Allgemeine Berichte | 18.03.2025

Meckenheimer Stadtmuseum veröffentlicht Heft über Richeza von Polen

Königin aus der Nachbarschaft

Meckenheim. Sie lebte auf der Tomburg, heiratete einen Adligen aus der Piastendynastie und wurde Königin Polens: Richeza, lange von der Geschichtsschreibung vergessen, gilt heute als Symbol der deutsch-polnischen Freundschaft. Dieter Ohm, der Vorsitzende des Vereins Stadtmuseum und Kulturforum Meckenheim, hat die Fakten zusammengetragen und dieser historischen Figur aus dem 11. Jahrhundert eine Publikation gewidmet.

Es gibt keine zeitgenössischen Porträts, Richezas Geburtsdatum ist nicht bekannt, der Tag der Hochzeit ebensowenig. Bei der Heirat mit dem Herzogssohn und späteren König Mieszko II. soll sie 18 Jahre alt gewesen sein. Ihre Mutter Mathilde war eine Tochter des deutschen Kaisers Otto II. und somit aus höchstem Adel, ihr Vater Ezzo Pfalzgraf von Lothringen; das Ehepaar hatte seinen Wohnsitz in der Tomburg. Richeza, die älteste Tochter, wurde schon als Kind ihrem späteren Ehemann versprochen, eine zeittypische politische Hochzeit mit dem Ziel, Bündnisse zu stärken und Konflikte zu befrieden. Die Braut reiste weit nach Osten und begann ein neues Leben, dessen Herausforderungen sie offenbar willig annahm. 1026, nachdem König Boleslaw I. gestorben war, bestiegen Mieszko und Richeza den Königsthron.

Ob die Ehe glücklich war oder nicht, darüber gibt es keine Zeugnisse. Mieszko ließ seine Frau oft allein, sie widmete sich der Erziehung des Sohnes Kasimir und ihrer Töchter Richeza und Gertrud. 1034 starb Mieszko, Richeza übernahm die Regentschaft für ihren Sohn. Als Unruhen ausbrachen, verließen Mutter und Sohn Polen. Die Witwe lebte zeitweise bei ihrem Bruder, dem Erzbischof Hermann II. von Köln, hielt sich auch immer wieder auf der Tomburg auf und besuchte ihre Besitztümer in Meckenheim. Ihr Sohn kehrte später nach Polen zurück und wurde dort als Herzog Kasimir I. zum „Erneuerer Polens“. Ihre beiden Töchter heirateten standesgemäß – die eine den König von Ungarn, die andere den Großfürsten von Kiew.

Die königliche Witwe stiftete der Abtei Brauweiler eine neue Klosterkirche und Besitztümer unter anderem in Gelsdorf, Altendorf, Wormersdorf und Meckenheim. Sie wollte in der Klosterkirche beerdigt werden, tatsächlich ist ihr Grab aber heute im Kölner Dom.

Das Heft „Richeza, Königin von Polen – Eine rheinische Pfalzgrafentochter mit Verbindungen zu Meckenheim und Rheinbach“ ist gegen eine Schutzgebühr von fünf Euro im Stadtmuseum im Herrenhaus der Burg Altendorf, im Buchladen am Neuen Markt in Meckenheim sowie beim Autor persönlich erhältlich. Kontakt: Telefon:02225-910777, Mail: info@stadtmuseum-meckenheim.eu.

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