Allgemeine Berichte | 23.10.2020

Weitere einschränkende Maßnahmen für den Kreis Neuwied

Landrat appelliert: „besonnenes und solidarisches Handeln ist gefordert“

Hohes Infektionsgeschehen in ganz Rheinland-Pfalz

Quelle: Pixabay

Kreis Neuwied. Seit einigen Tagen bewegt sich der Inzidenzwert für den Kreis Neuwied um den Wert 50 und damit immer wieder in der Warnstufe „rot“. Am Mittwoch hat daher die regionale Task-Force weitere einschränkende Maßnahmen beschlossen. Diese treten ab Samstag, 24. Oktober in Kraft. „Ziel aller Regelungen ist, das Infektionsgeschehen deutlich zu verlangsamen. Dabei ist uns sehr wichtig, eine möglichst gute Balance zwischen normalem Alltag und zielgerichteten Maßnahmen zu finden,“ beschreibt Landrat Achim Hallerbach die Situation. Auch in einer Videokonferenz mit der Ministerpräsidentin am Donnerstagnachmittag wurde der Ernst der Lage nochmals betont. „Das Infektionsgeschehen breitet sich in ganz Rheinland-Pfalz schnell aus, immer mehr Landkreise erreichen die Warnstufe „rot“. Es sind jetzt alle gefordert, sich besonnen und solidarisch zu verhalten,“ appelliert Landrat Hallerbach.

Viele Infektionsketten sind auf private Feiern und Zusammenkünfte zurückzuführen. Daher gibt es hier auch weitere Einschränkungen. Private Veranstaltungen, wie z.B. Hochzeiten und Geburtstage, du¨rfen nur noch mit maximal 25 gleichzeitig anwesenden Personen durchgeführt werden. Bei öffentlichen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen sind weiterhin bis zu 100 gleichzeitig anwesenden Personen zulässig. Hier ist, wie bisher auch, ein entsprechenden Hygienekonzept erforderlich. „Bei den Veranstaltungen wird sehr streng überwacht, ob sich an die Regelungen gehalten wird. Sollten Hotspots entstehen, wird es weitere Einschränkungen für diesen Bereich geben,“ mahnt Achim Hallerbach. Es wird zudem dringend empfohlen auf Feiern im privaten Raum zu verzichten oder diese auf maximal 10 Teilnehmer aus höchstens zwei Haussta¨nden zu begrenzen. Denn gerade in den eigenen vier Wänden werden die AHA-Regeln schnell außer Acht gelassen.

Die Durchfu¨hrung von Spezialma¨rkten, also Floh- und Tro¨delma¨rkten, wird grundsätzlich untersagt. Der Kontaktsport bleibt weiterhin erlaubt, allerdings ohne Zuschauer. Die Maskenpflicht fu¨r Schu¨ler der weiterführenden Schulen bleibt auch im Unterricht bestehen. Zusätzlich wird die Maskenpflicht auch in der Erwachsenenbildung und der beruflichen Weiterbildung im Unterricht verpflichtend angeordnet. Die Regelungen bleiben zunächst bis zum 8. November gültig. Verstärkt gibt es im ganzen Land nun Kontrollen durch die Polizei und Ordnungsämter. Die Kontrollteams haben den Auftrag, mögliche Verstöße konsequent zu ahnden und entsprechende Bußgelder festzusetzen. Auch im Kreis Neuwied wird es am kommenden Wochenende vermehrt Kontrollen geben.

Eine regionale Task-Force wird für jeden Landkreis gebildet, der oberhalb eines Inzidenzwertes von 35 und damit in der Warnstufe „orange“ liegt. Aufgabe der Task-Force ist es, regionale Ereignisse und Entwicklungen zu berücksichtigen und in eine landesweite Strategie der Einheitlichkeit einzubinden. Das Gremium wird vom Gesundheitsministerium einberufen und es gehören ihr neben Vertretern des betroffenen Kreises auch Vertreter des Sozialministeriums, Gesundheitsministeriums, Innenministerium, der ADD, sowie der Polizei an. In regelmäßigen Telefonkonferenzen wird das aktuelle Infektionsgeschehen neu bewertet und geprüft, ob zusätzliche Maßnahmen notwendig werden.

Am Donnerstag sind 21 neue Fälle registriert worden. Die Summe aller Fälle steigt auf 717 an. Der Inzidenzwert liegt gemäß aktueller Berechnung des Landesuntersuchungsamtes RLP nun bei 50,3. Damit liegt der Kreis Neuwied weiterhin in der Warnstufe „rot“ und gilt als Risikogebiet. Durch das Infektionsgeschehen sind aktuell die ev. Kita in Neustadt, die Kita der AWO Neuwied sowie die Samariter Pflege GmbH in Straßenhaus betroffen.

In der Fieberambulanz in Neuwied sind am Donnerstag 134 Personen getestet worden.

Pressemitteilung des

Landkreises Neuwied

Quelle: Pixabay

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