Zum Gedenken an die Schwestern des hl. Karl Borromäus
Kreuz der Borromäerinnen wurde erneuert und wieder aufgestellt
Bürger, Ortsbeirat, Heimatverein und engagierte Auszubildende setzten sich ein, für ein den Stadtteil Ahrweiler bedeutende Gedenkstätte/Ruhe Oase
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Durch den Hinweis eines engagierten Ahrweiler Bürgers wurde der Ortsbeirat Ahrweiler im Jahre 2019 darauf hingewiesen, dass nach Ablauf der Liegezeit das Kreuz der Borromäerinnen und somit auch die Grabstelle auf dem Friedhof in Ahrweiler gemäß den gesetzlichen Rahmenbedingungen entfernt werden musste. Schnell war man sich im Ortsbeirat einig, dass die Aufgaben der wohltätigen Schwestern ein bedeutender Meilenstein in der Geschichte Ahrweilers war. Die Idee war geboren, das Kreuz restaurieren zu lassen und auf dem Friedhof erneut aufzustellen.
Die Stadt sagte sofort ihre Unterstützung zu und schnell war ein Platz auf dem Friedhof gefunden, der für eine solche Gedenkstätte geeignet erschien. Wenn es um die Geschichte geht, kommt man in Ahrweiler zwangsläufig ins Gespräch mit Hans Georg Klein. Hans Georg Klein zeigte sich auch begeistert von der Idee und entwarf einen entsprechenden Text für eine Gedenktafel. Die Pläne waren geboren und nun ging es in die Phase der Umsetzung: Restaurierung des Kreuzes, Fertigung einer Erinnerungstafel sowie Herstellung der Gedenkstätte.
Die Restaurierung wurde bei einem örtlichen Steinmetzbetrieb in Auftrag gegeben und mit Unterstützung durch die Stadt eine Erinnerungstafel bestellt. Die Herstellung der Gedenkstätte erfolgte durch die Fa. Gärtnerei Wershofen, Ahrweiler, im Rahmen eines Ausbildungsprojektes.
Die Auszubildenden Jennifer Sweeney und Jos Ley durften ihr bisher erlangtes Wissen in Pläne fassen und unter Anleitung ihrer Ausbilder letztlich auch bis ins letzte Details umsetzen.
In persönlichen Gesprächen war den Jugendlichen anzumerken, dass sie mit Freude auf ein gelungenes Gewerk schauen können und sie diese Aufgabe mit Stolz erfüllt. Stellvertretender Ortsvorsteher Ferdi Heuwagen, Ortsvorsteher Peter Krämer und Ortsbeiratsmitglied Gerd Friedrichs würdigten vor Ort die Fa. Wershofen, die Stadt und den Heimatverein Alt Ahrweiler, der auch eine kräftige finanzielle Unterstützung in dieses Projekt investierte. Im Rahmen der Gräbersegnung an Allerheiligen, segnete Dechant Jörg Meyrer die Gedenkstätte ein und viele Bürger gaben dem Ortsbeirat eine positive Rückmeldung.
Zur Erinnerung: Text der Gedenktafel
Zum Gedenken an die Schwestern des hl. Karl Borromäus Von 1855 bis 1967 dienten die Borromäerinnen der Ahrweiler Bevölkerung im Krankenhaus, Klösterchen genannt. Kindergarten, Waisenhaus, Nähschule und ambulante Krankenpflege umfassten ihr Wirken. Das Krankenhaus stand dort, wo sich heute das Alten- und Pflegeheim St. Maria-Josef befindet. Am 29. Dezember 1967 nach der Auflösung des Ahrweiler Krankenhauses wurden die Schwestern feierlich verabschiedet. Drei Schwestern blieben bis 1975 in Ahrweiler und betreuten die Senioren des neuen Alten- und Pflegeheims. Mit Übernahme des Heimes durch die Caritas endete auch diese Aufgabe. So lange leitete noch eine Schwester den Kindergarten St. Laurentius. 120 Jahre des segenreichen Wirkens gingen zu Ende. Die Bevölkerung Ahrweilers gedenkt hier dankbar der aufopfernden Arbeit der Schwestern.
