Allgemeine Berichte | 15.07.2019

Christen in Bad Neuenahr feiern erstmals gemeinsam

Kreuz und quer: „Suchet der Stadt Bestes“

Ökumenisches Kirchenfest vom 6. bis 8. September

Die zahlreichen Teilnehmer der Agape-Feier nach der ersten ökumenischen Musiknacht.Foto: privat

Bad Neuenahr. Es ist eine gute Entwicklung: Inspiriert und motiviert vom großen Anklang der ökumenischen Feier des Reformationsfestes im Jahr 2017 hat die Zusammenarbeit der christlichen Kirchen im Ahrtal eine neue und für jedermann spürbare Qualität, Intensität und Tiefe bekommen. Früchte dieses Zusammenwirkens sind nicht nur die erfolgreiche Folgeveranstaltung „gemeinsames Doppel“ für konfessionsverschiedene Paare und die erste ökumenische Musiknacht, sondern vor allem auch das karitativ-diakonische Gemeinschaftsprojekt „:kerit“ für die Menschen am Rand der Gesellschaft.

Deswegen ist es nur konsequent und folgerichtig, dass in diesem Jahr die evangelische Kirchengemeinde Bad Neuenahr und die Rosenkranzpfarrei Bad Neuenahr ihr Gemeinde- beziehungsweise Pfarrfest oder Gemeindefest erstmals gemeinsam feiern werden. Unter der Leitidee einer fortschreitenden und sich der Gegenwart stellenden christlichen Tradition soll darin der Beitrag der christlichen Lebenskultur für das friedliche und gute Zusammenleben in einer multikulturellen Gesellschaft für alle Menschen in der Stadt zum Ausdruck kommen und in vielfältiger Weise erlebbar werden: kulturell und spirituell.

Dieses Anliegen wird auch im Motto des ersten ökumenischen Kirchenfestes deutlich, das nicht nur in den beiden Kirchen vom 6. bis 8. September, sondern „Mitten in der Stadt“ auf dem Parkplatz vor dem Mehrgenerationenhaus – zwischen Rosenkranzkirche und evangelischem Gemeindehaus – begangen wird: kreuz und quer – „Suchet der Stadt Bestes“. Bewusst wird darin das 50-jährige Stadtjubiläum aufgegriffen in der christlichen Verantwortung für einen positiven Beitrag zum gelingenden Miteinander der Menschen in der Stadt – jenseits aller konfessionellen, religiösen und kulturellen Differenzen in Pluralität und weltzugewandter Offenheit.

Die Würdigung des vielfältigen, eben kreuz und queren, ehrenamtlichen Engagements der Menschen in der Stadt wird deshalb auch im Mittelpunkt des feierlichen Festgottesdienstes stehen, der am Samstag, 7. September um 18 Uhr in der Rosenkranzkirche Bad Neuenahr (Telegrafenstraße) die Mitte des fröhlichen Kirchenfestes bildet.

Gutes und Gewohntes bleibt

Dabei müssen die Besucher*innen des Kirchenfestes nicht auf Gutes und Gewohntes verzichten. Alle bisher am Pfarr- beziehungsweise Gemeindefest beteiligten Menschen und Gruppen haben auch in diesem Jahr ihr Mitwirken zugesagt: vom beliebten Flohmarkt und der Tombola, vom Musical über die Theateraufführung bis zum Angebot für Familien mit ihren Kindern und einem gemeinsamen Chorprojekt. Und so erwarten die Organisatoren des Festes auch in diesem Jahr ein buntes und plurales Treiben wie an den ehemals unterschiedlichen Orten und Zeiten im letzten Jahr. Anders als in den vorausgegangenen Jahren wird das Fest aber schon einen Tag früher beginnen; unter anderem mit einer Jugenddisco für Elf- bis 17-Jährige am Freitagabend im Festzelt beim Mehrgenerationenhaus.

Helfer gesucht

Kirchliche Feste leben natürlich vom ehrenamtlichen beziehungsweise taufmotivierten Engagement aller, die mitmachen wollen: sei es durch ihre Zeit, sei es durch ihre Spenden, ihre Kuchenspende und ihr Mittun in allen Bereichen. Wer Freude daran hat, das Fest mitzugestalten oder einen Dienst dabei zu übernehmen, ist willkommen. Eine kurze Kontaktaufnahme reicht, und es finden sich der richtige Ort und Einsatz: unter thomasfoessel@aol.com, Tel. (0 26 41) 91 61 64 oder bei den jeweiligen Pfarr- beziehungsweise Gemeindebüros. Dies gilt auch für eventuelle Spenden oder einen kleinen Sachbeitrag zur diesjährigen Tombola.

Die Kirchengemeinden freuen sich schon auf die Arbeit, die noch vor ihnen liegt, und die vielen Gäste „kreuz und quer“ aus der Stadt und darüber hinaus.

Pressemitteilung

PGR Rosenkranz

Die zahlreichen Teilnehmer der Agape-Feier nach der ersten ökumenischen Musiknacht.Foto: privat

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