Theatergruppe Lampenfieber sorgt für Lachsalven ohne Ende
Komödie „Alles Paletti“ sorgt für heiteren Abend in der Klieburghalle
Nächste Vorstellungen am 28. und 29. September
Wassenach. Mit der Komödie in drei Akten „Alles Paletti“ von Rolf Salomon startete die Theatergruppe Lampenfieber in Wassenach in die diesjährige Theatersaison in Wassenach. Die Besucher der Premierenvorstellung wurden nicht enttäuscht und kamen aus dem Lachen nicht heraus. Das Ensemble zeigte sich auch in diesem Jahr aufs Beste vorbereitet und lief gleich zur Höchstform auf. Mit der Auswahl des Stücks und der Besetzung der einzelnen Rollen hatte man erneut eine glückliche Hand bewiesen. Das Ensemble, das in diesem Jahr unter der Regie von Daniela Seegardel und Melanie Decker agierte und bereits seit Anfang des Jahres fleißig probte, zeigte sich bereits bei der Premiere in Hochform. Viele Rollen hatte man wieder doppelt besetzt, um beispielsweise gegen krankheitsbedingte Ausfälle gewappnet zu sein. Und so dürften auch die weiteren geplanten Aufführungen am Samstag, 28. September um 20 Uhr und Sonntag, 29. September um 17 Uhr für alle Besucher unterhaltsame Stunden bieten. Außerdem fand bereits eine Sondervorstellung statt, bei der Seniorenheime und karitative Einrichtungen aus der näheren Umgebung eingeladen waren. Auch durfte man sich über den Besuch von Frau Marbach vom Theater-Verlag freuen. Alljährlich ist der größte Erfolg der Truppe, wenn sie nach vielen Proben mit den Zuschauern von Nah und Fern ein paar frohe und unterhaltsame Stunden verbringen können. Es besteht kein Zweifel daran, dass dies auch in diesem Jahr wieder der Fall sein wird. Mike Duffy konnte das in froher Erwartung in der Klieburghalle harrende Premierenpublikum begrüßen. Er wünschte allen Besuchern einen recht unterhaltsamen Abend bei dem turbulenten Geschehen auf der Bühne. Hier bildete besonders das Wohnzimmer von Hans und Franzi die Kulisse für das Geschehen.
„Alles Paletti“- Handlung
Es folgte eine Komödie, wie sie auch heute durchaus im Alltagsleben stattfinden könnte. Unerwartete Post nutzen einige Akteure, um aus dem Ehealltag einmal auszubrechen, und gemeinsam ein paar „erholsame Urlaubstage“ zu verbringen, was natürlich nicht ohne Komplikationen vonstattengehen kann. Im Fokus des unterhaltsamen Dreiakters stehen dabei Hans und Franzi und die „wibbelige“ Oma von Hans. Zum Leidwesen seiner Frau Franzi (Rita Friedrich) hat der „Fachmann für Sanitär- und Hygieneartikel“ Hans (Oliver Lange) sich im ehelichen Alltagstrott hinter seiner Zeitung verschanzt, um seiner Frau nicht zuhören zu müssen. Diese fühlt sich „emotional isoliert“. Franzi nutzt den ehelichen Monolog am Kaffeetisch eines Tages in fantasievoller Weise, um ihm den Gewinn eines Preisausschreibens zu verheimlichen. Pro forma fragt sie allerdings den Geistesabwesenden, ob er nicht gern einmal mit ihr in Urlaub fahren würde. Wie erwartet hat Hans nicht zugehört. Und so nutzt Franzi die Gelegenheit, auf die „Beerdigung einer entfernten Verwandten in Griechenland“ hinzuweisen, zu der sie unbedingt reisen müsse. Hiergegen hat Hans nichts einzuwenden. Franzi unterrichtet ihre Freundinnen Hilde (Renate Erler) und Biggi (Anna Keiman-Winterer) von diesem Plan, den allerdings auch die schwerhörige und liebestolle Oma von Hans (Martina Jesse) mit bekommt. Sie träumt davon, auch im hohen Alter mit dem Motorrad als Rockerbraut agieren zu können.
