Vorsitzende Pia Wasem: „Krankenhaus Remagen für neue gesundheitliche Versorgungsstrukturen nutzen“
Krankenhaus Remagen: Förderverein möchte weiter kämpfen
Remagen. Wie geht es weiter für den Förderverein des Krankenhauses Maria Stern in Remagen? Mit dieser zentralen Frage beschäftigten sich die Vereinsmitglieder anlässlich der Jahresabschluss-Versammlung Anfang Dezember 2025 in der Aula der IGS Remagen. Das Krankenhaus Remagen war Ende November geschlossen worden.
„Zurzeit sind wir dabei, uns auf alle Eventualitäten einzustellen“, sagte die Vereinsvorsitzende Pia Wasem. Nach Bekanntwerden der wirtschaftlichen Schieflage des Krankenhauses Maria Stern habe man sofort alle Gelder eingefroren bzw. keinerlei Ausgaben getätigt. „Es ist uns wichtig, dass die vorhandenen Gelder so verwendet werden, wie es dem Willen unserer Spenderinnen und Spender entspricht“, betonte Pia Wasem. „Durch die Schließung erforderlich gewordene Satzungsänderungen werden wir mit Unterstützung eines Rechtsbeistandes auf den Weg bringen“, ergänzte sie.
Man trage Verantwortung gegenüber Mitgliedern sowie Spenderinnen und Spendern, und dieser sei man sich sehr bewusst. „Natürlich werden wir auch künftig größte Sorgfalt walten lassen“, hob Pia Wasem hervor. Alle Schritte und Satzungsänderungen haben die Mitglieder zu beschließen. Daher werde der Vorstand im Laufe der nächsten Monate zu weiteren Mitgliederversammlungen einladen, und man hoffe auf rege Teilnahme.
Kämpferisch und konstruktiv
Allen Satzungsänderungen und Zukunftssorgen zum Trotz: Die Mitglieder des Fördervereins Krankenhaus Maria Stern zeigten sich kämpferisch und konstruktiv – wohl wissend, „dass jetzt endlich, wenn auch viel zu spät, Engagement von Verantwortungsträgern gezeigt werden muss“, war sich die Mehrheit der Anwesenden einig.
„Der Verein schließt sich inhaltlich den Resolutionen der Rheinstädte an. Und wir hoffen, dass endlich Taten statt Worthülsen folgen“, bekräftigte Pia Wasem: „Wir fordern die politisch Verantwortlichen auf, sich dafür einzusetzen, den Standort Remagen für die wohnortnahe medizinische Versorgung zu erhalten und das Krankenhaus Maria Stern für neue gesundheitliche Versorgungsstrukturen zu nutzen. Schön wäre, wenn Gesundheitsminister Clemens Hoch bei der Einwohnerversammlung nach Remagen konkrete Pläne im Gepäck hätte“, so die Vereinsvorsitzende.
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