Maria Sibylla Merian und ihre Schmetterlinge
Kunst einer Naturforscherin
Ausstellung bis 27. August im Garten der Schmetterlinge
Bendorf-Sayn. Im Januar dieses Jahres jährte sich der Tod von Maria Sybilla Merian zum 300. Mal. Mit einer Hommage an eine außergewöhnliche Frau, große Künstlerin und Naturwissenschaftlerin reiht sich der Garten der Schmetterlinge Schloss Sayn in die Ausstellungen ein, die aus Anlass dieses Jubiläums gezeigt werden. Doch auf ganz andere Weise als in dem Berliner Kupferstichkabinett, dem Frankfurter Städel Museum oder dem Museum Wiesbaden, nähert sich die Ausstellung „Dschungelblüte, Maria Sybilla Merian und ihre Reise nach Surinam“ in dem tropischen Ambiente des Sayner Schmetterlingsgartens dieser faszinierenden Frau. Erstmals kann der Besucher in Sayn neben etwa 50 Nachdrucken aus Merians Hauptwerk „Metamorphosis Insectorum Surinamensium“ auch viele von ihr darin beschriebene und gezeichnete Schmetterlinge und Pflanzen Süd-Amerikas unmittelbar erleben.
Maria Sybilla Merian: Kunst und Emanzipation in der Wissenschaft
Maria Sybilla Merian gilt als eine der bedeutendsten Naturforscherinnen der Aufklärung. Als erste Frau wagte sie sich 1699, nur begleitet von ihrer jüngeren Tochter, auf eine Forschungsreise in die holländische Kolonie Surinam an der Nordostküste Südamerikas. 1701 kehrte sie mit zahlreichen Notizen, Präparaten, und Zeichnungen nach Amsterdam zurück. Ihre Forschungen, die ersten zur Flora und Fauna dieses tropischen Landes, veröffentlichte sie bereits 1705 in umfangreichen Publikationen. Das trug Maria Sybilla Merian endgültig einen internationalen Ruf als bedeutende Naturforscherin und Künstlerin ein. Noch heute gelten ihre Arbeiten als wichtiger Beitrag zur Entwicklung der modernen Naturwissenschaft.
Die Merian-Ausstellung im Garten der Schmetterlinge Schloss Sayn ist täglich bis zum 27. August zwischen 9 und 18 Uhr geöffnet.
Pressemitteilung
Garten der Schmetterlinge
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