Allgemeine Berichte | 10.04.2017

Frauentreff in Oberhonnefeld

Kunst, Tanz und Literatur

Bunter Nachmittag bringt Spendeneinnahmen für die Kinderklinik des St.-Elisabeth-Krankenhauses Neuwied

Da hilft keine Medizin, wenn die Ehefrau ein Drache ist. Zu diesem Ergebnis kam der Arzt im Sketch „Das Rezept“ mit Sabine Puderbach, Denise Olejnic und Petra Eul.KER

Oberhonnefeld. Wenn sich Frauen treffen, dann ist für gute Unterhaltung eigentlich immer gesorgt. So war es auch bei der Veranstaltung „Frauen treffen sich“ im Kultur- und Jugendzentrum Oberhonnefeld am vergangenen Samstag. Eingeladen waren die Vertreterinnen des weiblichen Geschlechts aus Oberhonnefeld-Gierend, aus der näheren Umgebung sowie aus der gesamten Verbandsgemeinde.

Dieses Treffen gibt es regelmäßig einmal im Jahr bereits seit langer Zeit. Für die Planung und Organisation verantwortlich sind Ortsbürgermeisterin Rita Lehnert und ihr Oberhonnefelder Team mit Martina Puderbach und Sabine Klappert, die Gleichstellungsbeauftragte der Verbandsgemeinde Rengsdorf, Sonja Werner, sowie Sabine Blasius von der Lokalen Agenda 21 in der Verbandsgemeinde Rengsdorf.

Pünktlich um 16.05 Uhr fand die Eröffnung durch die Jagdhornbläser des Hegerings drei Rengsdorf/Waldbreitbach statt. Lehnert sagte später im Gespräch: „Das war sehr interessant, denn du hörst diese Jagdhornsignale doch gelegentlich einmal bei Veranstaltungen. Jetzt wissen wir auch, welche Bedeutung sie haben.“ Die Ortsbürgermeisterin begrüßte die Gäste im gut gefüllten Kultur- und Jugendzentrum. Gut 150 Besucherinnen nahmen an dem Frauentreffen teil.

Auch Werner richtete ein paar Worte an ihre Geschlechtsgenossinnen und übernahm anschließend die Moderation der einzelnen Programmpunkte. Aufmerksam lauschten die Damen dem ersten Vortrag, einer Beschreibung der wesentlichen Merkmale der entstehenden Groß-Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach. Diesen Überblick lieferte ihnen der Bürgermeister der Verbandsgemeinde, Hans-Werner Breithausen. Die Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach ist eine in Neubildung befindliche Verwaltungseinheit in der Rechtsform einer Gebietskörperschaft. Sie soll zum 1. Januar 2018 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der Verbandsgemeinden Rengsdorf und Waldbreitbach entstehen. In der neuen Verbandsgemeinde werden rund 26.000 Einwohner auf einer Fläche von 124 Quadratkilometern in 20 eigenständigen Ortsgemeinden leben. Der Verwaltungssitz wird in Rengsdorf sein, in Waldbreitbach wird eine Verwaltungsstelle, in Anhausen eine Nebenstelle eingerichtet.

Besonders gut kam bei den Frauen die Nachricht an, dass das Land der neuen Groß-Verbandsgemeinde eine „Hochzeitsprämie“ von zwei Millionen Euro schenkt. Bürgermeister Breithausen dämpfte die Freude über diesen Geldsegen allerdings etwas mit der Bemerkung, dass er nicht sicher sei, ob das Land das Geschenk auch zeitnah überbringe.

