Allgemeine Berichte | 20.03.2024

Bildungsangebot schlägt Brücke zwischen Landwirtschaft und Verbraucherinnen und Verbrauchern

LandFrauen vermitteln Nachhaltigkeit

Andernach. Der LandFrauenverband Rheinland-Nassau startet eines der größten Bildungsangebote rund um nachhaltiges Gärtnern, regionale Ernährung und lokale Landwirtschaft. In den kommenden zwei Jahren werden über 6.000 Teilnehmende lernen können, wie man im eigenen Garten Ressourcen schont, Insekten schützt oder die eigene Ernte haltbar macht. Zentraler Teil des Projektes ist die Begegnung mit Landwirtinnen und Landwirten auf ihren Höfen.

Den Dialog zwischen Erzeugern und Verbraucherinnen und Verbrauchern wieder mehr stärken, das sei eines der zentralen Ziele dieses Großprojektes, betonte Gudrun Breuer, Präsidentin der LandFrauen Rheinland-Nassau, auf dem Kick-off-Event in Andernach. „Es gibt derzeit viele Fragen und Missverständnisse rund um die moderne Landwirtschaft. Wir wollen Menschen wieder mit Landwirtinnen und Landwirten ins Gespräch bringen und Brücken bauen.“ Der Deutsche LandFrauenverband e.V. (dlv) ist der größte bundesweite Verband für Frauen auf dem Land und deren Familien. Der LandFrauenverband Rheinland-Nassau hat über 17.000 Mitglieder. Einige sind selber Landwirtinnen, viele kommen auch aus anderen Berufen. Schirmherrin des Projektes ist die rheinland-pfälzische Ministerin für Landwirtschaft, Daniela Schmitt. Auch für sie steht der Dialog mit der Landwirtschaft im Vordergrund - aber auch Gesundheit und Nachhaltigkeit seien wichtige Ziele des Projektes. Sie betonte im Vorfeld des Kick-off-Termins: „Wir kaufen unsere Lebensmittel heute meist im Supermarkt statt auf dem Hof. Die Erzeuger, die landwirtschaftlichen Betriebe, treffen oder kennen wir daher oft nicht mehr persönlich. Die LandFrauen schlagen den Bogen zwischen Verbraucherinnen und Verbrauchern, dem eigenen Garten und dem landwirtschaftlichen Betrieb. Auf diese Weise erlangen die Produkte und die Arbeit unserer Bäuerinnen und Bauern wieder mehr Wertschätzung. Gleichzeitig stärkt das Projekt eine nachhaltige und gesunde Ernährung aller Menschen in unserer Region.“

In Andernach präsentierte der LandFrauenverband Rheinland-Nassau gemeinsam mit den Projektpartnern heimatwurzeln e.V. und dem Förderverein der LandFrauenarbeit der lokalen Politik das umfassende Programm. Anwesend waren u.a. Marco Weber, Vorsitzender des Umweltausschusses des rheinland-pfälzischen Landtages, die Landtagsabgeordnete Anette Moesta und Michael Horper, Präsident der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz.

Landwirtinnen und Landwirte im Norden von Rheinland-Pfalz öffnen in den kommenden beiden Jahren ihre Höfe und beantworten Fragen zur Arbeit auf einem modernen Bauernhof. Gudrun Breuer: „Nicht zuletzt die Bauernproteste haben der Öffentlichkeit vor Augen geführt: In der Landwirtschaft gibt es gravierende Sorgen und Nöte. Was sind die Hintergründe und wie wird in einem modernen nachhaltigen landwirtschaftlichen Betrieb gearbeitet? Wir laden Verbraucherinnen und Verbraucher ein, sich vor Ort darüber zu informieren und in den Austausch zu treten.“

Ein besonderer Schwerpunkt des Projektes liegt auf dem nachhaltigen Arbeiten mit der Natur - in der Landwirtschaft genauso wie im eigene Garten. Adelheid Epper, die Vorsitzende des Vereins zur Förderung der LandFrauenarbeit Rheinland-Nassau e.V., erklärt welchen Bezug das zur Landwirtschaft hat: „Die lokale Landwirtschaft ist ein Inbegriff von Nachhaltigkeit: kurze Transportwege, saisonale Lebensmittelversorgung und ein generationenübergreifendes Bewirtschaften der Höfe - das macht Nachhaltigkeit im besten Sinne aus. Das möchten wir wieder stärker ins Bewusstsein der Menschen rücken und ihnen Lust darauf machen mehr Nachhaltigkeit selber im eigenen Garten oder auf dem Balkon auszuprobieren.“ Das Projekt „lecker, nachhaltig & von nebenan - mein Jahr im Garten und der Landwirtschaft“ beginnt am 1. März 2024 und endet 31. Dezember 2025. Die Workshops werden von den 17 Kreisverbänden der Landfrauen Rheinland-Nassau angeboten und können einzeln und unabhängig voneinander besucht werden. Weitere Informationen: https://lfvrln.de/lecker-nachhaltig-und-von-nebenan/.

Pressemitteilung

LandFrauenverband

Rheinland-Nassau

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