Allgemeine Berichte | 19.01.2023

Kleinkunstbühne Neuwied

Lala aus Neuwied gewinnt bei Kunst gegen Bares

Moderator Salomon Hofstöttter (rechts) mit Gewinnerin Lala aus Neuwied (vorne Mitte) und den anderen Teilnehmern.  Foto: privat

Neuwied. Nachdem die Auftaktveranstaltung von „Kunst gegen Bares“ (KGB) im Jungen Schlosstheater Neuwied (JuSCH) im Dezember 2022 bereits erfolgversprechend angelaufen war, ging es vor kurzem im proppenvollen JUSCH vor Zuschauern aller Altersklassen in die zweite Runde. Zunächst wurden die Neulinge im Publikum von Moderator Salomon Hofstötter mit den Geheimnissen des KGB-Konzepts vertraut gemacht. Künstler verschiedener Genres treten ohne Gage in Sequenzen von zehn bis zwölf Minuten auf. Zum Ende der Veranstaltung entscheidet das Publikum, was ihm die Auftritte wert waren, indem jeder einen Geldbetrag seiner Wahl in bereit gestellt Sparschweine einwirft.

Hofstötter stellte zunächst außer Konkurrenz zwei Kostproben seines Repertoires vor. Mit seiner Hymne an einen Staubsaugerroboter sowie seinem Therapiesong für ein positive Lebenseinstellung stimmte er das Publikum humorvoll auf das Programm des Abends ein. Als erster Künstler trat Stand-Up-Comedian Stefan aus Koblenz auf. Nachdem er Grüße von seinem Vater ausgerichtet hatte und sich jeder aus dem Publikum persönlich vorstellen sollte, allerdings aus Zeitgründen nicht nacheinander, sondern gleichzeitig, weihte er das Publikum in seine Erfolge als Teilnehmer der Luftgitarrenmeisterschaft in Madrid ein.

Mit Gitarre und selbst geschriebenen Songs ging es weiter mit Lala aus Neuwied. Darin brachte sie ihre Wut und Fassungslosigkeit gegenüber rechtsextremem Gedankengut zum Ausdruck. Von ihrer anfänglich vorhandenen Unsicherheit war beim zweiten Song nichts mehr zu spüren. Lala war voll in ihrem Element und zog die Zuschauer mit ihrer authentischen Ausstrahlung in ihren Bann.

Kevin aus dem Westerwald punktete anschließend mit Stand-Up-Comedy in reinster Form. Als Stimmungsaufheller wurde Jürgen aus dem Publikum verpflichtet. Sobald der Name „Jürgen“ fiel, setzte rasender Applaus ein! Nach der Pause wurde das Staffelholz an Johannes aus Köln übergeben. Er erläuterte den Zuschauern, dass kindliche Unvernunft Erwachsener damit zusammenhänge, dass jeder Mensch über mehrere in Konkurrenz zueinanderstehende Gehirne verfüge. Last but not least stellte Mags aus Köln mit ihrer E-Gitarre vier selbst komponierte gefühlvolle Songs vor. Die ersten beiden leiseren Stücke gingen den Zuschauern unter die Haut. Dann zeigte sie, dass es auch rockig und laut geht.

Die Zuschauer ließen sich nicht lumpen und fütterten die hungrigen Sparschweine mit einem rekordverdächtigen Gesamtbetrag von 790 Euro! Platz 3 belegte Kevin aus dem Westerwald, Platz 2 Mags aus Köln und Platz 1 ging an Lala aus Neuwied. Alle Künstler erhielten einen kräftigen Abschlussapplaus. Auch wenn das Ergebnis zunächst mit Spannung erwartet worden war, so war das Resümee des Abends in erster Linie, dass es unglaublichen Spaß gemacht hat, alle fünf der eingeladenen Künstler erlebt zu haben. Die Mischung der verschiedenen Genres und Personen macht „Kunst gegen Bares“ aus.

Wieder einmal hat die Kleinkunstbühne Neuwied ein gutes Händchen bei der Erstellung ihres Programms bewiesen. Kunst gegen Bares ist im Frühjahr 2023 leider nicht mehr dabei, aber dafür andere interessante Veranstaltungen. Weitere Infos sowie Tickets findet man unter: www.kleinkunstbuehne-neuwied.de.

Moderator Salomon Hofstöttter (rechts) mit Gewinnerin Lala aus Neuwied (vorne Mitte) und den anderen Teilnehmern. Foto: privat

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