Allgemeine Berichte | 29.05.2020

Eine Initiative des Kultursalon Koblenz

Kulturdschungel - Wer macht was?

Petra Lötschert. Foto: Pedro Malinowski

Koblenz. Koblenzer Kultur-Initiativen gibt es viele. Das kann verwirren. Doch wie hält man ähnlich klingende Institutionen auseinander? Alle führen den Titel Kultur in ihren Namen. Wer macht was, hat welche Schwerpunkte? Diesen Überblick bietet Kultursalon Koblenz.

Koblenzer Kulturverein e.V.

Vereine sind keine Wirtschaftsunternehmen, das was eingenommen wird, muss auch ausgegeben werden. Dieser junge Verein wurde im August 2018 von engagierten Persönlichkeiten in Koblenz aus der Taufe zu heben, um mit überschaubaren Mitteln, Spenden die Kultur in Koblenz dem heutigen Stand anzupassen. Mit zu den Gründern zählen Kulturdezernentin Frau Dr. Theis-Scholz, die erste Vorsitzende der e.V. sowie Peter Burger (Chefredakteur RZ), Jörg Perscheid, (Vorstandsmitglied Sparkasse Koblenz), Jürgen Häfner (Geschäftsführer Lotto Rheinland) u.a..

Eine Spende wert

Die Kulturkasse der Stadt Koblenz ist leer. Bislang werden nur Veranstaltungen und Projekte der Vergangenheit bezuschusst, für neue Projekte ist kein Geld mehr da. Hier tritt die Koblenzer e.V. ein, die überschaubaren Mittel über Sponsoring-Maßnahmen hereinzuholen. Der Koblenzer Kulturverein unterstützt als festes Projekt „Die Nacht der Museen“, aber auch das „Ufer Kino“, „Koblenz liest“. Auch Low Budget-Events wie das „Balkon-Singen“ stehen auf der Flagge dieses Vereins.

Festival besonderer Art

Im Frühjahr wurde zum Kulturfestival „Bleib weg“ aufgerufen - www.bleibtweg.de. Warum? Aufgrund der Coronakrise haben viele Kulturinstitutionen und Künstler es mit Existenzsorgen zu tun. Das Versammlungsverbot macht ihnen hauptsächlich zu schaffen. Galerien, Museen, Kinos, Theater, Varietés, Kulturcafes - alle Bühnen bleiben geschlossen. Um diesen besonderen Gesellschaftsbereich zu schützen, wird von Dr. M. Theis-Scholz zur einmaligen Spende von 15 Euro aufgerufen. Mit jeder Eintrittskarte wird Hilfe im eigenen Land, in der eigenen Stadt geleistet, damit Koblenz kulturell bunt, für alle attraktiv bleibt. Mit einem Betrag, den sich jeder trotz Coronakrise leisten kann. Die Koblenzer Kulturverein e.V. nimmt damit eine sinnvolle Schnittstelle zwischen Kunst und Bürger ein. Hier zu spenden macht Sinn. Spendenscheine sind bekanntlich von der Steuer absetzbar.

Koblenzer Kultur Stiftung

Stiftungen arbeiten gemeinnützig. Zu den Gründungsstifter der Koblenzer Kulturstiftung gehören: Dr. Ingrid Bátori, Karl-Otto Löhr aber auch viele ansässige Banken, Sparkassen wie Versicherungen. Derzeit wird die Koblenzer Kultur Stiftung von Professor Ingeborg Henzler geleitet.

Die Stiftung ist ehrenamtlich auch im Bereich Verwaltungsaufwand geführt und kann daher schnell und unbürokratisch handeln, ähnlich sieht es bei eingetragenen Vereinen aus. Die Koblenzer Kulturstiftung arbeitet nicht operativ, unterhält keine eigenen Projekte. Diese Koblenzer Stiftung fördert jedoch für Kunst und Kultur, kulturelle Institutionen, Initiativen wie Einzelpersonen in Koblenz. Sie hilft bei Finanzierungslücken in Kunstbetrieben, tätigt Ankäufe von Kunstobjekten auf Auktionen. Gegründet wurde die Stiftung im Herbst 1999. In den ersten sieben Jahren hat sie fast 180.000 Euro Fördergelder ausgeschüttet - an Museen, Theater, Konzerthäuser dieser Stadt. Die „Lange Nacht der Bibliotheken“ wird ebenfalls unterstützt.

