraut. Und mit der Single „Magdalena“ gelang Steven endgültig der Durchbruch. Mit einem Mix aus Drum-Show untermalt mit Songs rund um das Thema Kölle hat er schon dutzende Festhallen zum Beben gebracht. Und auch innerhalb der kölschen Szene hat er sich einen Namen gemacht. Schon manche kölsche Kultband wollten Steven in ihre Reihen aufnehmen. Doch der bleibt für´s Erste lieber Einzelkämpfer. Dabei setzt er nicht nur auf mitreißende Songs, sondern auch auf eine große Bühnenshow. Steven bringt stets eigene Bildschirme und eine Lichtshow inklusive Funkenregen ganz ohne Brandgefahr mit. Nun ist der Entertainer mit seinem neuesten Stück überall in der Region auf Tour. „Leck mich in de Täsch“ heißt der neue Partykracher. Und auch beim Musikvideo zum Song zeigte der Sänger ein Herz für seine Heimat. Als Komparsen engagierte er einige Tanzgruppen aus der Region wie zum Beispiel die Twirling Sticks aus Remagen oder die Meninas aus Westum. Auch wenn Steven bereits einige Bühnen des Landes gesehen hat, bleibt immer noch ein großer Traum: „Ein Konzert in der Lanxess-Arena spielen oder das wär mal was“, lacht Steven. ROB

Steven Alan aus Westum macht seit Jahren die Karnevalsbühnen der Region sicher. Fotos: privat

Steven Alan aus Westum macht seit Jahren die Karnevalsbühnen der Region sicher. Fotos: privat

Steven Alan ist ein Party-Garant: Das Equipment bringt der Entertainer selbst mit.

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