Erste „Rheinbacher KunstMeile“ ist ein Erfolg
Kunst und Kommerz ergänzen sich zu einem speziellen Einkaufsfeeling
Verkaufsoffener Sonntag mit vielen Überraschungen
Rheinbach. Dass Kunst und Kommerz sich gegenseitig nicht ausschließen, sondern sinnvoll ergänzen, konnten die Besucher der ersten „Rheinbacher KunstMeile“ am vergangenen Sonntag selbst feststellen. Eingebettet im 2. verkaufsoffenen Sonntag hatten der Rheinbacher Kunstverein „KUNSTFORM`99“ anlässlich seines 15-jährigen Bestehens, zusammen mit dem Gewerbeverein, ein Spiegelbild des künstlerischen Schaffens von über 50 Künstlerinnen und Künstler in Rheinbachs Innenstadt geschaffen.
In 55 Geschäften, Restaurants, bei Dienstleistern und im Glasmuseum konnten die Besucher eindrucksvolle Werke der Kunstschaffenden begutachten, anschauen und kaufen. Direkt neben dem RaiffeisenHaus hatte das „KUNSTFORM´99“ seinen Pavillon aufgebaut und bot einen Einblick in das Schaffen der Künstlerinnen und Künstler. Petrus hatte Erbarmen und schenkte dem Veranstalter zwischen einigen Schauern auch ab und zu ein wenig Sonnenschein. Zur Eröffnung der KunstMeile mit verkaufsoffenem Sonntag bedankte sich der Projektleiter der ersten Rheinbacher KunstMeile, Gerd Wiendieck, für die Bereitschaft und die Offenheit der Geschäftsleute, die Kunst zum Kunden zu bringen. Worte des Dankes richtete Wiendieck auch an den Vorsitzenden des Gewerbevereins, Oliver Wolf, für die gelungene Kooperation bei der Umsetzung des Projektes.
Zwar drängten sich keine „Besuchermassen“ durch die verkehrsfreie Innenstadt, aber dafür hatten die Besucher ausreichend Platz und Muße, die Auslagen und Kunstwerke in den Geschäften und Cafés zu bestaunen. Auffällig war das gelungene Zusammenspiel zwischen den Kreationen der Geschäfte und den dort ausstellenden Künstlerinnen und Künstler.
Hier haben die inhabergeführten Geschäfte einen sehr guten Sinn für den Zusammenhang der Kunstobjekte mit dem jeweiligen Warenangebot bewiesen. Erfreulich für die Besucher war, dass viele der ausstellenden Künstler persönlich im Geschäft anwesend waren. So hatte die KunstMeile gleich mehrere positive Wirkungen zu verzeichnen: Die Besucher konnten sich auf ihrer gewohnten Einkaufsmeile ein Bild von der Tätigkeit der Rheinbacher Kunstschaffenden machen, die ausstellenden Künstler konnten ihren Bekanntheitsgrad steigern und die Geschäfte konnten einen erhöhten Zulauf verzeichnen. Auch sonst mussten die Besucher nicht auf ihre gewohnten „Zutaten“ für einen verkaufsoffenen Sonntag verzichten.
Ein buntes Rahmenprogramm sorgte für Unterhaltung
Musikalisch sorgte die Schülerband „The Fläsh“ für Stimmung vor dem Voigtstor, eine Trommlergruppe aus Ghana brachte afrikanische Rhythmen in die Innenstadt und die Sängerin Sida begeisterte mit Jazzmelodien. Auch für die Kleinen wurde an diesem Sonntag einiges geboten.
In der Zirkusschule „reinspaziert“ konnten die Kinder jonglieren, auf dem Seil balancieren und ihr Können als kleine Artisten beweisen. Eine große grüne Schildkröte von „Tonys World of Gummi Bears“ verschenkte Süßigkeiten an die Kinder. Rote Rosen und Schokoladenherzen gab es zum Muttertag. Am Stand der Katholischen Grundschule Flerzheim waren ebenfalls kleine Künstler fleißig. Dort wurden bunte Nagelbilder hergestellt. Bildhauer Andreas Flinke beeindruckte die Zuschauer mit der Schaffung einer Holzskulptur aus einem Baumstamm.
Die Besucher selbst konnten sich an diesem Tag auf der Straße „verewigen“ lassen. Die Malerin Marja Baars zauberte als Straßenmalerin Karikaturen von Passanten auf das Pflaster. „Die KunstMeile zeigt, dass es möglich ist, Handel und Kunst gemeinsam zu positionieren“, sagte Rheinbachs Bürgermeister Stefan Raetz bei der Eröffnung. Am Ende des verkaufsoffenen Sonntags unter dem Motto „Rheinbach kreARTiv“ gab es von allen Seiten ein positives Feedback.