Das Aktienpaket aus Koblenz

Eine Besonderheit bildet die „Kultur-Aktie“. Was ist das? Die „Kultur-Aktie“ ist ein Wertpapier und wird an keiner Börse gehandelt. Mit der Kultur-Aktie der Koblenzer Kultur Stiftung kann jeder Kultur in Koblenz fördern und/oder sich selbst oder anderen eine Freude machen. Die Kultur-Aktie fördert nachhaltig Kultur in Koblenz. Ihr Reinerlös fließt in das Stiftungskapital der Koblenzer Kultur Stiftung ein. Die Erträge aus dem Stiftungskapital kommen Jahr für Jahr dem Kulturleben in Koblenz zugute. www.kulturstiftung-koblenz.de

Kultursalon Koblenz

Dieser Salon ist gemeinnützig angelegt, politisch unabhängig und wird auch nicht gesponsert. Er entstand aus Freude an Kommunikation und Bildung sowie der Freude Wissen zu sammeln und zu teilen. Die Salon-Initiative entstand im BUGA-Jahr 2011 innerhalb der Räume des Kurfürstlichen Schlosses.

Ein Salon für anregende Gespräche

Im April 2012 wurde von Petra Lötschert, gebürtige Koblenzerin, dieser Kommunikations-Salon gestartet. Frau Lötschert ist in ihrem Bildungsrepertoire breit aufgestellt Publizistik und Kommunikationswirtschaft gehören dazu. Im Mittelpunkt des Kultursalons stehen jährlich bis zu vier öffentliche Gesprächen. Eintritt frei. Durch die Presse und andere Medien werden hierzu die Bürger der Stadt wie Gäste der Region eingeladen.

Die Talkgäste sind wichtige Personen des öffentlichen Lebens, sie kommen aus den Bereichen Kultur, Wirtschaft, Politik. Die Zusammensetzung der Gesprächsgruppen ist einmalig. Die Bürger der Region können wichtigste regionale Entscheidungsträger hier kennen lernen, hinter die Kulissen schauen - und auch Fragen stellen. Der Kultursalon Koblenz ist ein Geschenk an die Bürger der Stadt und Gäste der Region – er schenkt Wissen und Bildung. www.kultursaonkoblenz.de

Kultur am Florinsmarkt

Dieses Kulturangebot steht für Veranstaltungen des Gebäudeensembles Alte Kaufhaus/ Danzhaus, Schöffenhaus und Bürresheimer Hof im Einzugsgebiet der Florinskirche. Im September 2013 hat eine hierzu gegründete Immobiliengesellschaft unter dem Dach der Görlitz Stiftung diese drei historischen Gebäude der Stadt Koblenz erworben.

Kultur und Wissenschaft

Kultur ermöglichen, das schafft die Martin-Görlitz-Stiftung mit der Beteiligung an der „Langen Nacht der Museen“ und eigenen Veranstaltungen im Gewölbesaal. Alle Veranstaltungen folgen dem Stiftungs-Motto: „Wir sollten unseren Kindern eine Welt hinterlassen, die lebenswert ist und in der die Grundlagen unserer Existenz nicht zerstört, sondern von uns verbessert wurden.“ Diese Aktivitäten werden von dem 2013 gegründeten „ISSO – Institute for Social and Sustainable Oikonomics“ geleitet, ein Institut für Zukunftsgestaltung und Weiterbildung in Koblenz. Mit dem Ziel die Wirtschaft zu studieren, neu zu entdecken, um nachhaltige und erfolgreiche Unternehmen zu gründen, die einen wertvollen gesellschaftlichen Beitrag leisten. Hierzu sucht ISSO auch die kreative Zusammenarbeit zu Kunst und Kultur. Das ISSO Institut in Koblenz wurde bereits für seine Leistungen mehrfach ausgezeichnet. Mehr zu seinen Veranstaltungen im Dreikönigshaus unter - www. florinsmarkt.de

