„Rockappell“ der Oberdreeser Karnevalisten
Langjährige Tradition wurde fortgesetzt
Oberdrees. Wenn der Duft von frisch Gegrilltem über den Platz am Kindergarten in Oberdrees zieht und die Karnevalisten aus Oberdrees sich im Sommer treffen, nennt sich das ganze „Rockappell“.
So war es auch am 1. August in diesem Jahr, als sich die KGO Oberdrees, die Blauen Funken und die Damen des Damenkomitees „Goldene Herzen“ auf Einladung des Vorsitzenden, Ralf Nuß, auf dem Kindergartenvorplatz trafen. Die Beteiligung war bei den tropischen Temperaturen sehr groß.
Mit dabei waren das designierte Karnevals-Prinzenpaar für die Session 2018/19, Prinz Nobert I. (Höckendorf) und seine Prinzessin uns Ehefrau Birgit I., sowie der Vorsitzende vom Prinzenklub Groß Rheinbach, Ralf Dahs. Die Kinderprinzessin der nächsten Session, Lucy I. (Knott) war mit ihren Eltern in Urlaub, dafür waren aber die Großeltern Petra und Gerd Knott in Vertretung gekommen. Die Proklamation der designierten Kinderprinzessin ist am 14. November geplant.
Organisiert wurde der Rockappell, der schon über dreißig Jahre stattfindet, wie immer von Karl Heinz Eich, der auch seit den Anfängen am Grill steht.
Als damals das erste Mal dieser Rockappell durchgeführt wurde, sollten eigentlich die Uniformteile überprüft werden, um eventuell neue Teile zu beschaffen. Da dies aber ohne einen Umtrunk und etwas gegen den Hunger schwerlich vorstellbar war, lud der Vorstand ein und übernahm die Bewirtungskosten. Mit den Jahren rückte der eigentliche Sinn des Rockappells in den Hintergrund. Und so entwickelte sich das Ganze dahin gehend, das nicht nur die Männer der KG zu diesem Treffen kamen, sondern auch alle Karnevalsfreunde von Oberdrees.
Wie all die Jahre nahm der Präsident der KG, Ralf Nuß, die Gelegenheit war, hier über die Neuigkeiten aus dem Verein zu berichten.
Er verwies darauf, dass seit diesem Jahr Aschermittwoch der Sportverein Tura Oberdrees aus der Karnevals-Dreiergemeinschaft ausgeschieden ist und nun die KGO Oberdrees mit dem Damenkomitee Goldenen Herzen alleine weiter macht.
Zum Thema Eintrittsgelder in der nächsten Session konnte Nuß erfreut verkünden, dass die Preise für die Dauerkarten stabil bleiben.
Die KGO nimmt auch, wie im vergangen Jahr, am Oberdreeser Herbstmarkt am 6./7 Oktober mit einem Glücksrad teil.
Auch im Karnevalszug am Karnevalssonntag nimmt die KGO mit eigenem Wagen teil. Unter dem Motto „Die Griechen kommen“ werden die Karnevalisten den Prunkwagen gestalten. Der Baubeginn wird nach den Sommerferien sein.
Für die Prinzenproklamation am 23. November diesen Jahres in der Ludwig Fett-Halle empfahl der Vorsitzende für Gruppen von mehr als sechs Personen eine frühzeitige Anmeldung, da ein hochkarätiges Programm zusammengestellt werde.
Der Martinszug, der auch durch die KGO organisiert wird, ist dieses Jahr am 11. November.
„Eine weiter positive Entwicklung ist bei den Tanzgruppen der KGO
zu verzeichnen. Zurzeit haben sich acht Kinder bei den „Minis“ neu angemeldet. Wir sind für die Zukunft gut aufgestellt“, freute sich Nuß über die gute Entwicklung bei den Tanzgarden.
Als ein Höhepunkt des Abends konnte Nuß verkünden, dass das in Planung befundene Vordach an der Ludwig Fetthalle im ersten Bauabschnitt fertig gestellt wurde. Es ist ca. 60 Quadratmeter groß und soll als Unterstand bei Veranstaltungen genutzt werden.
Finanziert wurde das Projekt von allen Ortsvereinen und dem Ortsausschuss. Auch soll bei der Stadt Rheinbach, als Eigentümer der Halle, ein Antrag auf einen Zuschuss gestellt werden.
„Schließlich bekommt die Halle durch das Vordach eine Aufwertung“, konstatierte Heinz Schneppen, der an dem Projekt des Vordachs maßgeblich beteiligt war.
Der Ortsvorsteher und Ratsherr Kurt Brozio ergänzte: „Es war dringend erforderlich, hier eine Lösung zu finden. Die Provisorien der letzten Jahre waren nicht mehr haltbar. Hier ist nun etwas entstanden, das die nächsten Jahrzehnte den auftretenden Gruppen, Rauchern, oder auch einem Imbiss einen sicheren Unterstand bietet.“
Gefesselt durch das tolle warme Wetter, machten sich die letzten Karnevalisten nach Mitternacht auf den Heimweg.
