Markt der Provence und Lebenskunstmarkt in Remagen lockten das große Publikum
Kunst und Kunsthandwerk begeisterten wieder Menschen aus Nah und Fern
Walkacts mit Matthieu Pallas und Zwille Zimmermann sorgten für musikalische Unterhaltung
Remagen. Endlich wieder Lebenskunstmarkt in Remagen. Das schienen sich besonders am Sonntag, denn der Samstag war für die große Besucherschar wohl viel zu heiß, tausende von Menschen gedacht zu haben. Bei hochsommerlichen Temperaturen und einer leicht kühlenden Brise schoben sich von Sonntagmorgen bis in den frühen Abend die Menschen aus Nah und Fern über den Lebenskunstmarkt, von der Josefstraße über die Fußgängerzone, die Kirchstraße, die Bachstraße, den Marktplatz, die Zeltgalerie hinter der Kulturwerkstatt und den Parkplatz Grabenstraße. Schon an den Kennzeichen der Fahrzeuge auf den Parkplätzen rund um die Stadt war das große Einzugsgebiet, aus dem die Gäste kamen, zu erkennen. Doch auch vom Bahnhof aus eroberten immer wieder mit den ankommenden Zügen große Menschenscharen den Lebenskunstmarkt und ebenso der Shuttlebus zwischen Bad Breisig, Sinzig, Kripp und Remagen war sehr gut mit Gästen besetzt, die sich den Lebenskunstmarkt nach zwei Jahren Pause nicht entgehen lassen wollten. Großer Renner war erneut der Markt der Provence in der Josefstraße, bei der die französischen Spezialitäten den Menschen das Wasser im Munde zusammen liefen ließen. Mit ihren Spezialitäten wie Wurst und Käse, süßem und pikantem Kleingebäck, Marmeladen, Senfe, provencalischen Likören, Wein und Pastis sorgten die Händler aus Südfrankreich für Gaumenfreuden. Eine wahre Augenweide und Genussparadies war der große Stand mit erstklassigen Olivenprodukten. Für das besondere Ambiente zuhause sorgten einmal mehr provencalische Stoffe in traditionellen, aber auch antiken und ganz modernen Designs, Dekorationsgegenstände, handbemalte Miniaturhäuschen, Duftessenzen, Lavendelprodukte und feine Seifen.
Gleich nebenan auf dem Parkplatz der Grabenstraße waren zig Stände aufgebaut. Ob Lederschmuck und Taschen, ob Stoffe, ob Schmuck in vielen Varianten, ob Deko aus Keramik, Holz und vielen weitere Kostbarkeiten waren dort zu erstehen. Gleichermaßen wie auch in den anderen Lebenkunstmarktbereichen präsentierten Kunsthandwerker ihre Künste vom Weben über das Spinnen bis zum Schieferkunstwerk, vielen Künstlern und Kunsthandwerkern konnten die tausenden Marktgäste über die Schulter sehen.
Wie Wirtschaftsförderer Marc Bors und Marktmeister Günter Balas erläuterten, hatte sich die Stadt angesichts der Corona-Pandemie im Vorfeld schon Monate vorher viele Gedanken machen müssen, unter welchen Bedingungen der Lebenskunstmarkt stattfinden kann. Von daher hatte man sich entschlossen die große Musik auf der Bühne des Marktplatzes ausfallen zu lassen. Doch Musik gab´s trotzdem, denn Matthieu Palas und Zwille Zimmermann sorgten im gesamten Marktbereich für Musik und lustige Unterhaltung. Und Matthieu Palas hatte dann auch noch vor der Kulturwerkstatt, die nicht nur mit Ausstellungen im Saal, sondern auch noch vor dem Gebäude in der Kirchstraße für kulinarische Genüsse sorgte, neue Freunde gefunden, die spontan mit Quetschkommod und Posaunen sich zu kleinen Spontankonzerten zusammenfanden. Hochwertige Künste aller Richtungen fanden sich in der Kirchstraße, in der Zeltgalerie und in Ausstellungen wie dem katholischen Pfarrzentrum und einigen Remagener Galerien. „Über 80 Künstler, davon auch ein Teil der Remagener Künstler, sowie rund 90 Kunsthandwerker sind gekommen. Bei den Kunsthandwerkern gab es einige Absagen, aber das ist nach zwei Jahren ohne Märkte normal“, betonte Marc Bors. Und auch für die Kinder hatten am Stand des Arp-Museums die Möglichkeit, sich künstlerisch zu betätigen.
Kulinarisch konnten sich die Gäste an so manchem Stand im Marktbereich und vor den heimischen Gastronomien bestens versorgen. Kleine Köstlichkeiten wie Crepes und Flammkuchen fanden reißenden Absatz, ebenso vor allem angesichts der hochsommerlichen Temperaturen das Lebensmittel Nummer eins: „Wasser“.
Bis in den Abend schoben sich die Einheimischen und Gäste über den Lebenskunstmarkt und genossen auch, dass die Remagener Geschäfte mit ihren Angeboten ihre Pforten geöffnet hielten. Da gab´s dann zu der vielen Kunst, dem Kunsthandwerk und den kulinarischen Genüssen noch das ein oder andere Schnäppchen obendrauf. Bleibt abzuwarten, ob im kommenden Jahr wieder mehr Musik Einzug auf den Lebenskunstmarkt hält. Doch die Rathausbühne wird dann mit dahinter eingerüstetem Rathaus vielleicht nicht der richtige Platz sein.
AB
Matthieu Palas unterhielt gekonnt die kleinen und großen Besucher.
Kulinarische Köstlichkeiten gab es in der Josefstraße beim Markt der Provence zu entdecken.
Die Remagener Küntsler stellten ihre Werke aus.
Selbstgemache Keramik.