Koblenzer Kultur- und Bildungsverein

Er ist ein Verein für Gleichgesinnte. Sport, Kultur und Reisen stehen auf dem Programm. Mehr als 250 Mitglieder zählt diese Vereinigung. Mindestbeitrag 15 Euro pro Jahr. Auch wenn derzeit noch die Corona-Bestimmungen herrschen denkt man über weitere Tages-, Kultur- wie Studienreisen nach. Wünsche können entgegen genommen werden. Für den 1. August steht die Tagesfahrt „Schloss Mespelbrunn im Spessart und die Wallfahrtskirche Hessenthal“ auf dem Programm. Im Preis von 38 Euro befinden sich Busfahrt, Führungen und Eintritt. Es werden Wanderungen an die Lahn, Ahr, Mosel, den Rhein angeboten. Mehrtätige Reisen gehen dieses Jahr nach Leipzig, an die Barockstraße in Wachau, Bordeaux. Bei Hans-Jürgen Wenzel sind Koblenzer gut aufgehoben. Bildung ist Kultur - www.koblenzer-bildungsverein.de

Club für Bildung und Freizeit e.V. Koblenz

Schwerpunkte bilden Wanderungen jeden Mittwoch und Samstag wird sich dafür am Koblenzer Hauptbahnhof getroffen. Die Wanderungen betragen meist 10 bis 15 km pro Tag mit Pausen und abschließendem gemütlichen Beisammensein. Auch Angebote für mehrtägige Wanderungen sind im Angebot bundesweit wie innerhalb Europas. Aber auch Besichtigungen wie Städtetouren für einen und mehrere Tage stehen auf dem Programm. Diese aktive e.V. wurde im Februar 1992 gegründet und wird heute von Ralf Boettiger geleitet. Gesellig geht es hier zu Klubnachmittage und der monatliche Stammtisch im DRK an der Liebfrauenkirche sind ebenfalls wichtige Einrichtungen, um die Gruppe zusammenzuhalten und das Gemeinschaftsgefühl aufzubauen. Jahresbeitrag 15 Euro - www.cbf-koblenz.de

StadtUni e.V. – Junge Kultur in Koblenz

Schon einmal etwas von KaleidoKOpfestival, Koblenz kocht, Ton-, Tanz- oder Filmzimmer gehört? KaleidosKOpfestival besteht aus Kunst, Konzerten, Lesungen und Tanz - am 02. Juli ist es wieder soweit bei freiem Eintritt auf dem Florinsmarkt

Die aufgeweckte Mannschaft der StadtteilUni e.V. sucht immer engagierte Leute, die Lust haben, ihrer Kreativität Ausdruck zu verschaffen und Veranstaltungen zu organisieren. Interessierte können in bereits bestehende Teams einsteigen oder ein eigenes Event veranstalten.

Interessenten und Mitglieder der StadtUni treffen sich jeden zweiten Donnerstag im Monat um 20 Uhr in der Stegemannstraße 30 – Leitung Marcel von der Weiden - www.stadtuni.de

Bildungs- und Kulturverein Koblenz e.V.

Dieser Verein wurde 2012 gegründet. Er unterstützt die Kulturentwicklungen im deutsch-türkischen Bereich der von Köln aus mitgeleitet wird - www.bkv-koblenz.de

KulturInfo

Das kostenfrei erhältliche Monatsheft aus dem Kultur-Verlag von Günther Schmitz informiert über die täglichen Kulturangebote von Stadt und Region - kulturinfo@koblenz-kultur.de

Auch die Stadt Koblenz bietet einen Online-Veranstaltungskalender an www. stadt.koblenz.de. Alles in allem ist der Koblenzer Bürger gut mit Bildungsangeboten versorgt, hinzu kommt eine Tageszeitung vor Ort und viele Wochen- wie Monatsblätter, die diesen Bereich noch komplimentieren.

Die Veranstaltungen des Kultursalon Koblenz beginnen wieder im Herbst 2020 mit Aussicht auf mehr Versammlungsfreiheit - am 07. November heißt es „Künstliche Intelligenz – Vom Golem bis zur Robotik“ – hier diskutieren Wissenschaftler und Theologen über humanoide Roboterkonzepte. Und am 5. Dezember geht es um: „Marktmeister-Treffen – Vom zweitältesten Gewerbe der Welt“. Vier aussagekräftige Marktmeister der Region beehren das Schloß. Herzlich willkommen zu spannenden Diskussionen. Moderation Petra Lötschert. Wie immer ab 17.30 Uhr im Kurfürstlichen Schloß. Eintritt frei – www.kultusalonkoblenz.de Pressemitteilung

Kultursalon Koblenz

Petra Lötschert. Foto: Pedro Malinowski Foto: Pedro Malinowski

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