Bendorfer Festspiele gehen mit „Shakespeare mittendrin“ in die achte Saison
Kreativ und bewährt - Kulturelle Highlights im Sommer
Programm wartet mit vielseitigen Konzerten und einem neuen Theaterstück auf
Bendorf. Der Vorverkauf der „Festspiele am Rheinblick“ Bendorf hat begonnen. Auf die Freunde der Bendorfer Festspiele warten gleich drei „Sahnestückchen“, die allemal einen Besuch - auch im achten Jahr seit der Gründung durch Peter Lindemann - lohnen. Die überaus positive Resonanz auf die Festspielsaison 2015 hat gezeigt, dass der Vorstand des Kulturforums bei der Programmauswahl den Geschmack der Besucher getroffen hat, daher setzten sie auch in diesem Jahr auf das bewährte Konzept. Neben dem neuen Theaterstück gastiert das Quintett „Antiquariat“ um die französisch-amerikanische Sängerin Marion Lenfant-Preus (Freitag, 19. August) in Bendorf. Flankiert wird das Programm von den Frauen der Jazz und Soul Formation „Femmes Vokal“ mit ihren Klang gewordenen Visionen von Kraft, Spannung und Schönheit am Samstag, 27. August.
Shakespeare aus einer anderen Perspektive
Der vor 400 Jahren gestorbene Dichter und Dramatiker William Shakespeare hinterließ 154 Sonetten, fünf Gedichte und 38 Theaterstücke. Im Sommer 2016 gesellt sich ein weiteres Bühnenstück dazu - mit dem Unterschied, dass es nicht aus Shakespeares Feder stammt. Mit diesem Stück leistet die Bendorfer Festspielreihe ihren Beitrag zum 25. Rheinland-pfälzischen Kultursommer unter dem Motto: „Der Sommer unseres Vergnügens“ in Abwandlung des Shakespeare-Zitats „Winter des Missvergnügens“. Autorin Silke Dutz hat das Theaterstück „Shakespeare mittendrin“ eigens für die „Festspiele am Rheinblick“ geschrieben und damit dem Wunsch der Kultursommer-Initiative nach einem Programm mit viel Witz, Ulk, Scherz und Heiterkeit Rechnung getragen. Dargeboten wird das Bühnenspiel wieder von dem bewährten und beliebten Schauspielensemble „Die Findlinge.“ Nach der Premiere am Freitag, 12. August folgen weitere Aufführungen am Samstag, 13., Sonntag, 14., Samstag, 20., Freitag, 26. und Sonntag, 28. August. Karten sind im Vorverkauf und an der Abendkasse erhältlich, Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr. Nähere Infos gibt es auch im Internet unter www.kulturforum-bendorf.de.
Jazz, Soul und Swing
Am Freitag, 19. August erlebt die Freilichtbühne an den historischen Eisenerzröstöfen eine musikalische Reise des Bonner Quintetts „Antiquariat“. Das Spektrum der Band mit internationalen Wurzen reicht vom Balkan bis nach Lateinamerika. In traditioneller Gipsy-Swing Besetzung (zwei Gitarren, Geige und Kontrabass) präsentieren die Musiker in der Tradition legendärer Gruppen wie Django Reinhardts „Hot Club de France“ kreativ aufpolierte wertvolle Antiquitäten und in jenem Stil weiterentwickelte Eigenkompositionen. Der Abend beginnt um 19.30 Uhr, Karten gibt es im Vorverkauf und an der Abendkasse. Abgerundet wird der Festspielsommer am Samstag, 27. August mit der Jazz und Soul Formation „Femmes Vokal“. Seit acht Jahren versüßen sechs weibliche ausdrucksstarke Stimmen jeden Sommerabend und sind damit so jung wie die Festspielreihe selbst. Stilistisch geht bei diesem energiegeladenen Frauen-Ensemble zwischen Pop, Rock und Jazz so ziemlich alles, eingewoben in unerhört freche Coverversionen. Begleitet werden die sechs Sängerinnen von den beiden Gitarristen Christoph Streit und Peter Dümmler sowie dem Pianisten, Saxofonisten und Akkordeonspieler Dennis Kessler. Auch für dieses Highlight hat der Vorverkauf bereits begonnen.
„Festspiele am Rheinblick“ sind feste Institution
Aus kleinen Anfängen sind die Bendorfer Festspiele mittlerweile zu einem festen Bestandteil des landesweiten kulturellen Projekts „Kultursommer Rheinland-Pfalz“ herangewachsen. In einer Pressekonferenz zur Vorstellung des neuen Programms erzählte der Vorsitzende der GGH Peter Lindemann: „Nachdem die einmaligen Eisenerzröstöfen restauriert und wieder zugänglich waren, kam mir die Idee, an dieser historischen Stätte ein Freilichttheater zu installieren. Vor ungefähr zehn Jahren habe ich mit den Planungen begonnen und konnte die nötigen Mitstreiter für das Projekt gewinnen. Für die erste Theateraufführung stand uns als Bühne nur ein Baugerüst zur Verfügung, heute verfügen wir dank vieler und großzügiger Spenden über eine professionelle Bühnentechnik mit entsprechendem Equipment.“ Bürgermeister Michael Kessler brachte seine Freude zum Ausdruck, in Bendorf neben den vielen Besonderheiten kultureller Art dank des Kulturforums Festspiele anbieten zu können. Kessler: „Das ist für eine kleine Stadt wie Bendorf alles andere als selbstverständlich.“ Nach einer detaillierten Einführung in das Festspielangebot durch Alexandra Menge und weiteren Hinweisen von Pascal Badziong (beide Kulturforum) stand die Regieassistentin und Schauspielerin Christiane Brühl für Fragen zum neuen Theaterstück zur Verfügung. Zum Inhalt verriet sie nur, dass das Stück sich um eine illustre Wohngemeinschaft von sechs Studenten dreht. Bei einem geselligen Brettspiel namens Ouija-Board, auch „Hexenbrett“ genannt, erleben sie unerwartete Überraschungen mit einem plötzlich auftauchenden Gast, der mit seiner Existenz für vorhersehbares Chaos sorgt. Ihre Andeutungen machen Lust auf mehr. Man darf auf die ganze Geschichte gespannt sein, genauso wie auf die angekündigten musikalischen Leckerbissen.
Auf einer Pressekonferenz wurden die Programmhighlights, unter anderem erstklassige Musikacts, vorgestellt.