Allgemeine Berichte | 23.05.2016

BdP Stamm Drache Thür - aus dem Stammesleben

Landespfingstlager: Pfadfinder zu Gast bei Walt Disney

Fahrtengruppe erkundete den Teutoburger Wald

Lagerplatz des Stamm Drache auf dem Pfingstlager in Ramstein Miesenbach.privat

Thür. Bunter und schriller könnte das Bild an diesem Pfingsten nicht sein: Hier ein paar Löwen, dort ein Schneewittchen mit seinen Zwergen, da ein Robin Hood, 101 Dalmatiner. Über 40 Pfadfinderinnen und Pfadfinder des Stamm Drache aus Thür brachen auf zum großen Landespfingstlager des Pfadfinder-Landesverbandes Rheinland-Pfalz/Saar, welches dieses Jahr im Ramsteiner Pfadfinderzentrum stattfand. Ein Wochenende angefüllt mit Action, Gesang und jeder Menge Gemeinschaft, stand den 800 Pfadfindern bevor. „Helft ihr, die fehlenden Sachen zu finden?“, ruft Walt Disney alias Florian Sedlmeier lauthals über die Wiese. Zur Morgenrunde, die gleichzeitig Eröffnungsfeier ist, haben sich von den Wölflingen, den Kleinsten der Pfadfinder, bis hin zu Rangern und Rovern und Altpfadfindern alle Altersklassen versammelt. Nach dem diesjährigen Motto, Disney-Filme in Anlehnung an den amerikanischen Filmemacher, der in diesem Jahr seinen 115. Geburtstag gefeiert hätte, war es die Aufgabe jedes Stammes, sich eines seiner Werke herauszupicken und sich dementsprechend zu verkleiden. Nach dem Pfingstlager-Drehbauch sollen jeweils Szenen von Regisseur und Kamerateam aufgenommen werden, um daraus für die Abschlussparade am Sonntagabend ein fulminantes Finale zusammenzustellen. Nur dumm, das plötzlich wichtige Requisiten fehlen, zum Beispiel die Flügel von Pegasus, oder das Kriegsbeil von „Hercules“ oder den Zwergen nicht nur ihre Tellerchen und Messerchen, sondern auch die Mützen. So blieb es den Pfadfindern aus Thür welches sich als „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ verkleideten nichts Anderes übrig, als sich auf die Suche nach den fehlenden Sachen zu machen. An mindestens fünf Stationen müssen die Aufgaben gelöst werden, um jeweils einen der Papierschnipsel in die Tasche stecken zu können. Richtig zusammengefügt ergeben sie eine Karte, auf der das Versteck für die begehrten Gegenstände markiert ist.

Mund auf und Wurf!

Auf Treffsicherheit kommt es bei einen der Stationen an. Die mützenlosen Zwerge haben von einem „Dalmatiner“ Schokoerdnüsse erhalten, diese sollen im Mund seines Gegenübers landen. „Dies ist gar nicht so einfach, wie es aussieht“, meint das junge Fräulein im Dalmatiner-Kostüm. In einer anderen Station geht es darum, pantomimisch und zeichnerisch drei Bergriffe zu erklären die erraten werden müssen von anderen Zwergen. Schaffte man drei dieser Begriffe heraus zu finden, gab es einen weiteren Schnipsel zum Vervollständigen der Karte. So ging es weiter und weiter von Aufgabe zu Aufgabe bis man das Puzzle fertig hatte, um die Karte zu entschlüsseln. Kaum ein Zentimeter auf dem großen Zeltplatz, der nicht belegt ist. Überall flitzen Pfadfinder in ihren Kostümen zwischen Seilen und Heringen umher. Auf einer kleinen Lichtung steht ein Mädchen in einem Dreiecksgestell aus Baumstämmen, das sogenannte „laufende A“. Von der Spitze aus, führen vier Seile in helfende Hände, die sie darin unterstützen mit Musekelkraft und Körperbeherrschung einige Schritte voranzukommen, ohne das Gleichgewicht zu verlieren. Geschafft! Die Zehnjährige aus Königswinter springt ab. „Das war ganz schön schwer“ meinte sie. Eine Mammutaufgabe stelle das Organisieren und planen des Landespfingstlagers, das in zweijährigem Turnus an wechselnden Orten stattfindet für die Stämme im Landesverband dar. Nach der Ankunft am Freitagabend mit zwei schönen und prall gefüllten Tagen beginnt am Montagmorgen der Abbau. Mit nassen Augen (nicht nur vom Regen) packten die Pfadfinder ihre sieben Sachen zusammen und blicken auf ein sicherlich anstrengendes, aber auch erlebnisreiches Pfingstlager zurück und freuen sich bereits schon auf das nächste.

Ein Wochenende voller Abenteuer und schöner Momente

Eine Fahrtengruppe des Thürer Pfadfinderstamms Drache erkundete über Christi Himmelfahrt den Teutoburger Wald. Donnerstags morgens startete die gemischte Gruppe bestehend aus sieben Pfadfindern im Alter von 13 bis 22 Jahren mit dem Zug Richtung Teutoburger Wald. Nach einer längeren Zugreise kamen sie in Detmold an und wanderten von dort aus vier Tage lang insgesamt 55 km weit um sonntags in Paderborn zu enden. Gleich am ersten Tag besuchten sie das schöne Hermannsdenkmal und konnten von dort auch eine tolle Fernsicht über Detmold und die schöne Landschaft genießen. An den nächsten Tagen besichtigten sie außerdem die Externsteine und wanderten durch das schöne Silberbachtal. Jeden Abend fanden sie einen neuen gemütlichen Platz, mitten in der Natur, wo sie ihr Zelt aufbauen und etwas Leckeres kochen konnten. All die Dinge, die sie dazu brauchten, wurden im Rucksack mittransportiert. Sonntags erreichten sie Paderborn und hatten Zeit, um die Innenstadt und den Dom zu erkunden. Nach vier sehr vielfältigen Tagen ging es dann leider schon zurück nach Hause, wo aber zum Glück schon die nächste Pfadfinderaktion auf sie wartete.

Die freudige Fahrtengruppe vor dem Herrmannsdenkmal im Teutoburger Wald.

Die freudige Fahrtengruppe vor dem Herrmannsdenkmal im Teutoburger Wald.

Lagerplatz des Stamm Drache auf dem Pfingstlager in Ramstein Miesenbach.Fotos: privat

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