„Privatvorstellung“ für den Brauchtumsverein Rheinbach
Kult-Tour zum Hänneschen
Brauchtumsverein genoss „Farina – Wunderwasser vun Kölle“ im Kölner Hänneschen Theater
Rheinbach/Köln. Bei kühlem Wetter setzten sich vier Reisebusse vom Rheinbacher Himmeroder Wall Richtung Köln in Bewegung. Wie schon seit einunddreißig Jahren, veranstaltete der Brauchtumsverein unter Führung des derzeitigen Vorstands, Karl Heinz Joisten, Wolfgang Pickel und Heinz Gammel seine Fahrt zum Hänneschen Theater in die Kölner Innenstadt.
Vier Busse waren nötig, um alle Teilnehmer der Veranstaltung zum Ziel zu bringen, wobei zwei Busse Gäste aus Flerzheim und Odendorf direkt vor Ort abholten.
Insgesamt wurden im Vorfeld 284 Karten verkauft, wovon 242 Karten an Mitglieder des Brauchtumsvereins und 42 an einen Ortsverein aus Thomasberg gingen, der schon seit Jahren mit dabei ist. Ebenfalls dabei waren auch das Rheinbacher Dreigestirn der kommenden Session Sigurd I., Sabino I. und Petra I.
„Der Kartenverkauf ist jedes Jahr schnell erledigt, da unsere jährliche Fahrt ins Hänneschen Theater schon Kult ist. Wir sind der einzige Verein, der eine ganze Vorstellung kauft und diese selbst vermarktet“, freute sich der Vorsitzende des Brauchtumsvereins Rheinbach, Karl Heinz Joisten über den großen Anklang der Veranstaltung.
Vor Beginn des Theaterstücks hatten die Teilnehmer noch Zeit, sich in Köln umzusehen oder auch ein Kaffee zu besuchen.
Unter dem Titel „Farina – Wunderwasser vun Kölle“ hob sich der Vorhang im Theater. Anlass war der 333. Geburtstag von Giovanni Maria Farina, der 1709 in das Geschäft seines Bruders einstieg mit dem Rezept „Eau de Cologne“. Das hatte die Hänneschen Bühne veranlasst, die historische Geschichte für ein Bühnenstück zu nutzen.
Im Hause der Familie Farina blüht seit 1709 der Welthandel mit dem Duftwasser „Eau admirable“. Das Geschäft führen Onkel und Neffe. Johann Maria Farina senior kümmert sich in der Destillerie um die Herstellung des Parfüms und Johann Maria Farina junior verkauft es im Laden neben anderen Luxusgütern an wohlhabende Kunden. Hier ist auch Hänneschen als Parfumeur ausgebildet worden. Er ist auf der Suche nach einem speziellen Duft und konstruiert ein neues „Eau Immacule“ mit Hilfe von Bärbelchen.
Der Peitschenhersteller Schäl bewundert den europaweiten Erfolg der Familie Farina. So entlockt er Hänneschen und seinem Freund Tünnes wichtige Informationen über die Parfümherstellung und beginnt, sein eigenes Parfum im Stile Farina nachzuahmen.
Die Schönen und die Reichen Europas und der Welt gehen im Hause „Farina“ ein und aus – von Kurfürst Clemens August bis Casanova. Eine kölsch-europäische Familiensaga, mit der die Knollendorfer Familie mehr zu tun hat, als mancher vermuten würden.
Während des Theaterstücks gab es viele Lacher und das Rheinbacher Publikum zollte reichlich Applaus.
Ein zünftiger Besuch im Brauhaus Sion rundete die fröhliche Tour ab, bevor es wieder im Bus in Richtung Rheinbach ging.
-EICH-
(V.l.) Der Vorstand des Brauchtumsvereins Wolfgang Pickel, Karl Heinz Joisten, Heinz Gammel.
