Allgemeine Berichte | 18.04.2024

Vollsperrung und Umleitungen bis Sommer durch letzte Maßnahme der Stadtsanierung in Burgbrohl

Kreisverkehr gesperrt: Neuer Josefsplatz soll bis Sommer fertig sein

Ein zentraler Verkehrsknotenpunkt in Burgbrohl ist wegen der Umgestaltung des Josefsplatzes für längere Zeit voll gesperrt.  Fotos: CF

Burgbrohl. In der Ortsgemeinde Burgbrohl stehen Verkehrsteilnehmer und Fußgänger seit dem 10. April vor großen Herausforderungen. Im Zuge der Sanierung des „Josefsplatzes“ wurde die Straßenführung geändert und die Gleeser Straße im Bereich Ecke Brohltalstraße bis Ecke Burgweg voll gesperrt. Pendler, Autofahrer, Schul- und Lkw-Verkehr sahen sich am Tag der neuen Verkehrsführung mit teilweise chaotischen Verhältnissen konfrontiert. Allein auf der Brohltalstraße fahren täglich schätzungsweise 7.000 Autos durch den Ort.

Grund für die vorübergehende Verkehrssituation, die voraussichtlich bis zum 31. Juli andauern wird, ist die letzte Maßnahme im Rahmen der Stadtsanierung. Bürgermeister Walter Schneider ist sich bewusst, dass es kaum möglich ist, allen Bedürfnissen gleichermaßen gerecht zu werden, zumal mit dem Josefsplatz ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt betroffen ist.

„Uns war allen klar, wenn es so weit ist, wird es hier Einschränkungen geben“, sagt Bürgermeister Schneider.

Schneider ist seit 2004 Ortsbürgermeister von Burgbrohl und hat in seiner Amtszeit die Stadtsanierung maßgeblich begleitet. Im näheren Umfeld des künftig neugestalteten Dorfmittelpunktes befinden sich unter anderem eine Förderschule und eine Grundschule, mehrere Arztpraxen, eine Seniorenwohnanlage und eine geriatrische Klinik. Aus der Bevölkerung wurde an Walter Schneider immer wieder die Frage herangetragen, warum es parallel zur Baustelle am Josefsplatz keine einspurige Umfahrung gibt. Allein der Umfang der Maßnahme und der Arbeitsschutz sprachen klar dagegen.

Auch die Einbahnstraßenregelung auf den Umleitungsstrecken von und nach Glees war alternativlos. Begegnungsverkehr, insbesondere von Lkw und Bussen, hätte den Verkehrsfluss letztlich zum Erliegen gebracht.

Bürgermeister Walter Schneider sieht bei solchen und ähnlichen Baumaßnahmen, dass die Nähe zur A 61 auch starke Auswirkungen auf den Verkehr vor Ort hat. Durch Behinderungen auf der Autobahn würde der Schwerlastverkehr immer wieder auf die Ortsstraßen ausweichen und diese zusätzlich belasten.

Sebastian Breitbach von der Verbandsgemeinde Brohltal und zuständig für den Bereich Tiefbau, kann eine Woche nach der Vollsperrung ein erstes Fazit ziehen: „Es dauert eine Weile, bis sich die Verkehrsteilnehmer an die neue Situation gewöhnt haben. Die anfängliche Aufregung hat sich nun gelegt und die Situation vor Ort hat sich beruhigt.“

Wo derzeit noch Bagger und Baumaschinen im Einsatz sind, sollen schon bald eine Bushaltestelle mit Busbucht, ein neu gestalteter Platz sowie öffentliche Toiletten entstehen. Mit der geplanten Fertigstellung im Sommer dieses Jahres soll der Josefsplatz neuen Raum für Feste wie Kirmes, Maibaumaufstellen oder Weihnachtsmarkt bieten. Darüber hinaus soll er als zentraler Ort ein neues Naherholungsgebiet für die Bürger werden oder als Ausgangspunkt für Wanderungen dienen. Ortsbürgermeister Schneider sagte im Gespräch mit Blick aktuell, dass nach Fertigstellung des neuen Josefsplatzes auch die Kirmes, anders als in den Vorjahren, ohne Straßensperrungen durchgeführt werden könne. Bisher stünden alle Zeichen auf Grün, dass alle Arbeiten im Zeitplan abgeschlossen werden.

Entgegen der ursprünglichen Planung erhält die neue Ortsmitte keinen eigenen Park. Mit Blick auf die finanzielle Situation der Ortsgemeinde, die derzeit 4. Mio. Euro Schulden zu schultern hat, habe man in der Vergangenheit dennoch eine ganze Reihe von Maßnahmen zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger durchgeführt. Angefangen von der Kaiserhalle über die Brohltalaue Ost bis hin zum Haus der Kultur.

„In den letzten 20 Jahren sind eine Menge Fördergelder in die Gemeinde geflossen und wir haben auch selber viel in die Hand genommen“, berichtet Bürgermeister Walter Schneider. Bis zur nächsten Kirmes wird die neue Dorfmitte nach Einschätzung des Bürgermeisters noch nicht fertig sein. Erste Veranstaltung am neuen Josefsplatz in Burgbrohl ist die feierliche Eröffnung.

Bis dahin müssen sich Anwohner und Anlieger in Burgbrohl auf den einen oder anderen Umweg einstellen und Geduld mitbringen, bis die Bauarbeiten am Josefsplatz und dem Kreisverkehr davor abgeschlossen sind und der Verkehr wieder wie gewohnt fließen kann.

Die Sperrungen und Beeinträchtigungen im Überblick:

• Vollsperrung der Gleeser Straße im Bereich Ecke Brohltalstraße bis Ecke Burgweg

• Umleitung Richtung Schule, nach Glees und Maria Laach: Brohltalstraße – Bachstraße – Greimerstalweg (Beginn Einbahnstraße) – Burgweg – Gleeser Straße (Ende Einbahnstraße)

• Umleitung von Glees kommend: Gleeser Straße – Kirchstraße (Beginn Einbahnstraße) – Brohltalstraße (Ende Einbahnstraße)

• ÖPNV: Die Buslinien 800, 807 und 809 werden umgeleitet und es kommt zu Verspätungen in beide Richtungen. Die Haltestelle „Burgbrohl, Josefstraße“ entfällt.

CF

Hier entsteht bis zum Sommer der neue Josefsplatz als Dorfmittelpunkt.

Hier entsteht bis zum Sommer der neue Josefsplatz als Dorfmittelpunkt.

Die Verantwortlichen für die Baumaßnahme (v.l.): Klaus Rick, Florian Göbel, Jens Heckenbach, Sebastian Breitbach, Rudolf Dehren, Robin Erfurt und Ortsbürgermeister Walter Schneider.

Die Verantwortlichen für die Baumaßnahme (v.l.): Klaus Rick, Florian Göbel, Jens Heckenbach, Sebastian Breitbach, Rudolf Dehren, Robin Erfurt und Ortsbürgermeister Walter Schneider.

Ein zentraler Verkehrsknotenpunkt in Burgbrohl ist wegen der Umgestaltung des Josefsplatzes für längere Zeit voll gesperrt. Fotos: CF

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