Allgemeine Berichte | 26.09.2018

Eifelverein Remagen: 325 Kilometer von Aachen nach Trier gewandert

Kräftezehrende Wanderung in mehreren Etappen

Die Gruppe in der Butzerbachschlucht.  privat

Remagen/Trier. Das Beste kommt bekanntlich oft zum Schluss - und so ist es auch mit dem Eifelsteig. Die letzte Etappe von Kordel nach Trier ist zwar lang und manchmal auch etwas beschwerlich. Aber sie bietet eine einzigartige Erlebnisfülle und ist ein phantastisches Natur- und Kulturerlebnis. Es begann ab Kordel mit einem zauberhaften Waldweg auf halber Höhe im Kylltal. Zwischen den Bäumen tauchte im Morgennebel jenseits des Tales schemenhaft die Burgruine Ramstein auf. Dann nahm das einzigartige Butzerbachtal die Wanderfreunde in Empfang. Zwischen schroffen Felsen rauschte der Butzerbach über viele kleine Wasserfälle den Wanderern entgegen. Der Weg krallte sich förmlich an die Felswand und schließlich ging es nur noch über schwankende Hängebrücken weiter.

Von einem römischen Untertagebergwerk legen die erhaltenen Reste noch immer ein beredtes Zeugnis ab vom hohen Stand der Ingenieurkunst vor 2000 Jahren. Ein Abstecher zur Geyersley war für die Remagener natürlich ein absolutes Muss, so großartig ist von dort der Blick von diesem hohen, senkrechten Felsen tief hinab ins Kylltal und zur Burgruine Ramstein.

Obwohl die Genovevahöhle im Reiseführer angekündigt wird, derart gewaltig hatte sich niemand ihre Ausmaße vorgestellt. 15m ist sie breit und 10 m hoch. Schon Steinzeitmenschen schätzten diesen natürlichen Schutz, wie Funde belegen. Die Wände bestehen aus leuchtend rotem Sandstein. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts hieß die Höhle übrigens nur Kutzbachhöhle. Aber das war damals plötzlich nicht mehr romantisch genug und so wurde die Genovevasage auch hierher verfrachtet. Historisch ist diese Dame ohnehin nicht greifbar, da schadet ihr auch eine weitere angedichtete Heimstatt nicht.

Heftiges Unwetter am Ende der Tour

Die letzten Kilometer vor Trier teilen sich Mosel- und Eifelsteig denselben Weg. Hoch oben am Rande der Felswand reihen sich phantastische Aussichtspunkte auf Trier und Mosel aneinander. Doch der Himmel wurde immer dunkler, schließlich fast schwarz. Und mit Erreichen der ersten Häuser von Trier brach im selben Augenblick ein fürchterliches Unwetter los. Ein regelrechter Wolkenbruch verwandelte Straßen in Seen, Gullydeckel wurden von Wasserfontänen hochgehoben, Polizei und Feuerwehren jagten durch die Stadt von einem Einsatz zum nächsten. Eng gequetscht in einem Hauseingang waren die Remagener froh, dass sie von diesem Gewitter nicht schon unterwegs erwischt worden waren.

Acht Wanderer meisterten sämtliche Etappen

Etwa 325 Kilometer sind es auf dem Eifelsteig von Aachen nach Trier. In wechselnder Besetzung ist die Ortsgruppe Remagen den ganzen Steig zwischen 2016 und diesem Jahr gewandert, wobei immer die nächste Wanderung dort begann, wo die vorherige aufgehört hatte. Acht Wanderer haben durchgehalten und haben ausnahmslos alle Etappen gemeistert. Sie erhielten zur Anerkennung eine Urkunde der Eifeltourismus GmbH in Prüm.

Die Gruppe in der Butzerbachschlucht. Foto: privat

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