Allgemeine Berichte | 18.01.2017, 11:48 Uhr

Voller Erfolg für komische Lyrik

Kunstgenuss trifft trefflich Humor

Wachtberger Kugel schoss den Vogel ab – Martin Möllerkies gewinnt Jury- und Publikumspreis

Dieter Dresen übergibt dem Doppelgewinner die erste der beiden Wachtberger Kugeln.-CEW-
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Wachtberg-Adendorf. Zeugen eines vollen Erfolgs wurden die Besucher der Verleihung der Wachtberger Kugel für komische Lyrik im Adendorfer Drehwerk 17/19.

Der Veranstalter, der erst junge Verein DiWa – Dichtung in Wachtberg e. V., war erst im Mai 2016 und damit nur gut drei Monate vor dem Ende der Ausschreibungsfrist gegründet worden. Was ursprünglich als verrückte Idee im Raum gestanden hatte, hatte – kaum angestoßen – die Kugel ins Rollen gebracht und eine kleine Lawine ausgelöst.

Überwältigende rund 500 Gedichte waren der siebenköpfigen Jury eingereicht worden, nachdem der Preis erst einmal ausgelobt war. Viele davon waren eigens für die Teilnahme an diesem Wettbewerb geschrieben worden. Die Abschlussveranstaltung war bereits kurz nach dem Beginn des Kartenvorverkaufs restlos ausverkauft.

Die Jurymitglieder hielten das Tempo des vorgelegten Spurts und schafften es tatsächlich, alle Einreichungen innerhalb von rund vier weiteren Monaten einer genauen Prüfung zu unterziehen. Schlussendlich hatten sie sich auf 75 Autoren geeinigt, die in der eigens herausgegebenen Anthologie „Die besten Kugel-Schreiber aus dem Lyrikwettbewerb ‚Wachtberger Kugel 2017‘“ ihr Werk veröffentlichen durften.

Bis in den Endspurt und damit bis zur Chance auf den Publikumspreis hatten es die sieben Autoren Iris Schürmann-Mock, Monika Clever, Martin Möllerkies, Stefan Krüger, Rolf Polander, Stefan Pölt und Frank Dyczka geschafft.

Zum Gewinner des Jurypreises und damit zum Gewinner der ersten Wachtberger Kugel erkor die Jury den Informatiker Martin Möllerkies aus Hamburg.

Wie man es von einem technisch versierten Menschen erwarten würde, hatte der Norddeutsche seine Werke mit der vom Vorsitzenden des Vereins, Herbert Reichelt, zitierten, kürzesten Autorenvita schlechthin eingereicht: „Informatiker, lebt und arbeitet in Hamburg und veröffentlicht bei keinem Verlag“.

Der bescheidene Mann, der im Internet unter www.keinverlag.de offenbar längst eine beachtliche Fangemeinde hat, erfreute das Publikum mit lautmalerischen Versen, die sich gerne auch über Stilblüten der deutschen Grammatik lustig machten, gleich ob sie richtig oder falsch gebraucht wurde.

Gerade leicht geänderte Wortableitungen und das Spiel mit Wortformen verschiedener grammatischer Zeiten führten zu aberwitzigen Bedeutungsverschiebungen, die dem Sieger des Abends herzliche Lacher einbrachten. Neben dem Jurypreis heimste er mit seinem Vortrag auch den an diesem Abend durch das Votum der Besucher ermittelten Publikumspreis ein und durfte somit auch die zweite Wachtberger Kugel sein Eigen nennen. Neben ihm fanden sich auf den Plätzen zwei und drei der Jury- und Publikumspreise Iris Schürmann-Mock, Stefan Pölt und Monika Clever als glückliche Gewinner des Preises für komische Lyrik.

Kunstgenuss trifft trefflich Humor

Wir waren mit der Kamera bei der Kugel-Verleihung. Einen Video-Beitrag dazu gibt es im Internet unter: www.blick-aktuell.tvReinschauen lohnt! Viel Spaß.

Wir waren mit der Kamera bei der Kugel-Verleihung. Einen Video-Beitrag dazu gibt es im Internet unter: www.blick-aktuell.tv Reinschauen lohnt! Viel Spaß.

Kunstgenuss trifft trefflich Humor

Dieter Dresen übergibt dem Doppelgewinner die erste der beiden Wachtberger Kugeln.Fotos: -CEW-

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