Allgemeine Berichte | 11.03.2020

Mit ihrem Kunstprojekt „Hellenismus 2.0“ belegten die Schüler der Glasfachschule Rheinbach beim Martin-Gauger-Preis 2019 den dritten Platz

Kunstausstellung „Held“ eröffnet

Projektarbeiten ab sofort auch für Öffentlichkeit zugänglich

Rheinbach. Der Bund der Richter und Staatsanwälte in Nordrhein-Westfalen verleiht alle zwei Jahre den Martin-Gauger-Preis im Rahmen eines Schülerwettbewerbs. Alle Schülerinnen und Schüler im Land Nordrhein-Westfalen waren aufgerufen, sich im Rahmen des 8. Martin-Gauger-Preises 2019 mit dem Thema „Meine Helden“ zu befassen. Mit ihren Arbeiten unter dem Motto „Hellenismus 2.0“ belegten die Schülerinnen und Schüler der Glasfachschule Rheinbach den dritten Platz.

Die prämierten Arbeiten sind aktuell im Glaspavillon „Hans-Schmitz-Haus“ in Rheinbach in Form einer Installation ausgestellt. Die auf fluoreszierendem Karton aufgezogenen Schülerarbeiten bilden zusammengesetzt den Schriftzug „HELD“ und greifen das Wettbewerbsthema visuell einprägsame auf. Der leuchtende Schriftzug in der gläsernen Vitrine ist schon von Weitem zu erkennen und bildet einen starken Kontrast zu seiner direkten Umgebung.

Einmal angelockt, können Passanten und Kunstinteressierte einen Blick auf die Rückseite werfen, um die prämierten Einzelarbeiten zum Thema „Meine Helden“ zu betrachten. Die Schülerinnen und Schüler zitieren in ihren collageartigen Bildinszenierungen die griechische Götterwelt und transferieren diese in die heutige Neuzeit. Als visuelles Ergebnis entsteht ein neuer Grad des künstlerischen Ausdrucks einer neuen Götter-Generation, die sich von ihren antiken Vorbildern abgrenzt und an den Ansprüchen der heutigen Zeit gemessen wird. „Der besondere Blick auf das Wettbewerbsthema, das griechische Gottheiten in verschiedene moderne Zusammenhänge stellt, und, nicht zu vergessen, die beeindruckende grafische Umsetzung, haben die Jury überzeugt“, so die Begründung der Auswahlkommission.

Damit knüpft die Lerngruppe, unter Leitung von Kunstlehrer Johannes Neusel, an eine beinahe schon mehrjährige Tradition des Fachbereichs „Gestaltungstechnische Assistenten“ an: Seit 2015 befindet sich die Glasfachschule Rheinbach bereits immer unter den Top-3-Preisträgern des Martin-Gauger-Preises. 2015 belegte sie mit ihren Informationsgrafiken zum Thema „Auf der Flucht“ den 2. Platz, 2017 konnte die Glasfachschule mit ihrem Multimedia-Projekt, bestehend aus Kurzfilm und begleitendem Booklet, zum Thema „Terror, Gewalt und Recht“ die Jury überzeugen und wurde mit dem 1. Preis ausgezeichnet.

Zur Person Martin Gauger

Martin Gauger wurde am 4. August 1905 als Sohn eines Pfarrers in Elberfeld geboren. 1934 weigerte sich Martin Gauger, als einziger namentlich bekannter Jurist in Deutschland, den Treueeid auf Adolf Hitler zu leisten. Der aus einer christlich geprägten Familie stammende Martin Gauger stellte sich somit bewusst gegen den Nationalsozialismus und weigerte sich einem Regime, das „an kein Recht und kein Gesetz gebunden ist“ zu dienen.

Einer Musterung und dem damit verbundenen Einzug in die Wehrmacht wollte Martin Gauger durch einen Suizid entkommen, dieser misslang jedoch. 1940 wurde Gauger bei dem Versuch, in die benachbarte Schweiz zu flüchten, gefangen genommen und am 09.06.1941 in das KZ-Buchenwald überstellt. Nur wenige Wochen später wurde er in der Euthanasie-Anstalt Auf dem Sonnenstein bei Pirna ermordet.

Weitere Informationen finden sih auch unter www.martin-gauger-preis.de.

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  • Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!

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