Langjähriger Ortsvorsteher und Kommunalpolitiker verstarb 81-jährig
Lantershofen und die Grafschaft trauern um Leo Mattuscheck
Lantershofen. Als Ortsvorsteher und stellvertretender Ortsvorsteher prägte Leo Mattuscheck insgesamt ein Vierteljahrhundert lang die Geschicke und das Leben in Lantershofen. Am Samstag, 13. Juni ist der frühere Kommunalpolitiker im Alter von 81 Jahren gestorben. Eine Nachricht, die sich am Samstagmorgen in Windeseile im Ort verbreitete und für große Trauer sorgte.
1974 nach Lantershofen gezogen, schloss sich der damalige Berufssoldat vielen Lantershofener Vereinen an und nahm regen Anteil am Dorfleben. Fünf Jahre später gehörte er zu dem Vorstand, der der Bürgervereinigung Lantershofen erstmals eine Satzung gab, und war seither 42 Jahre lang als Geschäftsführer aktiv. Eine Zeit, in der die Bürgervereinigung vieles realisierte: vom Bau der Lambertus-Hütte über die Etablierung von Oktoberfest und Bürger-Wanderung bis hin zu zahllosen Dorfverschönerungsmaßnahmen.
Als Leo Mattuscheck 2004 in den Ruhestand ging, intensivierte er sein lokalpolitisches Wirken. Aus einer eher spontanen Idee heraus, die in der damaligen Gaststätte „Zur Post“ von Jana und Albrecht Weidel aufgekommen war, kandidierte er als Ortsvorsteher, gewann die Wahl und blieb zwei Jahrzehnte lang im Amt. Bereits zwischen 1989 und 1994 als stellvertretender Ortsvorsteher tätig, schob Leo Mattuscheck zahlreiche Projekte an – auch als Initiator des 2007 gegründeten Vereins „Zukunft Lantershofen“, dem er bis 2025 vorstand: die Erweiterung der Kita samt Jugendraum, der Neubau der Feuerwehrgarage an der Mehrzweckhalle, die Um- und Neugestaltung des Winzervereins in ein Dorfgemeinschaftshaus und Kulturzentrum, das neue Buswartehäuschens samt Vorplatz, die Fertigstellung des neuen Zentralbaus und der Wohnbauten des Studienhaus St. Lambert, den Birnensortengarten, das Aufstellen von Informationstafeln zur Ortshistorie oder der „Birnenrundwanderweg“. Lange Jahre war Leo Mattuscheck im Gemeinderat Grafschaft und in politischen Ausschüssen engagiert, wurde 2017 für seinen vielfältigen ehrenamtlichen Einsatz mit der Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz gewürdigt.
„Ein Kämpfer für Lantershofen und für die Grafschaft“
„Mit Leo verlieren wir einen Lantershofener, der über Jahrzehnte unseren Heimatort mit viel Herzblut gestaltet und geprägt hat. Durch seine Krankheit war es ihm die letzten Jahre leider nicht mehr möglich, aktiv am Dorfleben teilzuhaben“, sprach der aktuelle Ortsvorsteher Marco Böhm, der das Amt von Leo Mattuscheck 2024 übernahm, der Familie das Beileid der Dorfgemeinschaft aus. „Der Tod von Leo Mattuscheck trifft unwahrscheinlich. Leo war nicht nur ein Kämpfer für Lantershofen und für die Menschen, sondern auch für die gesamte Grafschaft. Ein Original, mit dem man sich prima reiben konnte, aber es kam immer etwas Gutes dabei heraus. Sein Tod macht einfach nur traurig“, so der Grafschafter Bürgermeister Achim Juchem. DU
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