Sie nutzt die Gelegenheit, um ihren Freund Gisbert (Werner Willems) aus dem Altersheim in die „sturmfreie Bude“ zu holen, was allerdings nicht ohne Schwierigkeiten gelingt. Sie zerlegt bei dem Versuch das Auto von Hans in seine Einzelteile, steht ihr doch ein Laternenmast vor dem Anwesen im Weg. Doch auch Udo (Martin Linder), ein Freund von Hans, hat sich die Wohnung von Hans ausgesucht, um sich hier mit seiner Internetbekanntschaft Chantalle (Annika Lythje) zu einem Stelldichein zu treffen. Der „heiße Feger“ hat jedoch andere Pläne, als Udo ahnt. Da taucht zu allem Überfluss auch noch die von Franzi als „verstorbene Verwandte“ bezeichnete Tante Fiona von Fleckenstein (Melanie Decker) zu Besuch auf. Während sie sich im Badezimmer erfrischt, wird Gisbert von Oma aufs Äußerste strapaziert und Chantalle erleichtert Hans und Udo um einiges an Bargeld, nachdem sie sich in einem „Püff“, einem Bordell für alte Leute wähnt. Dabei hat sie mit ihren Handschellen im Gepäck und dem guten Schluck als Begrüßung aus der Flasche etwas ganz Bestimmtes vor. Fiona von Fleckenstein spannt schließlich Oma ihren Liebhaber Gisbert aus. Da wurde es zuweilen sehr eng in dem bis dahin gemütlichen Zuhause von Hans und Franzi. Und als Franzi und ihre Freundinnen des Nachts verfrüht und ernüchtert von ihrer Reise zurückkehren, scheint kein Mensch mehr in der Wohnung zu sein- und nur noch ein einziges Möbelstück. „Alles Paletti“ wäre aber schließlich keine Komödie, wenn sich nicht am Ende alles zum Guten wenden würde.
Erfolgreicher Abend
Wie die turbulente Komödie letztendlich nach turbulentem Verlauf ausgeht, erfahren Interessierte nur bei den Vorstellungen am 28. und 29. September. Eine witzige und unterhaltsame Komödie, die jedem zu empfehlen ist und bei der auch ein paar „rustikale Vokabeln“ nicht fehlen durften. Nach der gelungenen Premierenvorstellung, bei der alle Akteure mit sehr viel Applaus bedacht wurden, sprach Mike Duffy im Namen der Theatergruppe Lampenfieber sowohl allen Darstellern für die gezeigten Leistungen sowie dem begeisterten Publikum seine Anerkennung aus. Ein besonderes Lob gab es für Regisseurin Melanie Decker (Daniela Seegardel war verhindert). Ein weiteres Lob richtete Rita Friedrich an Anna Keiman-Winterer, die gemeinsam mit ihrem Ehemann Jan das aktuelle Klieburger Prinzenpaar Jan I. und Anna I. sind. Man überreichte ihnen einen Obolus der Theatergruppe Lampenfieber als finanzielle Unterstützung der Prinzensession. Bei den weiteren Vorstellungen kommen noch im Wechsel der Besetzung der Premierenvorstellung zum Einsatz: Mike Duffy (als Hans) Lisa Garling (als Franzi), Elisabeth Göring (als Oma von Hans), Linda Oster (als Hilde, der Freundin von Franzi) und Rebekka Heinze (als Fiona von Fleckenstein). Im Anschluss an die erfolgreiche Premierenvorstellung verweilte man noch im Foyer der Klieburghalle und feierte.
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Hans verabschiedet Franzi und ihre Freundinnen Hilde und Biggi zu der „Beerdigungsreise“ nach Griechenland.
Rita Friedrich überreicht Anna Keiman-Winterer und ihrem Mann einen Obolus zur Prinzensession.Fotos: WER
