Allgemeine Berichte | 16.03.2020

Staatsministerin Ulrike Höfken informiert sich vor Ort über die Vorbereitungen zum Kur- und Heilwald Lahnstein

Kur- und Heilwaldprojekt begeistert

Oberbügermeister Peter Labonte zeigt Staatsministerin Ulrike Höfken eine Karte des zukünftigen Kur- und Heilwaldes Lahnstein. Viele Vertreter der kommunalen Politik stehen hinter dem Projekt. Foto: ND

Lahnstein. Der Wald hat eine ganz besondere Wirkung auf den Menschen. Der würzige Geruch, das sich rhythmisch ändernde Licht und nicht zu vergessen die vielfältigen Geräusche, die den Menschen umgeben, wirken wie Balsam auf der Seele und auch der Körper profitiert von der Bewegung auf dem natürlichen Untergrund. Alles in einem wirkt sich der Wald sehr positiv auf die Gesundheit des Menschen aus und das ist wissenschaftlich bewiesen. So beschloss die Stadt Lahnstein, als eine der größten kommunalen Waldbesitzer in Rheinland-Pfalz, im Jahre 2017, inspiriert durch den ersten Heilwald in Heringsdorf, auch einen Kur- und Heilwald einzurichten und noch einen Schritt weiter zu gehen. Zusätzlich soll auch ein Kinderheilwald entstehen, der speziell auf die Bedürfnisse der Kindergesundheit zugeschnitten ist. Staatsministerin Ulrike Höfen, Ministerin für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten, machte sich vor Ort ein Bild über den Stand der Vorbereitungen für das Kur- und Heilwaldprojekt. Treffpunkt war ein an der L 327 gelegenes Waldstück.

Was macht diesen Wald für einen Heilwald geeignet?

Das Gebiet, in dem der Kur- und Heilwald entstehen soll, liegt komplett im Naturpark Nassau, der in seiner Zweckbestimmung auf die Erholung der Menschen vorgesehen ist. Die seit Jahrzehnten schonende und naturnahe Waldwirtschaft bietet eine sehr hohe Waldästhetik. Optimal ist auch die Höhenlage. Der Wald liegt ungefähr auf einer Höhe von 250 Metern in einem sehr reizarmen Mittelgebirgsklima und bietet somit eine ganzjährige Nutzungsmöglichkeit. Das Gelände ist in Bereichen mäßig geneigt auf Plateaulagen und ist somit auch gut geeignet für Personen mit geringerer körperlicher Belastbarkeit. Aber auch für Sportler bietet das Gelände interessante Höhenlagen zum Austoben. Das Waldgebiet hat einen sehr hohen ästhetischen Wert mit seinen abwechslungsreichen Perspektiven, zum Beispiel dem wunderschönen Blick auf die Badener Wiese. „Das Wegenetz ermöglicht auch viele Ergänzungsmöglichkeiten“, erklärte Forstamtsleiter Andreas Nick, „Wir können von dem Hauptwegenetz, dass wir haben, auch kleine Pfade abzweigen lassen, um uns bestimmten medizinischen Themen zu widmen. Die ergänzenden Pfade sind auch in einem bestimmten Maße vorgesehen um diese Verschlungenheit des Waldes auch tatsächlich genießen zu können“.

Warum ein Heilwald im Bereich der Stadt Lahnstein?

In direkter Nachbarschaft zum vorgesehenen Wald liegen Kliniken, die von einem Kur- und Heilwald profitieren werden. Dazu gehören die Malbergklinik Bad Ems, das Medizinische Zentrum Lahnhöhe oder das Bundeswehrzentralkrankenhaus. Sowohl zu Fuß als auch mit Fahrmitteln ist das Gebiet innerhalb kürzester Zeit zu erreichen. „Lahnstein hat ein Kurzentrum und einen Kurpark und das wäre ideal für die Entwicklung eines Kur- und Heilwaldinformationszentrums. Alles, was mit großem Publikum verbunden ist, kann dort konzentriert werden. Dann wird ein sogenannter Kur- und Heilwaldpfad es ermöglichen, den Heilwald direkt aufzusuchen und in dem Heilwaldzentrum gibt es einen sogenannten Grundparcours und an diesem werden Therapieplätze entstehen“, erklärte der ehemalige Forstamtsleiter Leo Cremer. „Die Stadt Lahnstein strebt eine internationale Zertifizierung für den Heilwald an. Dies bedarf eines medizinischen Fachgutachtens, das Frau Prof. Dr. Kraft, Inhaberin des Lehrstuhls für Naturheilkunde der Uni Rostock erstellen wird. Sie hat das Waldgebiet im Sommer letzten Jahres genauestens inspiziert“.

Erweiterung des Landeswaldgesetzes öffnet den Weg

Staatsministerin Ulrike Höfken ist sehr zuversichtlich, dass das Projekt schnell realisiert wird. Mit der Erweiterung des Paragraphen 20 des Landeswaldgesetzes wird die Möglichkeit geschaffen auf gesetzlicher Grundlage geeignete Wälder zu Kur- und Heilwäldern zu erklären. Die Stadt Lahnstein sei sozusagen das Pilotprojekt dafür. Die Staatsministerin ist sich sicher, dass im nächsten Plenum ein Beschluss umgesetzt wird. „Wir sind ja tatsächlich schon in Verfahren ziemlich weit gekommen und diese ganzen recht anspruchsvollen Definitionen von Heilwäldern werden in einer Rechtsverordnung definiert, an der wird mit Hochdruck gearbeitet. Ein zwischen den Ministerien abgestimmter Entwurf liegt bereits vor“.

Oberbügermeister Peter Labonte zeigt Staatsministerin Ulrike Höfken eine Karte des zukünftigen Kur- und Heilwaldes Lahnstein. Viele Vertreter der kommunalen Politik stehen hinter dem Projekt. Foto: ND

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