Konzert der Kirchdauner
Kirchdaun.„Die Kirchdauner sind berühmt-berüchtigt für humorvoll moderierte Konzerte, die mehr bieten, als man von einem Blasorchester erwartet,“ lautete die Ankündigung im Veranstaltungskalender auf Ahrtal.de. Wer mit dieser Erwartung das Frühjahrskonzert des Ensembles besuchte, wurde nicht enttäuscht. Breitgefächert zeigte sich das Repertoire, aus dem die Musiker immer neue Schubladen öffneten. Nach dem Eröffnungsmarsch, der leichtfüßig im modernen Gewand vorgetragen wurde, zeigte das Orchester in einem Jazz-Block seine Big Band-Qualitäten mit ansprechenden Arrangements, wie dem Standard Blue Bossa, Beale Street Blues und dem Dixieland Evergreen „Ain’t she Sweet“, sowie zahlreichen Improvisationen und Solo-Einlagen. Der bekannte Florentiner Marsch läutete einen Ausflug in die eher traditionelle Blasmusik ein. Mit „Ein Leben lang“ als aktuelles Werk der „Fäaschtbänkler“ zeigten die Kirchdauner gutes Gespür für moderne Werke und auch der Gesangsteil des Stückes fügte sich gut ins Orchester ein. Das diesjährige Sommerprogramm der Kirchdauner steht unter dem Motto „Kölsch“ und wird beim Biergarten des Orchesters im Juni erstmals präsentiert. Ein paar Appetithappen hatte man aber schon dabei: zwei Medleys, von denen besonders das „Fette Potpourri“ mit Hits von „Querbeat“ für reichlich Stimmung im vollen Saal sorgte. Dazu gab‘s als Kontrast das eher getragene „Immer noch do“ von „Kasalla“.
Den letzten Teil des Konzertes bildeten Stücke aus der Pop-Musik: „No roots“ von Alice Merton, der Jazz-Fusion-Titel „Birdland“, sowie Werke von Queen und Aretha Franklin. Das begeisterte Publikum war sichtlich zufrieden und erklatschte sich noch einige Zugaben, bevor sich die Kirchdauner in den wohlverdienten Feierabend verabschieden durften.
Der musikalische Leiter des Orchesters Christian Gerling hatte das Programm merklich mit viel Bedacht zusammengestellt und auch die humorvolle Moderation des Vorsitzenden Stefan Bendel durfte nicht fehlen. Die Kirchdauner Dorf-Musikanten waren sich wieder treu geblieben und hatten gut gelaunt ein kontrastreiches Programm serviert, das kaum eine Ecke der verfügbaren Blasmusik ausgelassen hatte. Dabei präsentierte man sich auf der Höhe der Zeit und mit einer Klangfülle, die für ein eher kleines Ensemble mehr als erstaunlich ist. Auch die Qualität der einzelnen Musiker sticht hervor. Dies wurde besonders sichtbar an den zahlreichen Solo-Parts, die sich über das ganze Orchester gleichmäßig verteilten. Man kann gespannt sein auf das Programm der Kirchdauner beim „Kölsch“-Biergarten am 29. Juni und auf das Jahreskonzert am 2. November, beides im Bürgerhaus Kirchdaun.

Na die Kirchdauner sind einfach genial