Allgemeine Berichte | 16.07.2015, 11:00 Uhr

Tierheim Troisdorf sucht den früheren Besitzer

Kranke Hündin heimlich vor Tierheim ausgesetzt

„Hope“ wurde bereits operiert und wird wieder gesund

Die Hundedame „Hope“ befand sich in einem schlimmen Zustand, als sie am Montagmorgen gefunden wurde.privat
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Troisdorf. Die Tierschützer im Tierheim Troisdorf sind noch immer erschüttert über den traurigen Anblick, der sich ihnen am Montagmorgen bot: Ein völlig entkräfteter und kranker Hund mit einem kinderkopfgroßen Geschwulst wartete dort auf Hilfe. Bei dem auf ein Alter von circa zwei Jahren geschätzten Tier handelt es sich um einen Pinschermischling, der in der Nacht zuvor am Tor des Tierheims angebunden wurde.

„Für uns stand von Anfang an fest, dass wir alles unternehmen wollen, um den Hund zu retten“, macht der Vorstandssprecher Ralf Snyders deutlich. Am heutigen Dienstag ist die Hündin nun erfolgreich in einer Tierklinik erfolgreich operiert worden und die Tierschützer sind voller Hoffnung, dass sie wieder vollends genesen wird. Um diese Hoffnung zu unterstreichen, haben die betreuenden Pflegerinnen die kleine Hundedame auf den Namen „Hope“ getauft.

Nach Auskunft der behandelnden Ärzte handelte es sich bei dem Tumor um ein Fettgeschwulst, ein sogenanntes „Lipom“, das eher harmlos ist, wenn es frühzeitig behandelt wird. Nach der überstandenen Operation soll „Hope“ noch in dieser Woche ins Tierheim umziehen dürfen, sagen die Ärzte.

„Entscheidend ist, dass mit der Anschaffung eines Tieres regelmäßig nicht nur die Kosten für Futter und Ausstattung verbunden sind, sondern auch nicht vorhersehbare Tierarztkosten anfallen können. Wir wissen um finanzielle Notlagen, die durch unerwartete Erkrankungen entstehen können, und tun alles, um in solchen Situationen zu helfen“, macht Oliver Krauß, der stellvertretende Vorsitzende deutlich. So werden auch im Fall „Hope“ Spenden zur Finanzierung der Operation gesammelt.

„Wir appellieren dringend, sich an die Tierschutzvereine zu wenden, bevor man ein Tier aussetzt. Bei uns wird niemand gemaßregelt, wenn er sein Haustier bei uns abgibt. Denn grundsätzlich sind wir froh, wenn die Tiere nicht hilflos ausgesetzt werden, sondern in unsere Obhut kommen“, so Krauß.

Bei Fällen wie „Hope“ sei es jedoch wichtig, das Tier viel früher behandeln zu lassen, um das Martyrium zu verkürzen und die Heilungschancen zu verbessern.

Die Tierschützer hoffen nun, Hinweise über die Herkunft von „Hope“ zu erhalten. Zudem sammeln sie Spenden, um die Behandlung finanzieren zu können. Wer Hinweise geben kann oder spenden möchte, möge sich bitte direkt an den Tierschutzverein in Troisdorf wenden: E-Mail: info@tierheim-troisdorf.de; Tel. (0 22 41) 1 27 77 00.

Die Hundedame „Hope“ befand sich in einem schlimmen Zustand, als sie am Montagmorgen gefunden wurde.Foto: privat

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