Allgemeine Berichte | 18.05.2021

Lebensberatungsstelle Ahrweiler legt Jahresbericht 2020 vor

Kompetente und verlässliche Beratung im Corona-Jahr

Die Lebensberatungsstelle Ahrweiler.Foto: Lebensberatung

Bad Neuenahr-Ahrweiler. 858 Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben im vergangenen Jahr Hilfe bei der Lebensberatungsstelle des Bistums Trier in Ahrweiler gesucht oder nahmen an offenen Sprechstunden, Elternabenden und Weiterbildungen teil. Das geht aus dem jetzt veröffentlichten Jahresbericht 2020 hervor.

Die Gründe für die Kontaktaufnahme mit der Lebensberatung waren vielfältig: Bei Kindern und Jugendlichen waren es laut Jahresstatistik Trennung und Umgangs- oder Sorgerechtsstreitigkeiten der Eltern, Erschöpfung sowie Ängste der jungen Hilfesuchenden sowie die psychische Erkrankung eines Elternteils. 31,4 Prozent dieser Kinder und Jugendlichen leben nicht mehr in ihren Ursprungsfamilien.

Bei den Erwachsenen waren es vor allem Probleme, die sich durch Trennung und Scheidung ergaben. Viele Klienten litten an depressiven Verstimmungen oder waren durch kritische Lebensereignisse belastet. Zugenommen habe die Zahl der Eltern, die vom Gericht zu einer sogenannten „angeordneten Beratung“ geschickt wurden sowie die Zahl von Jugendlichen, die aufgrund einer richterlichen Anordnung Beratungstermine wahrnehmen mussten.

Herausforderungen und Chancen in der Corona-Pandemie

Im Bereich der Lebensberatung wurde schnell und adäquat reagiert durch Einrichtung von Heimarbeitsplätzen. Rund 13 Prozent aller Beratungen wurden im Vorjahr telefonisch oder per Video geführt. Zu keinem Zeitpunkt musste die Beratung aufgrund der Pandemie-Situation eingestellt werden.

Schwierig war die Situation im familiären Bereich von Ratsuchenden, da die eingespielten Alltagsrhythmen abhanden kamen. Alleinlebende litten unter der geforderten sozialen Distanz, Vorerkrankte und Ältere belastete die unsichtbare Bedrohung durch das Virus wie auch die Isolation. Finanzielle Sorgen oder Angst um den Arbeitsplatz verschlechterten die Lage für alle Beteiligten. Gleichzeitig gaben Ratsuchende an, vor allem im ersten Lockdown eine wohltuende Entschleunigung erfahren zu haben. Pendler ersparten sich lange Arbeitswege, Mütter erfuhren eine neue partnerschaftliche Unterstützung im Haushalt und der Kindererziehung.

Regelmäßige Angebote

Das Team um Leiter Christof Ewertz bietet regelmäßige Sprechstunden für Schülerinnen und Schüler und Eltern in Ahrweiler an der Philipp-von-Boeselager-Realschule, am Peter-Joerres-Gymnasium und – nach Bedarf – an der Ahrtalschule Realschule plus in Altenahr an. Zum weiteren Angebot gehören Verhaltensbeobachtungen auffälliger Kinder in Kitas sowie ein Selbstbehauptungs- und Selbstsicherheits-Training für 12- bis 15-Jährige.

Finanziert wurden die Kosten im vergangenen Jahr zu 46,1 Prozent durch den Träger, das Bistum Trier; zu 34,4 Prozent durch kommunale Mittel und zu 19,5 Prozent durch das Land Rheinland-Pfalz. Für die Ratsuchenden ist die Beratung kostenlos.

Die Lebensberatung hat ihren Sitz in der Altenbaustraße 2 in Bad Neuenahr-Ahrweiler und ist erreichbar unter Tel.: 02641-3222 oder per E-Mail an sekretariat.lb.ahrweiler@bistum-trier.de.

Pressemitteilung des

Bistums Trier

Die Lebensberatungsstelle Ahrweiler.Foto: Lebensberatung

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