Pflegefall – was nun? Informationsveranstaltung stößt auf großes Interesse
Komplexes Thema verständlich erklärt
Meckenheim. Das Forum Senioren Meckenheim lud in Kooperation mit der Stadt Meckenheim am 20. März 2025 zu einer Informationsveranstaltung zum Thema Pflege ein. Rund 100 Meckenheimer Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung und wurden von Sabine Mehrholz, der Vorsitzenden des Forums, sowie Hans Dieter Wirtz, dem Ersten Beigeordneten der Stadt Meckenheim, begrüßt. Die hohe Teilnehmerzahl verdeutlichte, wie relevant das Thema „Pflegefall – was nun?“ für viele Menschen ist.
Marion Baum, Pflegeexpertin der AOK Rheinland/Hamburg, bereitete das komplexe Thema verständlich und strukturiert auf. Zahlreiche Zwischenfragen und Beiträge wurden direkt in den Vortrag integriert. Ergänzend stand Silke Bauerfeind, die zuständige Pflegeberaterin der Stadt Meckenheim, für weitere Fragen zur Verfügung.
Zunächst wurde erläutert, was Pflegebedürftigkeit bedeutet und wie die Antragstellung Schritt für Schritt verläuft. Wer ist zuständig? Wie läuft die Begutachtung ab? Welche Fristen gelten und welche Widerspruchsmöglichkeiten bestehen? Detailliert wurde auf die Prüfung durch den Medizinischen Dienst (MD) eingegangen: Welche Kriterien werden bewertet, wie erfolgt die Punktevergabe und ab wann wird welcher Pflegegrad anerkannt?
Im zweiten Teil des Vortrags wurden die unterschiedlichen Pflegeleistungen vorgestellt. Welche Geld-, Sach- und Pflegeleistungen stehen bei welchem Pflegegrad zur Verfügung? Was sind Entlastungsleistungen und wer darf sie erbringen? Ein besonderer Fokus lag auf der Unterstützung bei der häuslichen Pflege, da dieser Bereich die meisten Betroffenen betrifft. Auch Maßnahmen zur Entlastung pflegender Angehöriger wie Verhinderungspflege, Kurzzeitpflege, Pflegeunterstützungsgeld und Familienpflegezeit wurden ausführlich thematisiert. Aufgrund der großen Resonanz plant das Forum Senioren Meckenheim eine Wiederholung der Veranstaltung. Darüber hinaus wird dauerhaft eine kostenlose Wohnberatung zum Thema „Wohnen im Alter“ angeboten. Dipl.-Ing. Guido Gamer führt diese in Kooperation mit der AWO Bonn/Rhein-Sieg durch. Sie umfasst alle Aspekte der altersgerechten Wohnraumanpassung, von Hilfsmitteln über die Beseitigung von Gefahrenquellen bis hin zu baulichen Veränderungen wie einem barrierefreien Bad. Auch Fragen zur Finanzierung werden dabei berücksichtigt.BA
