Boulogne-sur-Mer besucht Rheinbach
Langeweile als einziges Fremdwort
Schüler der französischen Partnerschule eroberten die Herzen ihrer Gastfamilien
Rheinbach. Nachdem erst die deutschen Schüler des Städtischen Gymnasiums in Nordfrankreich waren, besuchten jetzt die französischen Austauschschüler des Lycée Mariette in Boulogne-sur-Mer/Nord-Pas-de Calais eine Woche lang Rheinbach. Sie lernten das Leben in ihren Rheinbacher Gastfamilien kennen und es war für alle eine tolle Zeit. Mit der Verständigung war es zuerst schwierig - man behalf sich mit einem Gemisch aus Deutsch, Französisch und Englisch. Natürlich durfte auch die Zeichensprache nicht fehlen. Zuerst lernten die deutschen Schüler mit Eifer alle möglichen Schimpfwörter und eben das, was man in der anderen Sprache nicht unbedingt sagen sollte und was definitiv nicht im Schulbuch steht. Mit jedem Tag wurde die Verständigung leichter und am Ende gelang die Konversation, auch wenn es grammatikalisch nicht wirklich korrekt war. Die Lehrer hörten freundlicherweise darüber hinweg. Das zu absolvierende schulische und kulturelle Programm war super und so kam keine Langeweile auf. Die Jugendlichen besichtigten das Beethovenhaus, das Haus der Geschichte, das Kölner Schokoladenmuseum, fuhren mit dem Schiff den Rhein hinunter nach Königswinter und nahmen die Bahn hinauf zum Drachenfels. Am vorletzten Abend organisierte die Schule für alle eine Fete im Rheinbacher Jugendzentrum Live und am Abschiedsabend selbst feierten die Schüler bei einer deutschen Schülerin, die alle eingeladen hatte, mit Begeisterung weiter.
Das war eine tolle Idee. Erschöpft, aber zufrieden und glücklich angesichts der zurückliegenden unvergesslichen Woche fuhren die Franzosen wieder zurück nach Boulogne-sur-Mer. Den meisten fiel es schwer, sich zu verabschieden. „Es ist schon erstaunlich, wie schnell man in so einer Gruppe zusammenwächst“, berichtete Laura. Ihre Mitschülerin Jenny tröstete ihre französische Austauschschülerin: „Auf jeden Fall werden wir in Kontakt bleiben - und so weit ist Boulogne-sur-Mer ja schließlich auch nicht weg.“
