Präsentation eines besonderen Kochbuches

Köstliche Erinnerungen

Köstliche Erinnerungen

Marjam Beyg, Achim Böttcher und Annette Predeek (v.li.n.re.) präsentieren in der Schatzkammer Oberwinter das Kochbuch „Köstliche Erinnerungen“. Das Kochbuch kann am Tag der Demokratie an verschiedenen Stellen erworben werden. Foto: Marjam Beyg

29.10.2019 - 09:02

Remagen. Alle waren stolz: die Teilnehmerinnen des Projektes „Integratives Kochen“, die beiden Projektleiterinnen Annette Predeek und Marjam Beyg, sowie Achim Böttcher von der Fach- und Koordinierungsstelle des Programms „Demokratie leben“, aus dessen Mitteln die Stadt Remagen das Projekt gefördert hat. Zum Abschluss des ersten Sprachtrainings für junge geflüchtete Frauen mit Kleinkindern im Landkreis Ahrweiler präsentierten sie gemeinsam ein farbenfrohes Kochbuch. Darin sind Rezepte aus aller Herren Länder, die in den vergangenen Wochen von der Gruppe gekocht wurden, festgehalten. Die vielen ausdrucksvollen Fotos im Kochbuch stammen von Marjam Beyg. Mario Messer vom Verein „Schatzkammer Oberwinter e.V.“ und Lothar Scheffel von der ökumenischen Flüchtlingshilfe Rhein-Ahr e.V. (ÖFH) begrüßten mehr als 25 Gäste zu einem wunderbaren Buffet. Mit viel Liebe hatte Annette Predeek für die ansprechende Präsentation der Speisen gesorgt. Freunde der Schatzkammer, ehrenamtliche Vereinsmitglieder der ÖFH, Nachbarn und Kursteilnehmerinnen probierten unter anderem Puff Puff aus Gambia, Ramez aus Syrien und Flammkuchen aus Deutschland. „Viele Gerichte kannte ich bisher nicht“, so ein Gast, „ und lecker sind sie alle. Schön, dass ich mit dem Kochbuch die Rezepte jetzt zu Hause nachkochen kann.“ Sinn des gemeinsamen Kochens in der Gruppe war es, so den Frauen einen neuen Zugang zum Einstieg in den Erwerb der deutschen Sprache zu bieten. „Wir wollten eine Sprachlernkultur etablieren, in der Alltagssprache nicht auf einer Schulbank, sondern in der fröhlichen Zusammenarbeit gelernt wird“, erläutert Marjam Beyg. Sie hat nicht nur gekocht und fotografiert, sondern das Projekt auch neben ihrem Engagement beim Deutschen Kinderschutzbund, Kreisverband Ahrweiler, sozialpädagogisch begleitet. Gemeinsames Essen und Trinken verbindet. Das ist in vielen Kulturen so. Daher nutzten die Gäste die anregende Atmosphäre des Abends auch dazu, sich wieder einmal über den aktuellen Stand der Flüchtlingsarbeit in Remagen auszutauschen und Lösungsideen für die vielen kleinen und großen Herausforderungen bei der Integration von geflüchteten Menschen zu finden. Eine ältere Dame, bei der seit längerer Zeit ein Ehepaar mit Kind aus Westafrika zur Miete wohnt, sagte in dem Gespräch: „Seit ich sie kenne, weiß ich, dass das ganz liebe Menschen sind. Der Kontakt zu ihnen tut mir richtig gut.“

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
Anzeige
Weitere Berichte

Corona-Fallzahlen im Kreis Ahrweiler weiter gestiegen

Kreis ab sofort in „Alarmstufe“ rot

Kreis Ahrweiler. Im Landkreis Ahrweiler ist erstmals der Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten worden. Der aktuelle Inzidenzwert liegt bei 53. Damit befindet sich der Kreis in der „Alarmstufe“ rot des Corona Warn- und Aktionsplans des Landes Rheinland-Pfalz. mehr...

25 Neuinfektionen im Kreis Ahrweiler

Coronavirus: Zwei weitere Senioreneinrichtungen betroffen

Kreis Ahrweiler. Am Freitag, 23.10.2020 gibt es 25 Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Kreis: acht in der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, zwei in der Stadt Remagen und zwei in der Stadt Sinzig sowie acht in der Verbandsgemeinde Adenau, eine in der Verbandsgemeinde Bad Breisig, zwei in der Verbandsgemeinde Brohltal und zwei in der Gemeinde Grafschaft. mehr...

Lesen Sie Jetzt:
Umfrage

Halloween steht vor der Tür ... wie bereitet ihr euch auf die gruseligste Nacht des Jahres vor?

