Preisverleihung des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen im Gymnasium Calvarienberg
Landessieger in den Fremdsprachen Latein und Griechisch ausgezeichnet
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Latein und Altgriechisch sollen tote Sprachen sein? Dass dies keineswegs zutrifft, hat man bei der diesjährigen Preisverleihung des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen in Rheinland-Pfalz in beeindruckender Weise erfahren können.
Eingerahmt durch die wunderschönen musikalischen Beiträge des Orchesters unter der Leitung von Claudia Habers, des Orientierungsstufenchors, geleitet von Dominik Löbens, und den Sologesang der Abiturientin Julia Weber, die mit ihrer warmen, klangvollen Stimme zwei Titel von Adele vortrug, erhielten die insgesamt acht Einzelsieger sowie die zwei siegreichen Schulteams des Landes Ende Juni auf dem Calvarienberg ihre Auszeichnungen. Den 1. Preis in der Solo-Kategorie erhielt Judith Schweizer vom Gymnasium am Kaiserdom in Speyer, den 1. Preis des Teams Schule erzielten drei Schülerinnen der Klasse 10b des Gymnasiums Calvarienberg.
„Latein und Griechisch lohnen sich!“, mit diesen Worten eröffnete Schulleiterin Dr. Annette Gies die Veranstaltung und begrüßte herzlich die versammelten Gäste, Schüler, Kollegen, sämtliche Preisträger, ihre betreuenden Fachlehrer und besonders die Ehrengäste Herrn StD Georg Ehrmann, Referent im Ministerium für Bildung, Herrn OStR Joachim Pütz, Landesvorstand des Deutschen Altphilologenverbandes, sowie Herrn StD Achim Finkenauer, Landeswettbewerbsleiter Alte Sprachen. In ihren Grußworten drückten die Ehrengäste ihre Hoffnung aus, dass der altsprachliche Unterricht fester Bestandteil des Fächerkanons bleiben werde, denn Bildung verbinde mit den guten Geistern unseres Erbes und erschließe uns Reserven, erläuterte Herr Ehrmann. Wie attraktiv und anspruchsvoll moderner Unterricht der alten Sprachen heute sein könne, zeigten die Ergebnisse dieses Wettbewerbs, betonte Herr Pütz.
Der Bundeswettbewerb in den Fremdsprachen Latein und Griechisch findet einmal im Jahr statt und umfasst ein vielgestaltiges, anspruchsvolles Anforderungsspektrum, in dem es um die kreative Umsetzung der sprachlichen Kompetenz geht, die weit über das reine Übersetzen hinausgeht, erläuterte Herr Finkenauer in seiner Vorstellung des Wettbewerbs.
Judith Schweizer z.B, die den 1. Preis in der Solo-Kategorie erzielte, stellte in einem Kurzvideo einem antiken Publikum in fließendem Altgriechisch das ihm noch unbekannte Musikinstrument Violine vor.
Janna Droste-Franke, Sophia Sezal und Charlotte Ziegler vom Gymnasium Calvarienberg, die den 1. Preis im Team-Wettbewerb erhalten haben, hatten, betreut durch ihre Fachlehrerin Petra Scheiffgen und ihren Musiklehrer Dominik Löbens, das lateinische Hörspiel „Fiat Iustitia“ (Die Gerechtigkeit soll siegen) gestaltet, in dem es um eine Schadensersatzklage im alten Rom geht. Hier muss ein Kaufmann die betrübliche Einsicht gewinnen, dass leider nicht immer „Recht und Gerechtigkeit die beiden Seiten einer Medaille“ seien, denn der Schadensersatz wird ihm verweigert. Ausgesprochen eloquent und versehen mit lateinischen Zitaten drückten Janna und Sophia ihre Freude über den 1. Preis aus (Charlotte befindet sich im Augenblick in Neuseeland) und stellten Idee und Durchführung ihres Projektes dem Publikum vor.
Pressemitteilung des
Gymnasiums Calvarienberg
Schülerinnen vom Gymnasium Calvarienberg erhalten den 1. Landespreis im Team-Wettbewerb: StD Achim Finkenauer, Janna Droste-Franke, Sophia Sezal und StD Georg Ehrmann (v.l.). Foto: Renate Köllges
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