Es blüht entlang von Feldern, Bächen, Wäldern und Straßen
Landwirte und Jäger sorgen für Blumenfelder
Bienen, Hummeln, Schmetterlinge, Vögel, Niederwild finden in den bunten Oasen Nahrung und Versteck
Region. Wer jetzt über unser sommerliches Maifeld fährt oder eine der vielen tollen Wandermöglichkeiten nutzt, kann vielerorts prächtig bunte „Blumenfelder“ entdecken. So blüht es zum Beispiel entlang des Paradieswegs, am Pyrmonter Felsensteig, unter den neuen Hochspannungsmasten auf dem Maifeld und an unzähligen weiteren Stellen an Feldern, Bächen, Wäldern oder Straßen. Unzählige zum Teil seltene Bienen-, Hummel- und Schmetterlingsarten tummeln sich auf der Blütenpracht. Aber auch verschiedene Vogelarten, Fasane, Rebhühner, Feldhasen und -mäuse ernähren sich von diesen „ökologischen“ Vorrangflächen. Besonders häufig besuchen Rehe und Wildschweine diese Blühflächen, wenn die übrigen Getreide- und Rapsfelder abgeerntet sind und ihnen in der offenen Feldflur Deckung oder Versteckmöglichkeiten fehlen.
Die Jäger und Landwirte des Maifeldes wollen mit der Einsaat der „Blühinseln“ auf fruchtbarem Ackerland dem Rückgang der Insekten entgegenwirken, der durch unsere moderne Kulturlandschaft und die Lichtverschmutzung“ ausgelöst wurde. Denn in jeder Sommernacht werden deutschlandweit schätzungsweise eine Milliarde Insekten von Lampen irritiert, was für viele tödlich endet.
Die im Naturschutz engagierten Jäger des Maifelds haben im Frühjahr, nach Rücksprache mit den jeweiligen Landwirten, die 144 qm kleinen Flächen unter den neuen großen Strommasten in viel Handarbeit mit einer speziellen Blühmischung des WFW (Wildschutzprogramm Feld & Wiese des Landesjagdverbandes e.V.) eingesät. Die Idee zu dieser Bepflanzung unter den Masten entstand bei einem Gespräch von Bürgermeister Maximilian Mumm mit Vertretern von BUND, Landwirtschaftskammer RLP sowie Bauern- und Winzerverband.
Der extra zusammengestellte Samen soll eine große Blütenvielfalt mit langer Blühdauer erzielen, was nicht nur den Insekten, sondern auch dem heimischen Niederwild zu Gute kommt. Die Blühmischungen bestehen unter anderem aus Sonnenblumen, Kleearten, Ringelblume, Malven, Phacelia und vielen weiteren Arten. Während die Jäger das teure Spezialsaatgut aus eigener Tasche bezahlen, besteht für landwirtschaftliche Betriebe die Möglichkeit einer Aufwandsentschädigung aus dem EU-Agrarhaushalt, wenn die hohen bürokratischen Erfordernisse eingehalten werden.
Die Blühstreifen und Inseln zeigen, wie durch das große gemeinsame Engagement und die enge Zusammenarbeit von Landwirten und Jägerschaft des Maifeldes dem Verlust der heimischen Artenvielfalt in unserer offenen Feldflur erfolgreich und bereits heute spürbar entgegengewirkt werden kann.Pressemitteilung der
Verbandsgemeindeverwaltung Maifeld