Da die Party dieses Jahr ausfallen muss, stricke ich schon an ein paar fiesen Überraschungen für meine Nachbarn.
Wie jedes Jahr: Ich werfe mir mein Hexen/Dämon/Vampir-Kostüm über und ziehe von Haus zu Haus.
Gar nicht. Wofür brauchen wir Halloween, wenn wir Karneval haben?
Ich freue mich schon auf den Besuch der kleinen Monster und habe kiloweise Süßigkeiten besorgt.
Oh. Stimmt - ihr erinnert mich daran, dass ich am 31. die Rolläden runter mache und das Licht auslasse.
So richtig kann ich mich für Totenköpfe und Kunstblut nicht begeistern ... ich freue mich auf Kugeln, Glocken und Sterne.
aktuelle Beilagen
Inhalt kann nicht geladen werden

Anzeige
 
Kommentare
Patrick Baum:
@Antje Schulz, es ist völlig richtig, daß in der AfD Rheinland-Pfalz das Chaos herrscht. Nicht ohne Grund liegt die AfD in Rheinland-Pfalz in den aktuellen Umfragen zur Landtagswahl zum Glück deutlich unter ihrem Wahlergebnis von 2016. Der Grund dafür liegt in der katastrophalen Arbeit des AfD-Landesvorstands um die Führungspersonen Michael Frisch und Jan Bollinger. Inhaltlich hat die AfD Rheinland-Pfalz außer abstrusen Forderungen nichts zu bieten. Zum Leserkommentar von Natalie Bleck ist zu schreiben, daß diese auch eine AfD-Funktionärin ist. Sie ist auch die Ehefrau des AfD-Abgeordneten Andreas Bleck, der fast 20 Semester Semester erfolglos auf Lehramt studiert hat und jetzt ohne jeglichen Berufs- oder Studienabschluß im Bundestag sitzt.
Natalie Bleck:
Es nicht richtig, dass Herr Frisch die Maskenpflicht in Schulen befürwortet hat. Er sprach sich Ende April - als es noch deutlich weniger Daten zu Covid-19 gab - für eine Maskenpflicht im ÖPNV und beim Einkaufen aus. Und er hat kritisiert, dass die Landesregierung es versäumt hat, flächendeckend professionelle Schutzmasken für die Bevölkerung zu beschaffen. Und damit hat er Recht! Denn diese sind nun mal besser als selbstgenähte Baumwollmasken, wie erste Studien zeigen. Im Übrigen hatte die Regierung in den letzten Monaten ausreichend Zeit, Masken zu beschaffen und hat es wieder einmal versäumt.
Michael Friscg:
@Antje Schulz: Die Forderung nach einer Maskenpflicht stammt von Anfang März. Zu diesem Zeitpunkt war sie durchaus berechtigt. Und vor allem war sie auf professionelle Masken bezogen. Das, was die meisten Leute jetzt benutzen, wird auch von Experten als wenig bis gar nicht hilfreich bezeichnet. Heute sogar vom Präsidenten der Bundesärztekammer:https://www.welt.de/vermischtes/article218369132/Corona-Aerztepraesident-zweifelt-an-Alltagsmasken-Kritik-von-Lauterbach. (Link von der Redaktion entfernt) Hinzu kommt, dass das Tragen im Unterricht noch einmal eine ganz andere Frage ist. Denn es ist eine enorme Belastung für unsere Kinder, stundenlang mit einer Maske in der Schule sitzen zu müssen, obwohl nachgewiesen ist, dass die Schulen keine Infektionstreiber sind. Das grenzt an Körperverletzung! Den Widerspruch, den Sie zu konstruieren versuchen, gibt es jedenfalls definitiv nicht!
Gabriele Friedrich:
In Deutschland gibt es zumindest derzeit keinen Grund zum feiern. Es ist mir unbegreiflich, das die Leute nicht die Zeit nutzen um zu Hause mal was zu machen. Es gibt so viel zu tun ...packt es an und bleibt daheim. Egoismus schlägt irgendwann zurück, wenn die Feiernasen selber dran kommen und krank werden.

Kleiderhaus schließt

Gabriele Friedrich:
Das ist ja klar, die Leute bekommen nun die finanzielle Unterstützung im ALGII und können prima damit zu KiK und Co. Ich würde weiter sammeln für Obdachlose, der Winter kommt !!! Kindersachen kann man ja ebenso in Flüchtlingsunterkünften abgeben oder einschweißen und aufheben- das geht ja weiter und hört nicht "heute" auf.
Service
LESETIPPS
GelesenEmpfohlen
Anzeige Online bestellen

Geben Sie Ihre Anzeige in wenigen Schritten einfach selbst auf - Rund um die Uhr auf unserer Online-Anzeigenaufgabe! Wählen Sie hier einfach die passende Rubrik aus.