Wo die Möglichkeiten der klassischen Medizin enden und der Wert des gesunden Menschenverstands beginnt, demonstrierte der Sketch „Das Rezept“ der Oberhonnefelder Frauen Sabine Puderbach, Denise Olejnic und Petra Eul. Da helfen keine Pillen und keine Radikalkuren, wenn der Ehemann der dominanten Gattin freud- und antriebslos ist. Am Ende freut sich der Unterdrückte über dieses Rezept der verstehenden Ärztin: „Suchen sie sich eine neue Frau.“ Dieser Programmpunkt war ein weiterer Teil des Einlösens der Versprechen, die die Organisatorinnen den eingeladenen Frauen gegeben hatten. Denn sie hatten gesagt: „Für alles ist gesorgt. Für Geist und Witz, für Kopf und Hand, für Muße und Sinne und für Mund und Gaumen.“ Und so war es dann auch. Zum Kopf-Versprechen gehörte noch die Autorenlesung von Anouchka Wolleh-Abel. Die in Oberhonnefeld lebende Künstlerin und Autorin las aus ihrem Buch „Den Papst kenn ich schon - Erinnerungen einer Tochter“. Es sind die Erlebnisse und Erinnerungen mit und an ihren berühmten Vater, den Fotografen Lothar Wolleh (1930 bis 1979).

Als freier Mitarbeiter für die Werbeagentur „Team“, der auch Helmut Newton angehörte, avancierte Wolleh zu einem der bekanntesten und teuersten Mode-, Werbe- und Porträtfotografen der Bundesrepublik. Zu seinen Kunden gehörten bekannte Unternehmen wie die Deutsche Bundesbahn, Tchibo oder Volkswagen. 1965 porträtierte er Ludwig Erhard für die Kampagne zur Bundestagswahl. In den Jahren 1962 bis 1965 fotografierte Wolleh in Rom das Zweite Vatikanische Konzil. Zu seinen Freunden zählten Joseph Beuys, Heinz Mack, Günther Uecker und viele mehr.

In ihrem Buch gewährt seine Tochter Anouchka Einblicke in das Privatleben ihrer Familie. Sie berichtet über ihr inniges Verhältnis zu ihrem viel zu früh verstorbenen Vater, lässt viele seiner Künstlerkollegen zu Wort kommen und beschreibt auf anrührende Art und Weise eine Kindheit voller Freiheit und Kreativität - immer am Puls der damaligen Kunstszene. Im Saal herrschte eine andächtige Stille während der Lesung der Künstlerin.

Vom Wort zum Tanz und der Musik führte anschließend der Beitrag der Minifunken des KC Weeste Näh, die mit ihrem Gardetanz und wohlverdienter Zugabe das Publikum erfreuten. Trainerin für diesen Auftritt waren Jana Puderbach und Alina Eul. Sandra Braasch, die normalerweise die kleinen Tänzerinnen trainiert, war verhindert. Es folgten ein Fachvortrag von Denise Olejnic zum Thema „Frau-Mond-Kräuter“ und als Höhepunkt des Nachmittags der Auftritt des Projektchors der evangelischen Kirchengemeinde Honnefeld.

Diese Formation hatte sich eigens für diesen Tag zusammengefunden und seit ein paar Wochen Liedvorträge extra für diesen Nachmittag eingeübt. Ein begeisterter Applaus belohnte die Sänger für ihre Mühen. Dirigentin und Organistin für den Projektchor war Valentina Leinweber. Rund ums Programm hatten die örtlichen Landfrauen für eine interessante Ausstellung ihrer gefertigten Produkte gesorgt, unter anderem Schmuck und Malerei.

Ortsbürgermeisterin Lehnert erinnerte an den übergeordneten Zweck des Frauentreffens, nämlich dem Sammeln von Spenden für einen guten Zweck. In diesem Jahr sollen die Einnahmen der Kinderklinik des St.-Elisabeth-Krankenhauses zukommen. Deshalb freute sie sich auch in diesem Jahr wieder über die gute Zahl von reichlich 150 Besucherinnen im Kultur- und Jugendzentrum. Im Anschluss an das Programm luden Lehnert und ihre Mitveranstalterinnen zu einem Dipp-Buffet ein. Die leckeren Saucen dafür und das selbst gebackene Brot waren allesamt Spenden anwesender Frauen. Nächstes Jahr findet das Frauentreffen in Hümmerich statt.

Kunst, Tanz und Literatur

Kunst, Tanz und Literatur

Kunst, Tanz und Literatur

Da hilft keine Medizin, wenn die Ehefrau ein Drache ist. Zu diesem Ergebnis kam der Arzt im Sketch „Das Rezept“ mit Sabine Puderbach, Denise Olejnic und Petra Eul.Fotos: KER

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