Allgemeine Berichte | 01.10.2018

Voruntersuchung an Kaiser-Wilhelm- Kirche in Bad Ems hat begonnen

Kran nimmt Schäden unter die Lupe

Ein schwerer Kran neben der Kaiser-Wilhelm-Kirche ermöglichte den Fachleuten, Schäden an dem Gotteshaus auszumachen und Dringliches instandzusetzen. privat

Bad Ems. Spektakulärer Einsatz an der Bad Emser Kaiser-Wilhelm-Kirche. Ein schwerer Kran wurde neben dem am 15. August 1899 eingeweihten Gotteshaus aufgestellt. Der Einsatz soll der Begutachtung von Turm, Dächern und Außenfassade dienen. „Erkennbare Schäden, die das Eindringen von Regenwasser in das Bauwerk ermöglichen, werden dann sofort instandgesetzt“, berichtet Hartmut Bargmann vom Kirchenvorstand, der die Baumaßnahme für die Kirchengemeinde begleitet. Seit dem Frühjahr vergangenen Jahres ist die Kirche für die Öffentlichkeit geschlossen, nachdem Risse im Mauerwerk und in der Decke des Chorraums entdeckt wurden.

Zu Beginn der vergangenen Woche wurden Wetterhahn und Kugel an der Bekrönung bereits abmontiert und nach unten transportiert. „Wie das früher gebaut wurde, ohne die Technik von heute, kann man sich kaum vorstellen“, sagt Dachdeckermeister Michael Schmidt, als er im Arbeitskorb von einem tonnenschweren Kran im Nu in mehr als 35 Meter Höhe befördert wird, um die Turmspitze zu öffnen und dort Wetterhahn und Kugel abzumontieren. Zunächst beobachtet Frank Liedtke, Geschäftsführer des mit den Voruntersuchungen beauftragten Planungsbüros „Baukreis“ aus der Eifel noch von unten das Geschehen und bestaunt anschließend den geborgenen Wetterhahn. „Die Bekrönung aus Hahn, Blattwerk und Kugel dürfte bei der repräsentativen Kaiser-Wilhelm-Kirche wohl vergoldet gewesen sein“, erklärt der Baufachmann; aber rund 120 Jahre gehen nicht spurlos vorbei, zeigt er auf die offensichtlichen Schäden am Metallstiel des Hahns, von dem manche Verzierung bereits abgefallen ist und der jetzt erst einmal im für die Öffentlichkeit geschlossenen Kircheninnern ruht. Genauen Aufschluss geben wird eine materialtechnische Untersuchung mittels „Röntgenfluoreszenzverfahren“.

Die Kugel lässt sich etwas schwieriger herunterholen; da muss der Bauleiter selbst mit nach oben. Aber nach einer halben Stunde liegt auch sie sicher im Altarraum zur weiteren Begutachtung. Der Einsatz des großen Krans soll aber vor allem der Begutachtung von Turm, Dächern und Mauer dienen, um zusätzliche Schäden zu verhindern. „Ferner werden alle Regenwasserabläufe geprüft, gegebenenfalls instandgesetzt oder provisorisch neu verlegt. Das Dach des Hauptschiffs wird von außen geöffnet und ein Zugang in den Dachboden geschaffen.

Die Dämmung aus alter Mineralwolle der Holzdeckenvertäfelung muss entfernt werden, um die Dachkonstruktionen auf Schäden untersuchen zu können. „Dabei können Fasern durch die Ritzen der Holzdecken austreten und die Orgel verunreinigen“, so Bargmann. Deshalb wurde die Orgel von einer Fachfirma eingepackt, um Beschädigungen zu vermeiden. Außerdem soll die Außenfassade der Kirche „photogrammetrisch“ aufgemessen werden. „Dadurch kann später eine konkrete Massenermittlung der zu erneuernden Fassadensteine erfolgen.“ Gleiches geschieht mit der Raumschale im Innern des Gotteshauses.

Um mit den Voruntersuchungen zu beginnen, ist zunächst eine europaweite Ausschreibung notwendig geworden. „Das hat den Start etwas verzögert“, erklärt Bargmann. Erst wenn diese Untersuchungen abgeschlossen sind, könne konkreter ermittelt werden, wie umfangreich die Sanierung der Kaiser-Wilhelm-Kirche wird und natürlich auch, wie teuer sie wird.

Ein schwerer Kran neben der Kaiser-Wilhelm-Kirche ermöglichte den Fachleuten, Schäden an dem Gotteshaus auszumachen und Dringliches instandzusetzen. Foto: privat

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