Unfallkasse Rheinland-Pfalz startet Pilotprojekt in der Grundschule Bruttig-Fankel
LED-Leuchten schützen Kinder vor Unfallgefahren
Bruttig-Fankel. Kinder im Straßenverkehr besser sichtbar zu machen und damit vor Unfallgefahren zu schützen ist Ziel des Verkehrssicherheitsprojekts „Leuchtende Schulkinder“. Die Idee, an den Schulranzen blinkende LED-Leuchten anzubringen, hatte Thomas Schmitz, Fachberater für Verkehrserziehung im Kreis Cochem-Zell. Mit Unterstützung der Unfallkasse Rheinland-Pfalz sowie der Schule und der Polizeiinspektion Cochem startet jetzt das für ein halbes Jahr ausgerichtete Pilotprojekt in Bruttig-Fankel an der Petrus-Mosellanus-Grundschule.
„Kinder aus mehreren Nachbargemeinden besuchen unsere Schule. Die Schülerinnen und Schüler sind – ob sie nun mit dem Bus, zu Fuß oder mit dem ‚Elterntaxi‘ zur Schule kommen – eine Zeit lang im öffentlichen Verkehrsbereich unterwegs. Durch die blinkenden Leuchten sind die Kinder nun besonders in der dunklen Jahreszeit gut zu sehen“, begrüßt Schulleiterin Monika Neunheuser-Etzkorn das Projekt, bei dem rund 60 Kinder die LEDs erhalten. Diese sind künftig Bestandteil der Schultaschen und sollen morgens zu Hause angeschaltet und in der Schule wieder ausgeschaltet werden. Während der Auftaktveranstaltung zeigten die Kinder mit Liedbeiträgen, dass sich das Thema Verkehrssicherheit fächerübergreifend beispielsweise in den Musikunterricht einbinden lässt. Nicht nur die Grundschulkinder werden durch das Projekt für Gefahren sensibilisieren.
Auch die Eltern sind mit im Boot: Bereits vor den Herbstferien informierte die Schule sie über das Präventionsvorhaben und bezieht sie in das aktuelle Geschehen mit ein. „Mit den blinkenden Leuchten fallen die Kinder jetzt auch in den kleinen, manchmal nicht so gut ausgeleuchteten Sträßchen unserer Moselorte auf“, zeigt sich Elternvertreterin Petra Gerhart vom Projekt begeistert. „Die LEDs sind für viele Kinder nicht so ‚uncool‘ wie Warnwesten oder Warnkragen, die sie leider häufig nur für eine kurze Zeit nutzen.
Die Leuchten sollen von den Kindern möglichst auch auf dem Schulweg zu weiterführenden Schulen getragen werden“, hofft Andreas Kosel von der Unfallkasse. Zunächst ist das Pilotprojekt in Bruttig-Fankel vorgesehen. „Je nach Erfahrung und Bewertung wird im nächsten Jahr über die Projektentwicklung entschieden. Die Erkenntnisse geben wir nach Projektabschluss auch an alle rheinland-pfälzischen Verkehrssicherheitsberaterinnen und -berater auf der jährlichen Fachkonferenz weiter“, berichtet der Präventionsexperte.
Pressemitteilung UK RLP
